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Handball : PHC legt Nervosität rechtzeitig ab

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Aus der Redaktion des Prignitzers

Handball-Brandenburgliga: Wittenberger beenden mit 35:27 gegen Finsterwalde Serie von sieben sieglosen Spielen

svz.de von
erstellt am 19.Jan.2014 | 23:52 Uhr

Die Handballer vom PHC Wittenberge haben sich im Kampf um den Klassenerhalt in der Brandenburgliga eindrucksvoll zurückgemeldet. Nach zuvor sieben Punktspielen in Folge ohne Sieg setzten sich die Elbestädter am Samstag in der wieder einmal gut besuchten OSZ-Halle gegen den BSV Grün-Weiß Finsterwalde mit 35:27 (15:15) durch. Mit jetzt 13:11 Punkten hat sich der Aufsteiger nunmehr fest im Tabellenmittelfeld (6.) etabliert. „Dieser Sieg war ganz wichtig für die Moral und den Klassenerhalt“, freute sich PHC-Trainer Detlef Bebber über den gelungenen Rückrundenauftakt seines Teams.

Zunächst sah es aber nicht nach dem deutlichen Erfolg aus, erinnerte das Spiel der Wittenberger gegen das Liga-Schlusslicht eher an die vorangegangenen Heimspiele. Zwar setzten sich die Gastgeber zwischenzeitlich auf drei Tore ab (10:7, 13:10), ließen die Grün-Weißen aber durch eigene Unkonzentriertheiten und inkonsequentes Abwehrverhalten immer wieder herankommen und vom Auswärtszähler träumen. Erst zehn Minuten vor Spielende legten die Gastgeber die Nervosität endgültig ab, zogen beim Stand von 26:25 mit fünf Treffern in Folge auf 31:25 davon und ließen sich den Sieg nicht mehr nehmen. Bereits vor dem letzten Treffer durch Tobias Jüchert sangen die Zuschauer „Oh wie ist das schön, oh wie ist das schön...“

Neben dem elffachen Torschützen Florian Maske war PHC-Allrounder Christian Walenciak der überragende Spieler der Partie. Der 24-Jährige führte klug Regie und erzielte dazu sieben Tore. Gerade in der spielentscheidenden Phase riss „Walle“ seine Nebenmänner mit seiner ihm eigenen Dynamik und dem unbändigen Einsatzwillen förmlich mit und war so einer der Garanten für den fünften Saisonsieg der Wittenberger. Gerade nach der durchwachsenen ersten Hälfte war es vor allem Walenciak, der den Gastgebern mit seinen Treffern den Weg in die Erfolgsspur zurück ebnete. Lob gab es deshalb für ihn auch von Detlef Bebber. „Walle ist das Herz der Mannschaft. Der hat als einziger in dieser Saison immer zu hundert Prozent seine Leistung gebracht, reißt Lücken und zieht die Mannschaft mit.“ Das war sicher auch der Grund, warum der Coach dem Vollblut-Handballer erst gut zweieinhalb Minuten vor Spielende die wohlverdiente Pause gönnte. Da war das Spiel bereits entschieden.

Auch PHC-Kapitän Stephan Neutmann lobte seine Nummer 11. „Walle hat ein gutes Spiel gemacht. Er ist ein Teamplayer, der sich über seine Fehler am meisten ärgert.“

Der Vielgelobte, seit 1998 beim PHC und seinem Vorgänger ESV, meinte nach dem Spiel: „Die erste Halbzeit haben wir ein bisschen verschlafen. Nach der Pause haben wir dann das gemacht, was wir vorher besprochen haben. In der Abwehr standen wir besser, haben uns mehr bewegt.“ Seine eigene Leistung bezeichnete der beruflich als Mechatroniker-Meister in der Kfz-Branche arbeitende Walenciak als „okay. Wichtig waren die beiden Punkte, die man daheim und gegen den Tabellenletzten einfach mitnehmen muss. Und wer die Tore wirft, ist schließlich egal“, erklärte der Blondschopf.



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