Laufsport : Moormeile mit Teilnahmerekord

Die Prignitzer Moormeile ist für viele Hobbyläufer das Finale der Saison.  Fotos: Torsten Gottschalk
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Die Prignitzer Moormeile ist für viele Hobbyläufer das Finale der Saison. Fotos: Torsten Gottschalk

Insgesamt 282 Läuferinnen und Läufer sowie Nordic Walker überqueren Ziellinie in Bad Wilsnack / Maximilian Wegert und Yvonne Loock erneut vorn

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22. Oktober 2019, 02:49 Uhr

Tolles Laufwetter, prominente Mitstreiter an und auf der Strecke und eine gute Organisation: Läuferherz, was willst Du mehr? Und dass der gastgebende SV Prignitz Bad Wilsnack/Legde bei seiner 19. Prignitzer Moormeile am Samstag in und um die Kurstadt mit 282 Läuferinnen und Läufern sowie Nordic Walkern erneut einen Teilnehmerrekord aufstellte, rundete die letzte Station der Laufserie um den Prignitzcup 2019 komplett ab. „Eine super Veranstaltung“, attestierte nicht nur der Ehrengast und zweifache Marathon-Olympiasieger Waldemar Cierpinski, der die Teilnehmer als Starter auf die verschiedenen Distanzen schickte, dem Organisationsteam um Roland Feix dann auch eine tolle Arbeit.

Den langen Kanten über 12,4 km gewann Thomas Drößler (Lok Potsdam) in 49:33 Minuten vor Jörg Schulze (Lauftreff Bentwischer Wald/50:22) und Stefan Zick (LC Dosse Wittstock/52:58). „Ich war überrascht, dass mit Stephan Krakow ein starker Konkurrent diesmal fehlte. Thomas Drößler, gegen den ich zuvor zweimal gelaufen bin und davon einmal gewonnen habe, hatte ich gar nicht auf dem Schirm. Aber er ist ein starker Läufer“, gestand Schulze, der nach eigenen Bekunden noch nach sechs Kilometern in Führung lag, später. „Dann hat er einen schnellen Kilometer gemacht und ich konnte nicht mehr mitgehen. Auf den letzten zwei Kilometern war er dann weg. Ich bin zufrieden, aber nicht mit meiner Zeit“, erzählt der 53-Jährige aus dem Wittenberger Ortsteil Lindenberg, der am kommenden Wochenende beim Hubertuslauf in Neuruppin über 27 km antreten will.

Einen starken Auftritt legte auch der Karstädter Hertha-Fußballer Dirk Wernicke hin, der mit einer Zeit von 54:50 Minuten Fünfter wurde und zahlreiche „Spezialisten“ hinter sich ließ. „Wie beim Fußball, man gibt immer alles“, grinste Wernicke hinterher.

Mehrfachsiegerin Yvonne Loock (Einheit Perleberg/ 56:28) erreichte über die lange Distanz bei den Frauen erneut als Erste das Ziel an der Karthanehalle. „Es war wie immer wieder sehr schön in Bad Wilsnack. Ich mag ja dieses Auf und Ab, hier und da mal eine Wurzel. Die Zeit war mir diesmal echt egal. Ich brauchte noch einen langen Lauf, um in die Wertung des Prignitz-Cups zu kommen“, erzählt die derzeit beste Prignitzer Läuferin, die knapp zehn Minuten vor der zweitplatzierten Jessica Eckert (Perleberg/1:05:20h) den Zielstrich überquerte.

„Ich glaube, ich habe die Strecke seit 2016 jedes Mal gewonnen“, sagte Maximilian Wegert (Laufpark Stechlin), nachdem er die 7,8-km-Strecke nach 29:42 Minuten klar als Erster von insgesamt 98 Läuferinnen und Läufern absolviert hatte. „Mein Ziel war es, unter 30 Minuten zu laufen und das ist mir gelungen“, so Wegert. „Ich war die letzten Monate viel dienstlich unterwegs, habe deshalb weniger trainiert und war heute ganz froh, das die Gegner nicht ganz so stark waren“, sagte der aus Groß Woltersdorf bei Gransee stammende Sieger, der Bernd Paproth (Kuhblank/32:10) auf Rang zwei verwies. „Nächstes Jahr bin ich definitiv wieder dabei.“ Schnellste Frau auf der kürzeren Distanz war diesmal Fanny Riese (LG Schwerin/ 36:23), die im Schlussspurt die auf den letzten Metern noch führende Sina Dewarth (Karstädt) knapp abfing.

Gut gelaunt kam auch Bad Wilsnacks Stephan Michelis ins Ziel. Der 42-Jährige hatte mit dem früheren Weltklasseläufer Jens-Peter Herold, Olympia-Dritter 1988 in Seoul über 1500 Meter und zwei Jahre später Europameister über diese Strecke, ja auch prominente Begleitung. „Es hat Spaß gemacht“, so Michelis. Nicht zuletzt auch deshalb, weil es auch aus den eigenen Reihen jede Menge Unterstützung gab. An die 50 Vereinsmitglieder und ehrenamtliche Helfer, vom Streckenposten bis hin zum Verpflegungsteam und der Freiwillige Feuerwehr Bad Wilsnack waren involviert.

„Ich bin froh, dass ich mitgelaufen bin und auch froh, dass die Deckschicht in der Mühlenstraße doch noch rechtzeitig zur Moormeile fertig geworden ist“, meinte Wilsnacks Amstdirektor Torsten Jacob nach der „Stipvisite“ über fast acht Kilometer durch sein Amtsgebiet. „Danke allen Beteiligten für die hervorragende organisatorische Leistung.“

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