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Reiten : Reiterinnen bleiben unter sich

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Aus der Redaktion des Prignitzers

Beim Reitertag des RFV Groß Lüben ist der Reitstall Wernicke mehrfach siegreich. In der Dressur überzeugt Frieda Arndt

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erstellt am 17.Sep.2014 | 10:06 Uhr

Nachdem im Sommer das Reit-, Spring- und Fahrturnier wegen des Dorffestes abgesagt wurde, organisierte der Reit- und Fahrverein Groß Lüben jetzt einen Reitertag mit einem kleinen Erntefest im Wäldchen am Reitplatz. Ob und wie das Turnier im nächsten Jahr durchgeführt wird, soll in der Vorstandssitzung in dieser Woche entschieden werden, sagte Turnierchef und Vorstandsmitglied Steffen Gramms.

Beim Reitertag waren lediglich 21 junge Reiterinnen am Start. „Das ist heute eine rein feminine Veranstaltung“, sagte Richter Dr. Friedhelm Finschow. Eine besonders erfolgreiche für Maik Wernicke aus Groß Gottschow aus der Sicht sowohl als Papa als auch als Trainer. Für den Reitstall Wernicke gab es einen Doppelerfolg im E-Springen. Der Sieg im Stechen ging an die zehnjährige Paula Wernicke nach einem fehlerfreien Ritt auf dem 21jährigen Pferd Roter Oktober vor Laura Squarr mit Charlin Sheen, die im Stechen einen Abwurf hatte.

Beide Reiterinnen starten für den RFV Uenze und trainieren bei Maik Wernicke. Der rief seiner Tochter Paula vor ihrem allerersten Stechen zu: „Reite auf null, und wenn du einen Fehler machst, ist es auch gut, dann bist du zweite.“ Ihre 16-jährige Teamkollegin Laura Squarr hatte vor ihr einen Abwurf. Auch darüber war Trainer Maik Wernicke nicht böse, denn die vierjährige Stute hatte ihren ersten Auftritt im Parcours. Erst vor wenigen Tagen wurde ihr Fohlen abgesetzt.

Die dritte im Bunde und die Erfahrenste, Anne Jahn vom RV Grambow, hatte ein Hindernis zu viel geritten und musste im Stechen disqualifiziert werden. „Der Rote Oktober hat wieder einmal ein Mädchen zum Sieg getragen, wie seit vielen Jahren“, sagte Richter Hartmut Tüngerthal passend bei der Siegerehrung.

Auch im Springreiterwettbewerb wurde es für Paula Wernicke auf dem erfahrenen Fuchs der erste Platz mit der Wertnote 7,5. Liesa Lossow (RFV Putlitz) mit Modessa und Karolin Henke (PSV Quitzow) mit Le Kolibris As beendeten den Umlauf mit je einem Abwurf. Auch Mia-Pheline Voß (RSV Berge) war nach zwei Abwürfen mit Bella Mia zufrieden. Sie ging im Wettbewerb mit der Note 7,2 als zweite auf die Ehrenrunde und Opa Wolfgang Kuhert hüpfte am Rand aufgeregt hin und her: „Das Pferd haben wir selber ausgebildet. Es ist die erste Saison und wir sind sehr froh.“

Fehlen durfte auch nicht der Führzügelwettbewerb. Hier siegte Lotta Schuhmacher auf Jessica. Geführt wurde ihr Pony vom Papa. Sonst musste sie sich mit ihrer Schwester Stine (beide RSV Berge) das kleine Pony Jimmy teilen. In Groß Lüben präsentierte sie stolz ihr neues Pony, dass die Eltern erst eine Woche zuvor auf dem Havelberger Pferdemarkt erstehen konnten. „Eigentlich wollen wir einen braunen Wallach, nun ist es eine Schimmelstute geworden.“, freute sich Papa Ulf über den Erfolg.

In den zuvor ausgetragenen Dressuren setzten die beiden Richter Hartmut Tüngerthal und Dr. Friedhelm Finschow dann Frieda Arnd (RV Lindenberg) mit ihrem Fuchspony Nottingham in drei Prüfungen auf Platz eins.

Am kommenden Samstag veranstaltet der RFV Demerthin einen Reitertag. Und Ende September lädt in Weisen Andreas Beetz zum Reitertag am Prignitzer Landhandel ein.

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