Handball : PHC dominiert Prignitzderby klar

Auch Perlebergs Toptorjäger Mirko Helmdach (M.) scheiterte mehrfach am gut aufgelegten Rene Jahns im PHC-Tor. Martin Giske und Bastian Prieß beobachten die Szene.
Auch Perlebergs Toptorjäger Mirko Helmdach (M.) scheiterte mehrfach am gut aufgelegten Rene Jahns im PHC-Tor. Martin Giske und Bastian Prieß beobachten die Szene.

Wittenberger Handballer deklassieren Gastgeber Blau-Weiß Perleberg beim 41:30 (19:8) im Spitzenspiel der Landesliga Nord

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30. April 2018, 06:21 Uhr

Mit einer Demonstration der Stärke haben die bereits als Staffelsieger der Landesliga Nord feststehenden Handballer vom PHC Wittenberge das Derby gegen den SV Blau-Weiß Perleberg für sich entschieden. Beim 41:30 (19:8) am Samstagabend in der Perleberger Rolandhalle wiesen die Elbestädter die Gastgeber überraschend deutlich in die Schranken.

„Das war eine desolate Leistung von uns. Wir sind überhaupt nicht ins Spiel gekommen, haben nicht unseren gewohnten Schuh gespielt“, schüttelte Perlebergs Spielertrainer Marcel Domagala nach Spielschluss den Kopf. „Im Angriff haben wir ohne Konzept und nicht konsequent agiert und auch das Rückzugsverhalten war schlecht. Im Prinzip hat gar nichts gepasst“, monierte Domagala. Ganz anders war natürlich die Stimmungslage beim sechsfachen Torschützen und PHC-Coach Martin Hückel. „Ich bin stolz auf die Mannschaft und glücklich, dass wir Derby auch deutlich gewonnen zu haben.“

Zweiter gegen Erster, Cheerleader und ein erwartungsfrohes Publikum: Eigentlich beste Voraussetzungen für ein Spektakel. Doch wer von den gut 400 Zuschauern in der Halle eine spannende Partie erwartet hatte, wurde enttäuscht. Nach einer furiosen Anfangsphase und nicht einmal elf gespielten Minuten lag der PHC bereits mit sieben Toren vorn (9:2). Vor allem Tobias Jüchert war von den Blau-Weißen kaum zu bremsen und hatte schon zu diesem Zeitpunkt seine sechs Treffer erzielt. Und während Cezar-Cosmin Cosoi im Tor der Gastgeber kaum einen Ball zu fassen bekam, glänze René „Leo“ Jahns auf der anderen Seite. Spektakulär, wie der Oldie erst einen Siebenmeter von Mirko Helmdachund dann auch noch zwei Nachwürfe von Perlebergs am Ende mit 13 Treffern erfolgreichsten Shouter entschärfte (15.). Und so lagen die Gäste zur Pause mit elf Toren vorn. „Die erste Halbzeit war natürlich Bombe. Wir waren hinten super und haben vorn schnell und erfolgreich gespielt“, freute sich Martin Hückel nicht zu unrecht.

Nach dem Seitenwechsel gönnten sich die Wittenberger eine mentale Auszeit und leisteten sich ungewohnt viele technische Fehler. Dies nutzten die nun Lunte riechenden Blau-Weißen und verkürzten den Rückstand zwischenzeitlich auf sechs Treffer (18:24/ 40.). Doch dann zogen Martin Giske (8 Tore), zusammen mit Patrick Cesla (7) beste PHC-Schützen, und Co die Zügel wieder an und bauten den Vorsprung bis zur Schlusssierene wider auf elf Tore aus.

„In der zweiten Halbzeit haben die vielen, auch unnützen Strafen den Spielfluss gehemmt, obwohl das Spiel überhaupt nicht unfair war“, fand Martin Hückel. Den gleichen Eindruck hatte auch die Mehrheit der Zuschauer, obwohl insgesamt 15 Zeitstrafen sowie Rot für Robert Neudmann (Perleberg/Foulspiel) und David Krabbe (nach der dritten Zeitstrafe) sicher einen anderen Eindruck hinterließen.

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