Mit Wut im Bauch zum Sieg

Nach einer Steigerung in der zweiten Hälfte siegten Christoph Böcker (l.) und der PHC Wittenberge noch recht deutliche gegen die SG Westhavelland.
Nach einer Steigerung in der zweiten Hälfte siegten Christoph Böcker (l.) und der PHC Wittenberge noch recht deutliche gegen die SG Westhavelland.

Handballer des PHC Wittenberge gewinnen nach schwacher erster Halbzeit noch 32:25 (12:15) gegen die SG Westhavelland

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03. März 2019, 22:24 Uhr

Selten passt der Ausdruck von den zwei Gesichtern so gut wie zum Auftritt der Handballer des PHC Wittenberge im Verbandsliga-Heimspiel gegen die SG Westhavelland. Nach 30 schwachen und auch hektischen Minuten runzelte so mancher Fan angesichts des 12:15-Rückstands gegen die nur mit sechs Feldspielern angetreten Gäste die Stirn. Doch das Runzeln wich nach dem Wechsel der Begeisterung. Durch einen jetzt endlich couragierten Auftritt wendeten die Gastgeber das Blatt und kamen noch zu einem verdienten 32:25-Erfolg.

Zu Beginn verlief die Partie ausgeglichen. Zunächst führte der PHC knapp, dann die Gäste. Doch schon in dieser Phase sorgte der ein oder andere Pfiff des Schiedsrichtergepanns Uwe Markgraf/KlausMuchow für Unruhe bei beiden Mannschaften. Im weiteren Verlauf der ersten Hälfte kam das aufrechte Häuflein der sechs Westhavelländer damit besser klar. Und baute seine Führung langsam aus.

„Die beiden Schiedsrichter hatten zuvor auch das Spiel unserer zweiten Mannschaft gepfiffen. Ich habe ihnen gesagt, sie müssen eine klare Linie pfeifen, sonst bekommen wir in unserem Spiel Probleme“, sah sich PHC-Coach Steffen Tonello in seinen Befürchtungen bestätigt. Seine Spieler fühlten sich mitunter sehr benachteiligt, protestierten. Die Folge: Der Spielfluss ging völlig verloren und es häuften sich Zeitstrafen wegen Meckerns. So auch für Tobias Jüchert, der erst die Rote Karte und dann die Blaue Karte (zieht eine Spielsperre nach sich) sah.

Wie aber die Wittenberger dann nach der Pause wiederkamen, das verdient große Anerkennung. Jetzt war Tempo im Spiel. Mit sechs Toren innerhalb von vier Minuten durch Sebastian Könning (5) und Patrick Cesla wandelte der PHC das 12:15 in ein 18:15 um.

„Wir hatten schon Wut im Bauch. In der Pause sind wir runtergekommen und haben uns gesammelt. Dann lief es besser“, erklärte Steffen Tonello das neue Gesicht seines Teams in der zweiten Hälfte. Das auch jetzt das Heft nicht mehr aus der Hand gab. Zunächst blieben die Gäste noch dran, doch dann schwanden bei ihnen die Kräfte. Beim 31:22 war die Entscheidung gefallen.

Am kommenden Samstag kommt der Tabellenzweite 1. VfL Potsdam II in die OSZ-Halle. Dann sollte der PHC aber besser nur das Gesicht der zweiten Hälfte gegen Westhavelland zeigen.

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