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Ringen : Pressechef interviewt ESV-Talent

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Ein Nachwuchsringer aus Wittenberge macht auf sich aufmerksam

von
erstellt am 10.Okt.2015 | 08:25 Uhr

Der Internationale Brandenburg-Cup ist nach dem Osterturnier in Utrecht das zweitgrößte Jugendturnier im Ringen in Europa. Auch diesmal bevölkerten wieder rund 450 Teilnehmer, plus Trainer, Betreuer, Eltern und Verwandte die Brandenburg-Halle im Sportzentrum Frankfurt(Oder). Ein buntes Völkchen aus insgesamt elf Nationen kämpfte in fünf Altersklassen bei Jungen, Mädchen und Frauen um den Sieg. Mit dabei die sechs Nachwuchsringer des ESV Wittenberge (der „Prignitzer“ berichtete).

Allen voran der kleine Fabrice Krüger (9), der durch seinen Kampfgeist auffiel. Vor allem gegen Jason Gallinat (SV Warnemünde) gab es einen Kampf, bei dem es von den Zuschauerrängen Sonderbeifall gab. Die beiden 27-kg-Recken sind außerhalb der Ringermatte Kumpels, aber in diesem Duell flogen sprichwörtlich die Fetzen. Mal war der eine oben auf, mal der andere, bis sich zum Ende des vierminütigen Kampfes das Zünglein an der Waage dem kleinen Ringer aus Wittenberge zuwendete, der das Duell gegen den siegesgewohnten Ringer von der Ostseeküste letzt mit 14:6 gewann.

Fabrice Krüger lag überglücklich in den Armen der Trainer Peter Speck und Artur Scherf. Da staunten selbst Nachwuchs-Bundestrainer Maik Bullmann (3-facher Weltmeister und Olympiasieger von 1992) und auch der Pressereferent des Deutschen Ringer-Bundes Jörg Richter nicht schlecht und Letzterer holte sich den kleinen Wittenberger zum Interview an den Präsidiumstisch.

Fabrice Krüger ist mit Herz und Seele Ringkämpfer, zum ESV kam er über seine beiden Brüder, die ihn vor drei Jahren erstmals zum Training mitnahmen. „Das hat mir dort gefallen und so bin ich immer wieder zum Training gegangen“, erzählte Fabrice Krüger über den Beginn seiner hoffentlich noch lange währenden Karriere als Ringer.

Seine Lieblingstechniken sind Beinangriffe, mit denen packt er fast jeden Gegner auf die Schulter, so wie in Frankfurt/Oder, als er außer Jason Gallinat auch Diego Kästner (RSV Hansa 90 Frankfurt/O.) und den dänischen Nachwuchsringer Topias Karkainen klar bezwang. Nur gegen Wladi Schapoval (KSK Konkordia Neuss) musste sich Fabrice Krüger knapp mit 2:5 Punkten geschlagen geben. Silber am Ende für den Ringer aus Wittenberge.

Die Mitschüler finden den Sport von Fabrice Krüger „cool“: „Montags machen wir immer einen Sitzkreis und da erzähle ich von meinen Kämpfen am Wochenende und alle klatschen“, freut sich Fabrice auch über die Anerkennung in der Schule.

Auch von den Trainern bekommt der Wittenberger Nachwuchsringer ein Sonderlob. „Da hat er richtig gut gekämpft und wenn er weiterhin fleißig trainiert, dann kann er auch mal ein Großer werden“, sagte Peter Speck mit Blick auf seinen 27-kg-Kämpfer. Und das man über den sportlichen Weg in den beiden brandenburgischen Leistungszentren auch wirklich oben ankommen kann, das haben viele Athleten schon gezeigt.

Aber den ersten Schritt auf diesem langen- und harten Weg hat Fabrice Krüger schon einmal gemacht. Und schließlich ist Ringen auch eine gewisse Lebensschule, wie Trainer und Abteilungsleiter Artur Scherf weiß: „Man fällt hin und muss immer wieder aufstehen und weitermachen, auch wenn man denkt es geht nicht mehr lohnt sich der Kampf und irgendwann wird man für seinen Kampfgeist auch belohnt“.
 

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