Fussball-Landespokal : Raus mit Applaus

Mit großer Einsatzbereitschaft und Leidenschaft verteidigten die Perleberger Christian Becken, Frederik Töpfer (v.r.) und Veit Gerigk (l.), hier gegen Rathenows Jerome Leroy, ihr Tor.
Mit großer Einsatzbereitschaft und Leidenschaft verteidigten die Perleberger Christian Becken, Frederik Töpfer (v.r.) und Veit Gerigk (l.), hier gegen Rathenows Jerome Leroy, ihr Tor.

Landesligist SSV Einheit Perleberg unterliegt Regionalligist Optik Rathenow im Fußball-Landespokal 0:1

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08. September 2019, 03:34 Uhr

Als die solide amtierende Schiedsrichterin Sandra Stolz (Pritzwalk) die Partie der zweiten Runde im Brandenburger AOK-Landespokal nach 92 Minuten abpfiff, sanken einige Kicker von Landesligist SSV Einheit Perleberg enttäuscht und erschöpft zu Boden. Zuvor hatten sie dem Regionalligisten und haushohen Favoriten FSV Optik Rathenow einen packenden Kampf geliefert. Am Ende fehlte den Gastgebern auch das nötige Quäntchen Glück und so zog der drei Spielklassen höher angesiedelte Favorit dank eines Treffers von Glodi Zingu (73. Minute) in die nächste Pokalrunde ein. Trotzdem gab es Applaus vom Großteil der offiziell 258 Zuschauer im Jahnsportpark.

Zufrieden war auch Perlebergs Trainerduo Maik Arndt/Kevin Torster. „Wir haben dem Gegner das Leben so schwer wie nur möglich gemacht. Jeder hat für jeden gekämpft. Es war kämpferisch eine super Leistung der ganzen Mannschaft“, so Maik Arndt und Kevin Torster fügte hinzu: „Wir haben das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Dabei sind wir von unserem eigentlichen System abgegangen, haben mit drei zentralen Spielern die Räume dicht gemacht.“

Und damit hatte Rathenow Probleme. Optik war von Beginn an zwar optisch klar überlegen, hatte aber im ersten Durchgang bis auf einen Kopfball an den Pfosten (25.) kaum nennenswerte Chancen. Im zweiten Abschnitt erhöhten die Gäste das Tempo. Doch der Außenpfosten (64.) und SSV-Torwart Jarno Hesse verhinderten bis zur 72. Minute einen Treffer des Regionalligisten. Der fiel erst, als sich der eingewechselte Zingu gut im Strafraum löste und Hesse mit einem platzierten Schuss ins lange Eck keine Abwehrmöglichkeit ließ.

„Wer weiß, wie es gekommen wäre, wenn unsere Lattentreffer drin gewesen wäre. Dann hätten die angefangen zu zittern und hätte die Luft wohl gebrannt“, spielte Arndt auf die 82. Minute an. Da hatte Einheit seine beste Chance im Spiel. Erst klatschte der Kopfball von Frederik Töpfer ans Gebälk und im Nachsetzen setzte William Richart die Kugel mit einem Fallrückzieher ebenfalls ans Aluminium des Gästetores. Die Gastgeber setzten in der Folgezeit alles auf eine Karte, doch zum Ausgleich reichte es nicht mehr.

Rathenows Trainer Ingo Kahlisch war von seinen Männern enttäuscht: „Das war von uns nicht regionalligatauglich, eine ganz schwache Leistung. Man muss aber dazu sagen, dass sechs Stammspieler heute nicht gespielt haben. Die habe ich bewusst rausgelassen, weil wir sehr viele Spiele haben. Man hat aber deutlich gesehen, dass der zweite Anzug vorne und hinten nicht passt. Das war Grottenfußball von uns, nicht zufriedenstellend.“

Abhaken wollte der Coach die Partie, trotz des Sieges, aber nicht so einfach. „Es gibt gewisse Sachen, die spreche ich noch deutlich an. Wir haben heute nur rumgeeiert.“ Und wie fand er die Leistung der Perleberger? „Die haben mit zehn Mann hinten vorm Tor gestanden, hatten dann sogar ihre Chance und haben aufopferungsvoll gekämpft“, fand Kahlisch.

Die gegen Optik gezeigte Leistung und Courage des SSV soll für Kevin Torster künftig der Maßstab für die Punktspiele sein. „ Jedes Spiel werden wir damit zwar nicht gewinnen, aber wir können jedem Gegner Probleme machen.“

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