Handball : Offensivstärke entscheidet Derby

Textilprobe: Der PHCer Patrick Cesla (r.) wird beim Wurfversuch vom Perleberger Spielertrainer Marcel Domagala am Trikot gehalten.
Textilprobe: Der PHCer Patrick Cesla (r.) wird beim Wurfversuch vom Perleberger Spielertrainer Marcel Domagala am Trikot gehalten.

PHC Wittenberge wird beim 34:29 (19:15) gegen Perleberg der Favoritenrolle gerecht

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10. Dezember 2017, 21:42 Uhr

Der PHC Wittenberge wurde seiner Favoritenrolle gerecht. In einem stimmungsvollen und fairen Derby in der bis auf den letzten Platz gefüllten OSZ-Halle besiegte der Tabellenführer den SV Blau-Weiß Perleberg mit 34:29 (19:15).

Die Gastgeber begannen furios. Schon nach 80 Sekunden lagen sie 3:0 vorn. „Das war ein sehr guter Start. Da haben wir gespielt so wie ich mir das vorstelle. Aber das können wir halt nicht das ganze Spiel machen“, sagte PHC-Spielertrainer Martin Hückel. Bis auf 9:3 (9.) zogen die Wittenberger davon. Dann fanden auch die Blau-Weißen mit dem starken Rückraum Marcel Domagala, Mirko Helmdach und Sebastian Lux besser in die Partie und waren beim 12:11 (18.) wieder dran.

In der Folge packten beide Abwehrreihen hart, aber nicht unfair zu. Das einzige etwas gröbere Vergehen – Rene Neuschl zog PHC-Kreisläufer Bastian Priess in der Wurfbewegung den Arm nach hinten – bestraften die Schiedsrichter fünf Minuten vor der Pause mit der Roten Karte für den Perleberger. Das nutzten die Wittenberger noch zu einem Schlussspurt, setzten sich von 16:14 zum 19:15-Halbzeitstand ab.

Nach der Pause begann die spannendste Phase der Partie. Nach 35 Minuten führte der Spitzenreiter 22:16, doch die Gäste kämpften sich heran und witterten beim 22:20 (40.) Morgenluft. Und hätte beim Tempogegenstoß der lange Ball aus der Abwehr den vorn lauernden Robert Neudmann erreicht, wäre es eventuell noch enger geworden. So aber wendete sich wieder das Blatt. Mit jetzt fünf Toren in Folge zum 27:20 (48.) gelang dem Heimteam die Vorentscheidung. Der Sieg geriet nicht mehr in Gefahr.

Waren die Blau-Weißen beim 22:20 angesichts des möglichen Ausgleichs nervös? „Nein, das glaube ich nicht“, sagte Spielertrainer Marcel Domagala. „Wir selbst haben das Spiel verloren. Wir haben teilweise ohne Konzept gespielt“, ärgerte er sich nach den 60 Minuten. Sein Gegenüber gab zu, dass der PHC in dieser engen Phase „schon etwas gewackelt hat“. Doch die Wittenberger konnten sich an diesem Abend auf ihre Angriffswucht verlassen.

Insgesamt zeigte sich Martin Hückel mit seinem Team zufrieden. „Die Abwehr war in der 2. Halbzeit sehr gut. Auch gegen Mirko Helmdach wurde gut verteidigt. Wir haben die Perleberger vielleicht damit überrascht, dass wir ihn nicht von Beginn an kurz gedeckt haben“, erklärte er. Dennoch kam Helmdach auf zehn Tore. Übertroffen nur noch von Martin Giske, der elf Treffer erzielte.

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