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Handball : Schauen, integrieren und formen

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Aufbruchstimmung bei Handballern des SV Blau-Weiß Perleberg / Marcel Domagala und Gordon Wudke das neue Trainergespann

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erstellt am 04.Aug.2017 | 21:31 Uhr

Bei den Handballern des SV Blau-Weiß Perleberg herrscht Aufbruchstimmung. Die ist nicht euphorisch, sondern eher sachlich und nüchtern. Das Ziel nach dem Abstieg aus der Verbandsliga, dem Abgang von einigen Routiniers und dem Rückzug des bisherigen Trainergespanns: Die A-Junioren langsam in das Männerteam integrieren, eine gesunde Mischung finden und in der Landesliga eine passable Rolle spielen.

Rückblick: Anfang Mai standen die Perleberger als Absteiger aus der Verbandsliga Nord fest. Um kurz darauf – wie in jüngerer Vergangenheit mehrfach geschehen – vom Verband das Angebot auf die Teilnahme am Verbandsliga-Spielbetrieb unterbreitet zu bekommt. Die Blau-Weißen lehnten ab.

Auf der Abteilungssitzung sprachen sich die Mitglieder für eine „Findungsphase“ aus. Mit Sören Dieme, Robert Neudmann sowie den beiden Torhütern Stephan Schubert und Matthias Nagel hatten vier Akteure ihren Abschied erklärt. Auch die Trainer Jörg Domagala und Knut Tonagel zogen sich zurück, wollten im Verein eine andere Aufgabe übernehmen. „Insgesamt 15 Jahre Trainer bei den Männern, das reicht“, sagte Jörg Domagala. Er betreut künftig mit Knut Tonagel eine Jugendmannschaft.

Die Verantwortung auf der Bank haben künftig die beiden Spieler Marcel Domagala und Gordon Wudke. Trainingsauftakt war vor rund drei Wochen. „Wir hatten ja den Trainerschein gemacht und in der vergangenen Saison die C-Jugend trainiert. Es blieben ja nicht viele Optionen“, beschrieb Marcel Domagala (der zuletzt nach einigen schweren Verletzungen nicht mehr als Spieler auf dem Parkett stand) den Weg auf die Trainerbank der Blau-Weißen.

Von dort aus soll das Duo das Team durch die Landesliga Nord führen. Ein gemischter, aber breiter Kader. Zu den verbliebenen Akteuren der vergangenen Spielzeit kommen acht Nachwuchsakteure aus der eigenen A-Jugend der Rolandstädter hinzu. So steht künftig mit Roman Draheim ein 17-Jähriger als Nummer eins im Perleberger Kasten. Dazu gesellen sich noch Rückkehrer Mirko Großer und mit Sebastian Lux ein Akteur, der beim Oranienburger HC II bereits Brandenburgliga-Luft schnupperte.

„Wir wollen erstmal bestehen und nach der ersten Halbserie sehen, wie es läuft“, antwortete Gordon Wudke, der weiterhin als Spieler agieren wird. Marcel Domagala fügte hinzu: „Ein halbes Jahr schauen, das Team formen und vor allem die jungen Spieler integrieren.“ Konkrete Ziele was den Tabellenplatz angeht formulierten beide, die künftig auch die Perleberger A-Jugend in der Kreisliga betreuen, nicht.

Auf die neue Spielklasse freuen sich beide Trainer. „Es wird eine interessante Landesliga. Wenn ich Wittstock dazu zähle, sind es mit Pritzwalk, Wittenberge und uns vier Prignitzer Mannschaften“, erklärte Wudke. Das bedeutet, es gibt mehrere Derbys. Vor allem gegen den Rivalen PHC. „Für uns ist es kein Derby. Es ist ein Spiel von vielen Spielen“, lautete die Meinung von Marcel Domagala zu diesem Thema.

Ein anderes Thema entwickelt sich zur vollsten Zufriedenheit des Duos: „Von unseren Vorgängern werden wir sehr unterstützt. Jörg und Knut haben sich bereit erklärt, wenn wir verhindert sein sollten, jederzeit einzuspringen“, freute sich Marcel Domagala. Der sich der Rückendeckung der Vorgänger sicher sein kann. „Sie haben unser volles Vertrauen und einen guten Draht zur Mannschaft“, erklärte Jörg Domagala.

Am Wochenende absolvieren die Blau-Weißen ein Trainingslager in der Rolandhalle. Dort kommt es am Sonntag gegen 11.30 Uhr zu einem Testspiel gegen den Plauer SV aus Mecklenburg-Vorpommern.  

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