Fußball : Personeller Umbau gescheitert

Nach zuletzt fünf Spielzeiten in der Landesklasse: In welcher Liga treten Kapitän Patrick Gruel (l.) und Rot-Weiß Gülitz nach dem Rückzug in der neuen Saison an?
Nach zuletzt fünf Spielzeiten in der Landesklasse: In welcher Liga treten Kapitän Patrick Gruel (l.) und Rot-Weiß Gülitz nach dem Rückzug in der neuen Saison an?

Rot-Weiß Gülitz will künftig mehr auf Prignitzer Spieler setzen, bekommt jetzt aber nicht genug für ein Landesklasse-Team zusammen

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02. Juli 2019, 23:43 Uhr

Der Verzicht der Fußballer von Rot-Weiß Gülitz und vom Lindower SV Grün-Weiß auf das Spielrecht in der Landesklasse sorgt weiter für Gesprächsstoff. Warum kam der Rückzug so spät und wie geht es in den Klubs weiter?

„Wir haben in den letzten Wochen und Tagen viel versucht, viele Gespräche geführt, um neue Spieler für einen Generationswechsel in unserem Landesklassen-Team zu gewinnen. Wir hatten Anfang Juni beschlossen, die kommende Saison mit einem großen Kern aus Prignitzer Spielern zu bestreiten. Leider ist uns dies final nicht im gewünschten Maße gelungen. Trotz aller Bemühungen hätten wir wieder wenigstens zwei Spieler aus Berlin holen müssen, weil wir sonst nicht genug gehabt hätten. Das hätten wir machen können, wollten es aber nicht. Denn wir haben die Mannschaft jetzt anderthalb Jahre künstlich durch die Berliner am Leben gehalten. So ehrlich muss man sein“, sagte der bei den Gülitzern für die Öffentlichkeitsarbeit verantwortliche Tony Hoppe.

Den Rot-Weißen blieb keine andere Wahl. „Daher haben wir die Notbremse gezogen und den Landesverband darüber informiert, dass die erste Mannschaft aus der Landesklasse zurückgezogen wird. Im Nachhinein kam die Mail von unserer Seite einige Stunden zu spät, so dass leider schon die Staffeleinteilung vorgenommen wurde. Wir möchten uns auf diesem Wege bei den anderen Teams entschuldigen. Es war nicht unsere Absicht den Spielplan durcheinander zu bringen. Leider wurde die Einteilung in diesem Jahr schneller als gewohnt vorgenommen, wodurch die Landesklasse West nun dezimiert starten muss.“, sagte Hoppe weiter.

Für die Rot-Weißen endet damit nach zuletzt fünfjähriger Zugehörigkeit vorerst das Kapitel Landesklasse. Im Sommer 2010 schafften die Gülitzer erstmals der Sprung in diese Liga. Nach dem Abstieg 2012 gelang zwei Jahre später der Wiederaufstieg.

Wo die Gülitzer in der bevorstehenden Serie starten, das steht noch nicht fest. Möglich ist auf jeden Fall die Kreisliga West. Denn durch den Staffelsieg in der Kreisklasse Nord erwarb sich Rot-Weiß Gülitz II das Spielrecht für diese Klasse.

Ziemlich sicher dürfte nach der Aussage von Tony Hoppe aber sein, dass „die Berliner nicht mehr für uns aktiv sein werden“. Nach „Prignitzer“-Informationen könnte sich auch ein Wechsel des Gülitzers Stephen Wiede zum Landesligisten SSV Einheit Perleberg anbahnen. In Lindow – dort wird das Team ganz zurückgezogen – läuft nach den Berichten in den sozialen Medien bereits der Ausverkauf. Kapitän Philipp Wiese zieht es zu Union Neuruppin ebenso in Landesklasse wie Mojtaba Babakhani und Maximilian Haupt, die mit Aufsteiger Langener SV in Verbindung gebracht werden.

Und Gülitz und Lindow waren nicht die letzten Klubs mit personellen Problemen. Gestern meldete Schwarz-Rot Neustadt II – Staffelsieger der Kreisklasse Süd und Aufsteiger in die Kreisliga – sein Team ab. Der Grund: Nach der Abmeldung einiger Spieler bekam der Verein keine zweite Mannschaft mehr zusammen.

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