Handball : PHC-Weg führt in die Kreisliga

Das Präsidium des PHC Wittenberge (l.) in der Diskussion mit Mitgliedern und Fans.
Foto:
1 von 2
Das Präsidium des PHC Wittenberge (l.) in der Diskussion mit Mitgliedern und Fans.

Präsidium und Mannschaft sprechen sich für Neuanfang auf Kreisebene aus

von
10. Mai 2017, 21:44 Uhr

Die kleine Hoffnung, die Handballer des PHC Wittenberge könnten vielleicht doch noch in der Brandenburgliga bleiben, hat sich nicht erfüllt. Kurz vor der außerordentlichen Mitgliederversammlung am späten Dienstagabend in der Allendehalle hatten sich Mannschaft und Präsidium jeweils einzeln zusammengesetzt und beraten. Das Resultat: Der PHC Wittenberge verzichtet in der kommenden Saison auf den Start in der Brandenburgliga und meldet für die Kreisliga.

„Unser Ziel ist es, die erste Mannschaft neu zu formieren. Mit Spielern aus der ersten und zweiten Mannschaft und aus dem Nachwuchsbereich. Dann können wir den Aufstieg in die Landesliga in Angriff nehmen“, sagte PHC-Präsident Andreas Giske. Er teilte mit, dass sechs Spieler aus dem aktuellen Brandenburgligakader in der kommenden Serie für den PHC spielen wollen.

Das Präsidium räumte Fehler ein. „Ich fühle mich mitverantwortlich. Wir krabbeln personell schon mehrere Jahre. Auch was Schiedsrichter und Jugendtrainer betrifft. Wir haben es nicht geschafft eigene Spieler zu integrieren“, erklärte ein sichtlich bewegter Vize-Präsident Ingo Lipinski. „Wir hätten uns früher entscheiden müssen, sind zu spät aufgewacht“, meinte Andreas Giske.

Auch die Akteure selber gaben eine Stellungnahme ab. „Wir sind uns einig, dass wir grundsätzlich Brandenburgliga spielen wollen. Aber jetzt hat nun mal ein Großteil von uns andere Prioritäten. Die Spielerdecke ist nicht so groß. Wir sind der Meinung, dass wir mit dem aktuellen Kader die Brandenburgliga nicht bewerkstelligen können“, erklärte Bastian Prieß. Und der Kreisläufer fügte hinzu: „Ein Neuanfang in der Kreisliga würde es den jungen Spielern leichter machen. Die müssten dann nicht auf so hohem Niveau einsteigen.“

Es folgte eine lebhafte Diskussion. Auf den Einwurf nach einer Zusammenarbeit mit Blau-Weiß Perleberg und das Spieler von dort – egal was einmal vorgefallen ist – nicht weggeschickt werden dürfen, antwortete Andreas Giske: „Der Wille ist da. Wir werden uns daran messen müssen“.

Gunnar Beuthling, langjähriger Spieler und Trainer beim ESV und PHC Wittenberge, stimmte der Entscheidung zu („Diesen Weg müssen wir jetzt so gehen.“), forderte aber auch eine gesunde Mischung aus erfahrenen und jungen Spielern. „Vor allem müssen dann vom Trainer und den erfahrenen Akteuren auch diejenigen mitgenommen werde, die sonst nicht so oft spielen“, sagte er.

Eine klare Position bezog auch Steffen Tonello. „Das ist der einzig gesunde Weg, um wieder nach oben zu kommen. Wir müssen jetzt zwei, drei Jahre auf die Zähne beißen, aber zusammenhalten“, meinte der ehemalige Torhüter und jetzige Trainer beim PHC.

Der Großteil der Redner sprach sich für einen Neuanfang in der Kreisliga aus und stellten sich hinter Präsidium und Mannschaft. PHC-Präsidiumsmitglied Lothar Bulß setzte noch am Abend der Versammlung ein Schreiben an den Handball-Verband Brandenburg auf und meldete die Mannschaften des PHC Wittenberge auf Kreisebene.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen