Leichtathletik : Prignitz-Duo startet in Schweden

Samuel Wolter (l.) und Tim Engel bei der Einkleidung der brandenburgischen Athleten in Potsdam. Morgen startet das Duo zu den Baltic Sea Youth Games nach Schweden.
Samuel Wolter (l.) und Tim Engel bei der Einkleidung der brandenburgischen Athleten in Potsdam. Morgen startet das Duo zu den Baltic Sea Youth Games nach Schweden.

Leichtathleten Samuel Wolter und Tim Engel vertreten Brandenburg bei den Baltic Sea Youth Games in Karlstad

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03. Juli 2019, 23:22 Uhr

Die Anspannung steigt, die Sachen sind gepackt. Morgen geht es für zwei junge Leichtathleten aus der Prignitz auf Reisen. Samuel Wolter und Tim Engel gehören zum Aufgebot Brandenburgs, das an den XI. Baltic Sea Youth Games vom 5. bis 7. Juli im schwedischen Karlstad teilnimmt. Bei den Baltic Sea Youth Games werden rund 1 000 junge Sportlerinnen und Sportler aus sieben Nationen in insgesamt 13 Sportarten gegeneinander antreten. Die Aktiven kommen aus Deutschland (Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern), Schweden, Russland, Weißrussland, Polen, Lettland und Litauen.

Das Team Brandenburg wird mit insgesamt 93 Aktiven, Trainern und Betreuern die Reise nach Mittelschweden antreten. Die Brandenburger Nachwuchstalente starten in den Sportarten Leichtathletik, Bogensport, Judo, Karate, Ringen, Tischtennis und Schwimmen.

Das Prignitzer Duo wurde im Frühjahr für diese Spiele nominiert. Im Juni fand die Einkleidung in Potsdam statt, morgen geht es los Richtung Norden. In Privatautos. Der Rest des Brandenburger Aufgebots fährt von Potsdam aus in einem Bus. „Wir hätten dann von der Prignitz aus erst nach Potsdam fahren müssen und von dort mit dem Bus weiter“, sagte Axel Richert, der seinen Schützling Tim Engel ebenso begleitet wie Toralf Jastram den jungen Speerwerfer Samuel Wolter.

Einen Tag nach der Anreise wird es dann schon erst. Am Samstag stehen für beide Talente aus den Reihen der LG Prignitz die Wettkämpfe auf dem Programm. Zunächst für Tim Engel. Der Karstädter geht laut Meldeliste um 10.10 Uhr über die 80 Meter an den Start und trifft dort auf Love Lindström (Schweden), Edgars Avens (Lettland), Stanislau Basavets (Weißrussland), Michal Piejko (Polen) und Theo Grützenmacher (Mecklenburg-Vorpommern).

„Für mich ist es schon eine kleine Herausforderung. Ich möchte mich auch dort beweisen. Mal sehen wie es ist, gegen Ältere zu laufen. Und vielleicht schaffe ich sogar eine Bestzeit. Die Motivation ist auf alle Fälle da“, blickt Tim Engel auf den Sprint. Das tut auch sein Trainer. „Das soll nicht hochnäsig klingen, aber hier wurde Tim zuletzt nicht gefordert. Mal sehen, wie stark die Konkurrenz dort ist“, erklärt Axel Richert.

Unter diesem Aspekt wird dann um 12 Uhr am Samstag wohl auch Samuel Wolter seinen Speerwettkampf aufnehmen. Wie Engel ist auch er Jahrgang 2005 und trifft mit Filip Sundin (Schweden), Toms Zmuida (Lettland) und Andrei Maksimau (Weißrussland) auf Gegner des Jahrgangs 2004. „Mal sehen wie es läuft. Aber ich freue mich schon sehr darauf“, meint Samuel Wolter. Locker und gelassen sieht auch Toralf Jastram dem Wettkampf entgegen. „Wir gehen da mit keiner Erwartungshaltung rein. Diese Nominierung für diese Spiele ist für Samuel eine Auszeichnung und Zugabe für die in dieser Saison gezeigten Leistungen“, sagt der Trainer über den jungen 50 Meter-Werfer aus Perleberg.

Neben dem Sport dürfte wohl auch das Kennenlernen von Aktiven anderer Länder und der Austausch untereinander auf dem Programm stehen. Und vielleicht bleibt ein wenig Zeit, sich einen Moment am Ufer des größten Sees des Landes niederzulassen. Um spätestens dort die Anspannung endgültig abzubauen.

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