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Bohlekegeln : Prestigeduell endet unentschieden

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Bundesligakegler aus Seedorf und Fehrbellin gewinnen ihre Heimspiele jeweils 3:0

von
erstellt am 30.Jan.2017 | 21:43 Uhr

Unentschieden endete das Brandenburg-Duell zwischen den Keglern des SVL Seedorf 1919 und des SV 90 Fehrbellin am Doppelspieltag in der 1. Bundesliga Bohle. Im Heimspiel bezwangen die Männer vom Löcknitzstrand den Tabellenzweiten aus der Rhinstadt mit 3:0. In Fehrbellin war der SVL beim 0:3 (5230:5399/22:56) aber chancenlos. „Wir haben mit dem Heimsieg unsere Pflicht erfüllt, können mit dem Wochenende relativ zufrieden sein“, fand Seedorfs Kapitän Frank Wilke. Mit nun 21:21 Punkten behaupteten die Seedorfer nach dem 14. Spieltag Rang sechs in der Tabelle.

Vor allem beim spannungsgeladenen Spiel in der gut besuchten Seedorfer Kegelhalle hielt das Derby, was es zuvor versprochen hatte. Gleich im ersten Block schoben Frank Wilke und Hans Fulczynski mit je 919 Holz den Tagesbestwert, ließen der keineswegs enttäuschenden Fehrbelliner Startachse mit Dietmar Stoof (897) und Sebastian Krause (895) keine Chance und gaben ihren Teamkollegen einen Vorsprung von 46 Holz mit auf den Weg.

Doch im Mittelblock kamen Sebastian Rönning (891) und Rainer Pagels (894) nicht wie gewohnt zurecht und verloren die Duelle gegen die Fehrbelliner Dirk Sperling (903) und Alexander Wolski (895). Plötzlich war für die Gäste der Gewinn des Zusatzpunktes (erhält die Auswärtsmannschaft für 32 Einzelwertungspunkte) wieder greifbar nahe.

Doch Fehrbellin hatte die Rechnung nicht mit Erich Freitag – kam im Schlussdurchgang für den erkrankten Norbert Witzel zum Einsatz – gemacht. Der SVL-Routinier erwischte einen starken Tag. Angetrieben vom lautstark mitjubelnden Seedorfer Anhang spulte Freitag seine 120 Würfe ab und erzielte starke 903 Holz. Auch Max Jannasch (918) spielte souverän auf. „Ich habe die Ruhe bewahrt und es ist gut gelaufen. Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden. Mehr geht für mich nicht. Ich konnte vorher aber gut trainieren. Das hat sich ausgezahlt“, fand der 56-jährige Freitag, der vor allem seinem „Coach“ Harry Wilke dankte. „Er hat mich gut beraten.“

Und Fehrbellin? Deren Schlussachse zeigte Nerven und verspielte die gute Ausgangsposition noch. Benjamin Münchow erspielte nur 879 Holz und Daniel Neumann gab sogar entnervt auf und wurde durch Nico Witter ersetzt. Beide kamen zusammen auf 870 Holz. Am Ende behielten die Seedorfer mit 5444:5343 Holz klar die Oberhand und holten sich durch das 48:30 in der Einzelwertung auch den dritten Zähler. „Wir haben das Geschenk, das uns Seedorf im Mittelblock gemacht hat, nicht angenommen“, mäkelte Dietmar Stoff. Auch SV 90-Kapitän Dirk Sperling war ein bisschen enttäuscht. „So ist das manchmal. Wir waren motiviert und auch beim Einspielen hat das noch gepasst. Am Ende war der erste Seedorfer Block mit Frank und Hans aber zu stark.“

Mit der gehörigen Portion Wut im Bauch revanchierten sich die 90er dann auf ihrer Heimbahn für die am Tag zuvor erlittene Pleite. Beim 100. Einsatz von Seedorfs Hans Fulczynski (878) in der 1. Bundesliga verloren die Männer vom Löcknitzstrand klar mit 5230:5399 (22:56). Lediglich Frank Wilke (893) konnte als Tagessechster die totale Dominanz der Gastgeber und die Höchststrafe für sein Team, bei dem Rönning (864), Jürgen Reimann (863), Pagels und Jannasch (beide 866) die anderen Ergebnisse erzielten, verhindern. 


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