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Fussball : Nicht überzeugt – aber drei Punkte

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Hans Michael Haase köpft Veritas Wittenberge/Breese in der Fußball-Landesklasse West zum 1:0-Heimsieg gegen Bornim

von
erstellt am 06.Mär.2017 | 08:01 Uhr

Die Fußballer des FSV Veritas Wittenberge/Breese sind in der Landesklasse West in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Allerdings war der ohne Zweifel hochverdiente 1:0 (1:0)-Sieg gegen die SG Bornim vor 110 Zuschauern im Ernst-Thälmann-Stadion keine Ruhmestat. Doch die drei Punkte waren wichtig, denn die Konkurrenz im Kampf um die vordersten Tabellenplätze ließ Federn: Spitzenreiter Hansa Wittstock verlor 1:3 bei Fortuna Babelsberg, Union Neuruppin unterlag dem VfL Nauen 0:1.

Veritas-Trainer Christian Krause war nach den 90 Minuten alles andere als zufrieden. „Wir haben überhaupt nicht das gemacht, was wir uns vorgenommen hatten. Nicht über außen gespielt, stattdessen den Ball durch das Mittelfeld getragen. Als wir einmal doch schnell über die Außen gekommen sind, hat es geklappt“, sagte der Veritas-Coach. Auch seine Spieler verließen nach dem Schlusspfiff den Rasen mit nachdenklichen Mienen.

Die Veritas-Elf, in der diesmal Benjamin Kampehl und Christian Münster die Innenverteidigung bildeten, bestimmte von Beginn an das Spiel und kam zu ersten Chancen. Doch die Versuche verfehlten das Ziel oder wurden abgeblockt. Die bis dahin größte Möglichkeit vergab Sebastian Metschulat, der eine Eingabe von Tobias Bober freistehend am zweiten Pfosten aus fünf Metern über das Tor jagte (35.). Ansonsten sorgten noch zwei Fernschüsse von Tobias Bober für Gefahr.

Die Gäste verteidigten gut, allerdings machten es ihnen die Wittenberger auch nicht sehr schwer. Nach vorn kam von Bornim kaum etwas. Bis plötzlich Willi Stieger frei vor Martin Marx auftauchte und diesen umspielen wollte. Doch der Veritas-Torwart nahm mit flinken Händen dem Angreifer den Ball vom Fuß (38.). Kurz darauf folgte die spielentscheidende Szene: Patrick Waltinger schickte mit einem mustergültigen Diagonalpass aus dem Mittelfeld Marc Michitsch auf dem rechten Flügel und dessen genaue Flanke köpfte Hans Michael Haase wuchtig zum 1:0 ins Tor (44.). Ein Angriff wie aus dem Lehrbuch.

Die Geschichte der zweiten Halbzeit ist schnell erzählt. Die Platzherren waren weiter optisch überlegen, versäumten es aber, mit einem zweiten Treffer für Ruhe in den eigenen Reihen zu sorgen und eine Vorentscheidung herbeizuführen. Bornim wurde etwas mutiger, entwickelte aber nur selten Gefahr im Spiel. Als die Gäste in der Schlussphase alles nach vorn warfen – auch der Torwart rückte mit auf – ergab sich die kurioseste Szene der Partie. Drei Wittenberger liefen auf das leere SG-Tor zu, nur ein zurückgeeilter Abwehrspieler stellte sich ihnen entgegen. Aber diese Chance wurde kläglich vergeben. Stadionsprecher Klaus Mnich brachte es mit seiner Durchsage nach Abpfiff auf den Punkt: „Liebe Zuschauer, wir danken ihnen für den für sie mit viel Aufregung verbundenen Besuch“.

Unaufgeregt kam Christian Münster vom Rasen. „Außenverteidiger habe ich schon mal gespielt, aber Innenverteidigung…nein, das ist nicht mein Ding. Aber ich stelle mich natürlich in den Dienst der Mannschaft“, erklärte er. Der eigentliche Stürmer ließ in der Deckung nichts anbrennen, wurde auch gut unterstützt. „Benja und Martin haben mir gesagt, wo ich hin soll“, dankte er den Routiniers Kampehl und Marx.  



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