Quartett bleibt unter sich

Der Wittenberger Gerhard Peters  (l.) gewann den Schachtitel der Senioren.
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Der Wittenberger Gerhard Peters (l.) gewann den Schachtitel der Senioren.

Nur vier Prignitzer Schachspieler kämpfen um Senioren-Titel / Wittenberger Gerhard Peters neuer Kreismeister

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17. Mai 2017, 21:06 Uhr

Der Wittenberger Gerhard Peters gewann bei den Schach-Kreismeisterschaften der Senioren Ü60 nach spannendem Turnierverlauf erstmals den Titel. Vorjahressieger Karl-Heinz Fromberg erwischte einen rabenschwarzen Tag und landete am Ende nur auf dem 4. Platz. Zur 21. Seniorenmeisterschaft der Prignitz in Wittenberge hatten sich vier Schachspieler in die Starterliste eingetragen.

Ein Quartett spielt in Wittenberge um den Kreistitel. Warum nicht mehr? „Die Seniorenmeisterschaften finden deshalb in Wittenberge statt, weil dort derzeit die meisten Teilnehmer beheimatet sind“, antwortete Christian Blume, Turnierorganisator und Landesligaspieler der SG Putlitz/Pritzwalk. Von den vier teilnahmeberechtigten Pritzwalkern war Peter Wessollek dabei.

Auch die Schachspieler kämpfen mit dem Problem, dass sich die Reihen lichten. „Wir würden uns natürlich über mehr Teilnehmer freuen, doch die Schachfamilie schrumpft in der Prignitz derzeit in allen Altersklassen über 18 Jahre zusammen. Da sind dann zum Beispiel sechs Starter leider schon ein gar nicht so schlechtes Teilnehmerfeld. Aber eine gänzliche Absage der Seniorenkreismeisterschaft ist nicht geplant“, sagte Christian Blume.

Der Putlitzer und seine Mitstreiter im Kreis – die Prignitzer Schachspieler sind Mitglied im Landesverband Mecklenburg-Vorpommern – denken über Möglichkeiten nach, mehr Akteure zu den Titelkämpfen zu bekommen. „Das Startberechtigungsalter herabzusetzen ist ein interessanter Vorschlag, den es zu überlegen gilt. Im Land M-V gilt als Einstiegsalter bei den Herren aber das 60. Lebensjahr, bei den Frauen das 55. Lebensjahr“, erklärte Blume.

Mitunter spielen aber auch Turnierform und die Schach-art eine Rolle. „Im Schnellschach beim Prignitzpokalturnier hat sich das Teilnehmerfeld auf einem ordentlichen Niveau – mehr als zehn Teilnehmer – stabilisiert. Dieses Turnier dauert nicht so lange. Dafür sind dann mehr Spieler zu begeistern. Zunehmend auch Spieler aus dem Nachwuchsbereich“, berichtete der Putlitzer. Anders sieht es seiner Meinung nach beim Blitzschach aus: „Für Blitzschach sind in der Regel nur wenige Spieler zu begeistern. Erst recht wollen die älteren Spieler hier nicht mitspielen. Da bewegt sich das Interesse oft auf einem niedrigen Niveau. Änderungsmöglichkeiten gibt es hier kaum“, beobachtete er.

Nach seiner Ansicht besteht in allen Vereinen der Prignitz derzeit ein großes Problem: Gute Nachwuchsspieler verlassen wegen der Ausbildung die Prignitz und hören dann auch entweder mit dem Schach auf oder wechseln in andere Vereine. „Nicht umsonst haben wir mit den Pritzwalkern eine Spielgemeinschaft gebildet“, teilte Christian Blume mit.


Peters besiegt im Finale Klopsch


Zurück zu den Senioren-kreismeisterschaften 2017: Drei Wittenberger sowie Peter Wessollek stellten sich den Herausforderungen auf den 64 Feldern. Bei einer halben Stunde Bedenkzeit spielte zunächst jeder gegen jeden. Karl-Heinz Fromberg verlor gegen Gerhard Peters, Erhard Klopsch und Peter Wessollek und belegte Rang vier.

Dagegen marschierten Erhard Klopsch, Gerhard Peters und Peter Wessollek im Gleichschritt durch die Hauptrunde und waren punktgleich zunächst gemeinsam auf Rang eins. In dem nach den Blitzschachregeln ausgetragenen Dreierstechen verloren und gewannen alle jeweils ein Spiel. In der 2. Runde des Stechens verlor Peter Wessollek gegen Erhard Klopsch und Gerhard Peters, musste mit Platz drei zufrieden sein. In einem dramatischen Finale hatte Gerhard Peters gegen Erhard Klopsch das bessere Ende für sich und gewann die Kreismeisterschaft.  












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