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Sport in der Prignitz

24. November 2017 | 12:32 Uhr

Handball : Optimismus trotz Aderlass

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Handball-Verbandsligist Blau-Weiß Perleberg muss im schlimmsten Fall in der neuen Saison auf sieben Spieler verzichten

von
erstellt am 07.Aug.2014 | 08:20 Uhr

Mit lediglich zwei Mannschaften nehmen die Handballer vom SV Blau-Weiß Perleberg den Punktspielbetrieb in der kommenden Saison auf. Neben der männlichen C-Jugend ist nur noch das in der Verbandsliga Nord spielende Herrenteam gemeldet. Das Aushängeschild der Blau-Weißen hat bereits die Vorbereitungen mit einigen personellen Sorgen, aber auch mit jeder Menge Zuversicht aufgenommen.

„Wir sind seit Ende Juli im Training. Am vergangenen Wochenende haben wir ein Trainingslager im Kinder- und Jugenderholungszentrum (KiEZ) Arendsee absolviert, mit dem wir sehr zufrieden waren“, berichtet Perlebergs Trainer Jörg Domagala. Wir, das sind neben Domagala und der neuformierten Mannschaft auch Knut Tonagel, der das Team in der kommenden Saison mitbetreut. „Das Trainingslager war ziemlich hart. In Arendsee wurden uns aber sehr gute Möglichkeiten geboten.“ So standen schweißtreibende Trainingseinheiten im Fitnessstudio oder im Arendsee genauso auf dem Programm, wie teambildende Maßnahmen etwa auf der Bowlingbahn.

Ein schlagkräftiges Team zu formen, darauf liegt für das Duo Domagala/Tonagel künftig das Hauptaugenmerk. Denn mit Patrick Cesla (zurück zum PHC Wittenberge), Andreas Stockmann (zurück nach Hamburg) und Torwart André Jähnigen (zurück zum HC Pritzwalk) haben drei Spieler den Verein definitiv verlassen. Oliver Woelke wird den Blau-Weißen auf Grund seiner Ausbildung in Leipzig kaum noch zur Verfügung stehen. Torwart Stephan Schubert plagt sich mit gesundheitlichen Problemen herum und fällt, wie auch Danilo Helmdach nach einer Operation, vorerst aus.

Bleibt noch die Personalie Mirko Helmdach. „Mirko hat sich auf eigenen Wunsch aus dem Spielbetrieb zurückgezogen, ist aber weiter Mitglied bei uns“, will Jörg Domagala nicht weiter auf die Zukunft des (ehemaligen) Leitwolfes, zuletzt zweimal in Folge Torschützenkönig der Verbandsliga Nord, eingehen.

Andere würden angesichts des Ausfalls eines kompletten Septetts die Flinte ins Korn werden. Nicht so Jörg Domagala. „Wir wollen die jungen Leute aus der ehemaligen 2. Mannschaft ins Team integrieren, damit wir in ein, zwei Jahren wieder eine schlagkräftige Truppe zusammen haben.“ Als Ziel für die bevorstehende Punktspielserie hat der Coach einen einstelligen Tabellenplatz und den Klassenerhalt ausgegeben.

Doch bevor die Perleberger das erste Punktspiel am 13. September (16 Uhr) bei der HSG Havelland bestreiten, stehen noch vier Testspiele gegen Plau (zweimal), Pritzwalk und Neuruppin auf dem Programm. „Die Termine werden wir auf unserer Homepage veröffentlichen“, verspricht Domagala. Und dann steht ja noch die 1. Runde im Landespokal am 5/6. September an, die in Brandenburg erstmals in Turnierform mit je vier Mannschaften ausgespielt wird. Die Sieger ziehen in die zweite Runde ein, bei der in vier Turnieren (je vier Teams) die Finalisten für das Final Four im Dezember ermittelt werden.

Der SV Blau-Weiß Perleberg wurde in die Gruppe 1 mit HSV Bernauer Bären II, SV Berolina Lychen und Brandenburgligist HSV Oberhavel gelost. „Bernau hat sein Team mittlerweile zurückgezogen. So wird das Turnier wohl in Lychen stattfinden. Genaue Informationen habe ich aber noch nicht“, erzählt Jörg Domagala, der den neuen Modus aber befürwortet. „Ich finde die Turnierform gar nicht mal so schlecht. Für die Heimteams ist das natürlich sehr attraktiv, da sie attraktive Gegner bekommen können. Und für die höherklassig spielenden Teams ist der Pokalwettbewerb nicht mehr ganz so aufwendig.“



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