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Fussball : OPR befürwortet neue Regelung

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Aus der Redaktion des Prignitzers

Dürfen künftig bis zu 14 Akteure pro Spiel beliebig eingesetzt werden?

von
erstellt am 11.Aug.2017 | 21:50 Uhr

Künftig könnte es in den Punktspielen der 1. und 2. Fußball-Kreisklasse mehr als drei Auswechslungen geben. Die betroffenen Vereine aus Ostprignitz-Ruppin befürworteten auf ihrer Staffeltagung in Sieversdorf einstimmig, dass künftig bis zu 14 Akteure pro Spiel beliebig eingesetzt werden dürfen.

Ob diese neue Möglichkeiten aber schon für die aktuelle Saison angewendet wird, ist noch offen. Eine solche Neuerung könnte nur im gesamten Fußballkreis eingeführt werden, die Vereine aus den Prignitzer Kreisklasse-Staffeln beraten aber erst am 23. August über diese Idee – vier Tage vor dem ersten Punktspiel. Von Ostprignitz-Ruppiner Vereinen kam bei der Staffeltagung kein Widerspruch. Einhellig war zwar das Votum, die Gründe unterscheiden sich aber.

Auch bei Skeptikern ist aber Konsens, dass es den kleinen und traditionsreichen Vereinen möglichst leicht gemacht werden soll, weiterhin am Spielbetrieb teilzunehmen. Die Idee der Mehrfach-Wechsel ist recht einfach: Gespielt wird natürlich mit elf Mann, dreimal darf eingewechselt werden. Auch die ausgewechselten Spieler dürfen künftig wieder ins Spiel zurück kommen, also wieder eingewechselt werden. Beschränkungen gibt es nicht. Die Schiedsrichter sind aber gehalten, besonders in der Schlussphase taktische Verzögerungen zu vermeiden. Im Altherren-Bereich und bei Kindern ist das nichts Neues.

Profitieren würden davon zum Beispiel Spieler, die eine Pause zum Verschnaufen brauchen, ober auch solche, die mit leichten Verletzungen ausgewechselt werden, nach einigen Minuten aber doch weiterspielen können. Sie sind derzeit für den Rest des Spieles draußen. Auch die eine oder andere Schwachstelle ließe sich vielleicht beheben. Und Hitzköpfe könnten sich einige Minuten abkühlen. Das Wiedereinwechseln ist nur in den untersten beiden Spielklassen erlaubt - so schreibt es der Fußball-Landesverband Brandenburg vor. Damit würde die Neuerung nur in den 1. und 2. Kreisklassen Prignitz/ Ruppins gelten. Im Fußballkreis Südbrandenburg wurde sie schon praktiziert – bei den Männern allerdings nur in der tiefsten, der 2. Kreisklasse.

„Wir würden das begrüßen. Gerade weil unsere Personaldecke nicht so groß ist und wir dann dem ein oder anderen Spieler mal eine Verschnaufpause verschaffen könnten“, sagte Michel Muxfeldt, Abteilungsleiter des SV Quitzöbel aus der 2. Kreisklasse West, auf „Prignitzer“-Anfrage. Zustimmung auch von einem Verein aus der 1. Kreisklasse West: „Das würde ich auch begrüßen“, sagte Alexander Wendler. Trainer des FSV Veritas Wittenberge/Breese II und schloss sich den Argumenten von Muxfeldt an.

Auch die Vereine der Kreisliga waren kürzlich über das Thema Mehrfach-Wechsel informiert worden und hatten keinen Widerspruch geäußert. Sie kommen in dieser Saison nicht in den Genuss, vielleicht aber in der nächsten: Intensiv wird auch die Abschaffung der 2. Kreisklassen diskutiert. Dann wäre die Kreisliga die zweittiefste Spielklasse im Fußballkreis. Neue Einwechselregeln für Kreisklasse-Fußballer könnten noch für diese Saison in Kraft treten, wenn die Prignitzer Vereine am 23. August zustimmen.

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