zur Navigation springen

Reitsport : Neuer Verein mit großen Zielen

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Robert Bruhns und Anne Voß sportliche Aushängeschilder von Jumping Arena Gadow

von
erstellt am 02.Aug.2017 | 21:09 Uhr

In den Reitsport-Ergebnislisten taucht seit Beginn des Jahres ein neuer Vereinsname auf: Jumping Arena Gadow. Sitz des Sportvereins ist das Schlossgestüt Gadow bei Lanz. Derzeitige sportliche Aushängeschilder sind die Springreiter Robert
Bruhns und Anne Voß.

Vor rund anderthalb Jahren Jahre erwarb Robert Bruhns mit seiner Firma Sportpferde Bruhns die Anlage vom Schlossbesitzer erworben. Der Verein hat sich im Oktober 2016 gegründet und die Gründungsmitglieder haben einstimmig Gadow als Sitz beschlossen. Der endgültige Eintrag in das Vereinsregister erfolgte in der vergangenen Woche.

„Wir streben ein höheres sportliches Niveau an“, begründete Robert Bruhns den
Schritt nach Gadow. Zuvor war er für den PSV Quitzow
am Start. „Wir wollen uns weiterentwickeln und da haben wir diese Chance hier genutzt“, fügte er hinzu. Ihre Chance nutzen möchte auch
gern Anne Voß, die mit ihrer
Mutter Grit – Kassenwartin im neuen Verein – den Weg nach Gadow fand.

Zwei im Parcours erfolgreiche Reitsportler als Grundstein für den Verein. Robert Bruhns ritt in diesem Jahr international und sammelte mit Gepsom unter anderem Weltranglistenpunkte auf der Baltica Tour in Ciekocinko in Nordpolen. Anne Voß startete als Newcomerin mit Gepsom-Sohn Goldeneye bei den Titelkämpfen von Brandenburg in der Halle in der Damen-Konkurrenz, blieb in allen Springen fehlerfrei und wurde auf Anhieb Hallenlandesmeisterin.

Rund um dieses Duo trainieren einige Talente – unter anderem Leonie Schwandt, Lilly Lemke oder Larissa Bohnstedt, die erst kürzlich auf dem Turnier in Beuster zwei Nachwuchsdressurprüfungen gewann – in Gadow. Zuwachs ist willkommen. Aber in Maßen. „Die Mitgliederzahl soll schon in einem überschaubaren Bereich sein. Wir wollen, dass alle an einem Strang ziehen. Sonst wird es vielleicht schwierig“, erklärte Robert Bruhns.

An einem Strang zogen die Mitglieder beim Vereinsnamen. Bei der Gründungsversammlung wurden Ideen gesammelt. Da es sich vorrangig um einen Springverein handelt, sollte das auch im Namen auftauchen. Und dann gern mal in einer englischen Variante. Die Jumping Arena war geboren.

Springen, Dressur, Reithalle, Paddock, Weide – das bietet Jumping Arena Gadow in seinem Vereinsprogramm an. Paddock ist ein Fachbegriff in der Pferdehaltung. Er bezeichnet den graslosen, eingezäunten, zumeist befestigten Auslauf für Pferde. Das Konzept scheint zu passen. „Wir sind sehr zufrieden mit
dem bisherigen Verlauf. Aber auf dem Gelände wird es noch Veränderungen geben“, sagte Grit Voß.

Demnächst eventuell auch eine Reitsportveranstaltung. „Die Idee für ein Turnier gibt es. Unser wichtigstes Vorhaben ist erstmal die Fertigstellung des Reitplatzes. Dann haben wir mit der Abreitehalle direkt daneben beste Gegebenheiten für ein Turnier“, teilte Robert Bruhns mit.

Auch hier mit höheren Zielen: „Es gab Zeiten, da bin ich gern in der Prignitz geritten. In Blüthen, Groß Lüben oder Blumenthal/Grabow. Aber jetzt gibt es hier im Moment kein S-Springen“, kann sich der in Sargleben geborene Bruhns durchaus Prüfungen auf höherem Niveau in Gadow vorstellen.

Für ihn selbst stehen demnächst noch einige anspruchsvolle Aufgaben auf dem Programm. Das MAZ in Mühlengeez oder das Turnier in Forst – beide mit Drei-Sterne-S-Springen. Vielleicht auch noch der Start beim Bundeschampionat. Die Qualifikation dazu hat Bruhns bereits in der Tasche.

Das Erfolgsrezept von Robert Bruhns? „Du bist nur so gut wie dein Pferd. Und umgekehrt“, antwortete er. Dazu kommen ein glückliches Händchen bei der Zucht oder auch der Suche nach Talenten. Nicht zuletzt der Ehrgeiz: „Jedes Jahr ein bisschen besser sein als das Jahr zuvor“, sagte der Springreiter, der seit rund fünf Jahren zusätzlich individuelles Dressurtraining erhält.

Bleibt eine Frage: Sieht der mittlerweile doch erfahrene Reiter Robert Bruhns Talente im Kreis? „Wir haben in der Prignitz guten Reitnachwuchs. Ich möchte nur Lukas Burmeister, Chantal Rose oder Anne Voß erwähnen. Aber man muss die auch fördern“, erklärte er.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen