zur Navigation springen

Handball : Mittelfeld mit Tendenz nach oben

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Handballer vom PHC Wittenberge starten optimistisch in ihre zweite Saison in der Brandenburgliga

von
erstellt am 06.Sep.2014 | 10:31 Uhr

Mit den Pokalvorrunden für die Frauen und Männer starten die Handballer des PHC Wittenberge heute in die neue Saison. Die Sorgen im Verein sind die alten geblieben, aber die erfolgreiche vergangene Spielzeit, der ersten für die Herren in der Brandenburgliga, hat Verantwortlichen und Akteuren Mut gemacht, sich erneut der Herausforderung zu stellen. Der „Prignitzer“ sprach mit Präsident Andreas Giske und mit dem für den sportlichen Bereich zuständigen Vize-Präsident Ingo Lipinski über den PHC.

„Wir dürfen nicht vergessen, wir haben diese Liga unter erschwerten Bedingungen gehalten. Wir arbeiten mit Leuten, die heimatverbunden sind, aber wo anders einer Tätigkeit nachgehen“, beschreibt Ingo Lipinski einen Zustand, der sich auch bei anderen Prignitzer Vereinen wiederfindet. Und jetzt kommt noch etwas hinzu, was den Verein in seiner Gesamtheit zu schaffen macht: Die Schließung der Allendehalle wegen der Renovierung. „Dadurch werden wir sportlich ausgebremst“, sagt der Vize-Präsident und denkt daran, dass Spiel- und Trainingsbetrieb des PHC demnächst vorübergehend komplett in der OSZ-Halle über die Bühne geht. „Die beiden kleinen Hallen in den Gymnasien sind nicht so geeignet“, ergänzt Präsident Andreas Giske. Aber der PHC hat schon andere Dinge gemeistert und nimmt jetzt erst mal den Schwung aus dem ersten Brandenburgligajahr mit. „Wir haben halt durch die weitesten Fahrtwege eine zusätzliche Belastung, aber das vergangene Jahr hat den Spielern gut getan. Sie haben gemerkt, wo ihre Defizite sind und sie haben sich insgesamt weiterentwickelt“, erzählt Andreas Giske. Der aber auch weiß: „Unsere Spieler sind jetzt auch für höherklassige Vereine interessant geworden.“

Aber da setzen die Wittenberger auf die Bindung ihrer Eigengewächse an den Verein. Und sind bislang damit richtig gefahren. „Matthias Richter hatte jetzt ein Angebot vom HSV Peenetal Loitz aus der Oberliga Ostsee-Spree. Obwohl er dort in der Nähe arbeitet und auch Geld bekommen hätte, hat er abgelehnt und will weiter bei uns spielen“, berichtet Ingo Lipinski nicht ganz ohne Stolz.

Ein wenig Stolz ist auch dabei, wenn es um die beiden Neuzugänge geht. Patrick Cesla (Perleberg) und Benjamin Görtler (Hamburg) sind Rückkehrer, die den Kader von der Qualität, aber auch in der Breite verstärken. „Diese breite Decke tut uns gut. In der vergangenen Saison hatten wir die nicht und haben oft in den letzten zehn Minuten nachgelassen“, erklärt der Vizepräsident. Andreas Giske blickt optimistisch in die Zukunft. „Durch die gute technische Ausbildung der Spieler sind wir flexibler, können verschiedene Systeme spielen“, sagt er.

Sein Präsidiumskollege ist aber auch ein wenig vorsichtig. „Es wird ein schwieriges Jahr. Und wenn es anfangs nicht so läuft, dürfen wir nicht den Kopf hängen lassen. Schon das Auftaktprogramm hat es in sich. Falkensee liegt uns irgendwie nicht. Brandenburg hat sich verstärkt, will nach oben. Und bei Teltow tummeln sich viele ehemalige Potsdamer Spieler“, erklärt Ingo Lipinski. Das soll aber keine vorbeugende Entschuldigung sein. Das Ziel steht: „Mittelfeld mit Tendenz nach oben“, formuliert es Andreas Giske.

Das zu erreichen, dabei sollen die mithelfen, die aus der OSZ-Halle nicht nur einmal die „Hölle Nord“ gemacht haben. „Wir müssen unseren Fans einen enormen Dank aussprechen. Die Halle war oft voll und sie sind auch auswärts mitgefahren, haben uns klasse unterstützt. Da können wir nur sagen: Bitte in der neuen Saison mit dem gleichen Engagement“, lobt Ingo Lipinski die PHC-Anhänger.

Auch das neue Trainergespann Detlef Bebber/Martin Hückel hat das Vertrauen des Präsidiums. „Klar, sie müssen sich noch finden, sind aber auf einem guten Weg“, sagt der Vize-Präsident, der die Zusammensetzung mit einem Trainer und einem Spieler gut findet. Vor allem aber: „Ich finde es gut, das Martin Hückel gesagt hat, ich stelle mich der Verantwortung.“ Andreas Giske erwartet, dass jetzt auch viele Impulse aus der Mannschaft kommen.

Wie sieht es sonst beim PHC aus? „Im Nachwuchsbereich sind wir so gut aufgestellt wie lange nicht mehr. Da leisten Torsten Peter und Kurt Zimmermann sehr gute Arbeit. Im weiblichen Bereich haben wir Defizite. Die Damen mit Spielertrainerin Anne Neutmann sind eine junge Truppe. Aber Anne macht das gut“, antwortet Ingo Lipinski. Der auch froh ist, dass die zweite Mannschaft jetzt über einen größeren Kader verfügt. Der wird zwar in der Kreisliga mit nur fünf Mannschaften in den insgesamt acht Partien nicht viel Spielpraxis bekommen, soll aber Talente wie André Walter langsam heranführen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen