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Handball : Nur eine Halbzeit „gezaubert“

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Aus der Redaktion des Prignitzers

Handballer vom PHC Wittenberge scheiden nach 30:38 (16:14)-Niederlage gegen den Oberligisten LHC Cottbus aus dem HVB-Pokal aus

Eine Halbzeit lang schnupperten die Handballer vom PHC Wittenberge an der Sensation . Im Achtelfinalspiel des Landespokals führten die Elbestädter gegen den großen Favoriten, Lausitzer HC Cottbus, zur Pause mit 16:14 Toren. Doch nach dem Seitenwechsel zog der Spitzenreiter der Oberliga Ostsee-Spree die Zügel an und sicherte sich am Ende den erwarteten 38:30-Erfolg und damit den Einzug in die nächste Runde. Erfolgreichste Schützen beim PHC waren Martin Giske (9 Treffer) und Florian Maske (7). Bei den Gästen traf Robert Schulze elf Mal. „In der ersten Halbzeit war es ein super Spiel von uns“, war sich PHC-Vizepräsident Ingo Lipinski mit dem Großteil der begeistert mitgehenden Zuschauer in der vollbesetzten OSZ-Halle einig. „In Halbzeit zwei haben dann die Kräfte nachgelassen. Trotz des Ausscheidens haben unsere Jungs ein gutes Spiel gemacht und sich achtbar aus der Affäre gezogen.“

In der Tat rieben sich die Zuschauer in den ersten 30 Minuten verwundert die Augen. Denn nicht der, allerdings ersatzgeschwächt und mit drei A-Junioren angereiste, Gast dominierte die Partie, sondern der Brandenburgliga-Aufsteiger setzte in dieser schnellen und attraktiven Pokalpartie die größeren Akzente. Nur beim 0:1 lag der LHC einmal in Front, konnte danach die Führungen des PHC bis zum 10:10-Zwischenstand noch postwendend ausgleichen. Dann zogen die Gastgeber, dirigiert von Benjamin Peter auf der Aufbauposition, durch Tore von Florian Maske und zweimal Christian Walenciak auf 13:10 davon (21.). Die Halle glich einem Hexenkessel.

Auffälligster Akteur war Wittenberges Florian Maske. Der zuletzt verletzungsbedingt pausierende Linkshänder konnte sich immer wieder erfolgreich in Szene setzen und war auch vom Siebenmeterpunkt eine sichere Bank. Bis zur Pausensirene gelangen dem 23-Jährigen alle seine sieben Treffer. „In der ersten Halbzeit haben die Jungs wie vorher abgesprochen gespielt und alles richtig gemacht. Wir wollten in der Deckung aggressiv zu Werke gehen und im Angriff den Ball lange halten. Das ist uns gut gelungen“, war auch PHC-Mannschaftbetreuer Gunnar Beuthling mehr als zufrieden mit dem Auftritt seiner Männer.

Im zweiten Abschnitt war von der Dominanz und der Aggressivität in Angriff und Abwehr beim PHC nicht mehr viel zu sehen. Erst fünf Minuten nach der Pause gelang Martin Giske mit dem Treffer zum 17:18 das erste Wittenberger Tor. Nach 45 Minuten hatten die Gäste das Blatt dann endgültig zu ihren Gunsten gewendet, führten zu diesem Zeitpunkt mit 26:20 und brachten den Vorsprung über das zwischenzeitliche 34:25 am Ende locker über die Zeit. „Der Spielfluss war einfach weggebrochen. Wir hatten viel zu viel Angstaktionen, haben den Ball im Angriff nicht laufen lassen und den nun stark haltenden Gästetorwart (Florian Bernd– Anm. d. Aut.) berühmt geschossen. Auch in der Deckung waren wir viel zu unkonzentriert“, lautete die Analyse von Gunnar Beuthling.

LHC-Coach Marcel Linge meinte nach dem Spiel: „Der Pokal ist für uns nicht so wichtig, da wir ja nur Auswärtsspiele haben. Wir wollten die Partie aber als Trainingsspiel nutzen, den Gegner dabei aber nicht unterschätzen. In der ersten Halbzeit haben wir aber zu viel geschludert.“ Die Frage, ob er seinem Team in der Halbzeitpause kräftig die Leviten gelesen hat, verneinte der Cottbuser. „Das haben die Jungs allein gemacht.“ Ausschlaggebend für die Leistungssteigerung seines Teams waren nach Linges Aussage „zwei drei Entscheidungen der Schiedsrichter, die uns zuletzt in einem Punktspiel arg verpfiffen haben, vor der Pause gegen uns. Das haben wir gesagt: okay, jetzt wollen wir das Spiel auch gewinnen.“





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erstellt am 05.Jan.2014 | 23:06 Uhr

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