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Handball : PHC-Sieben stürzt Spitzenreiter

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Wittenberger Brandenburgliga-Handballer ringen nach toller Leistung HSV Oberhavel mit 36:30 nieder und feiern ersten Saisonsieg

von
erstellt am 13.Okt.2014 | 09:54 Uhr

Der Knoten ist eindrucksvoll geplatzt. Die Brandenburgliga-Handballer des PHC Wittenberge feierten nach 1:5 Zählern aus den ersten drei Partien ihren ersten Punktspielsieg in dieser Saison. Sie setzten sich nach einer großartigen zweiten Halbzeit in der sehr gut gefüllten OSZ-Halle mit einem ersatzgeschwächten Kader gegen Spitzenreiter HSV Oberhavel mit 36:30 (14:14) durch. Die Wittenberger verbesserten sich um zwei Plätze auf Tabellenrang acht. Neuer Spitzenreiter mit 6:0 Punkten ist Lok Rangsdorf nach dem 35:23 gegen Bad Liebenwerda.

Bereits Minuten vor Schluss herrschte Feierstimmung auf den Tribünen. Der PHC-Minikader, mit acht Feldspielern und zwei Torhütern angetreten, lag 33:26 vorn. Und zwar verdient. Er hatte sich in den zweiten 30 Minuten gesteigert, mit Leidenschaft und konzentrierten Spiel diesen Vorsprung erarbeitet. Ohne nachzulassen. „Das war zauberhaft. Jeder hat für den anderen gekämpft. Es war wohl eine der besten Halbzeiten, die eine PHC-Mannschaft gespielt hat“, erklärte ein sehr zufriedener PHC-Spielertrainer Martin Hückel.

Dabei waren die Ausgangsvoraussetzungen denkbar ungünstig. Es fehlten aus verschiedenen Gründen Torwart Rene Jahns, Martin Giske, Benjamin Görtler, Marc-Szeffen Köhring und Mathias Richter. Vor Spielbeginn sagte auch noch Tobias Jüchert ab. Dennoch hielten die Gastgeber gegen den mitunter etwas überheblichen Spitzenreiter gut mit. Zwar gab es zu Beginn im schnellen Spiel nach vorn einige Ballverluste und der linken HSV-Angriffsseite wurden ein paar leichte Treffer gestattet, doch der PHC blieb dran.

Und das, obwohl er nach 20 Minuten einen weiteren Rückschlag verkraften musste. Bastian Prieß soll in der eigenen Hälfte seinen Gegenspieler mit beiden Händen vor die Brust gestoßen haben. Die Schiedsrichter entschieden auf eine Rote Karte. Dem PHC blieben noch sieben Feldspieler. Und diese – sowie Torwart Steffen Tonello – kämpften. Spätestens das 14:14 durch Florian Maske mit der Halbzeitsirene per Tempogegenstoß war ein deutliches Signal.

Und so machten die Wittenberger nach dem Wechsel weiter. Kombinierten im Angriff flüssig, standen in der Abwehr gut. Und nach jedem Gegentreffer gingen die Köpfe nach oben, signalisierten „weiter geht’s“. Es gelang die Führung. Erst mit zwei, dann mit vier und später sogar mit sieben Toren. Verzweifelte Gesten auf der Gästebank: „Die haben doch nur noch sieben Feldspieler. Gebt Gas, macht Druck“. Es half nichts. Und der PHC spielte sich in einen Rausch. Alle Feldspieler trugen sich mit zum Teil schön herausgespielten Treffern in die Liste der Torschützen ein.

Der Sieg war dem PHC nicht mehr zu nehmen. Und auf der Bank fieberte diesmal ein Trainertrio mit. Die verletzten Martin Giske und Benjamin Görtler unterstützen Detlef Bebber. Auf die Frage, ob es in Zukunft dabei bleibt, gab es unterschiedliche Antworten. „Nein, ein wenig spielen möchte ich ja auch wieder. Aber es war heute toll. Eine ganz neue Erfahrung“, sagte Martin Giske. Eher scherzhaft war die Aussage von Benjamin Görtler zu verstehen: „Wir machen jetzt einen auf dauerverletzt“. Das treffende Schlusswort kam von Martin Hückel: „Ja, das war es ohne Zweifel“, entgegnete er auf die Frage, ob der Wille der Wittenberger diesmal Berge versetzt hatte.

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