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Rallyesport : Mit Tempo 190 durch den Wald

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Wittenberger Rallyefahrer Wolfgang Meierholz und Co-Pilot Marco Schröder fahren bei Rallye in Wittenberg auf Rang 3

Der Wittenberger Rallyefahrer Wolfgang Meierholz und Co-Pilot Marco Schröder (Kemberg) sind bei der 51. ADMV Generali Rallye in Lutherstadt Wittenberg auf das Treppchen gefahren. Das Duo belegte auf dem Mitsubishi Evo 6 nach 116 Kilometern, darunter sechs Wertungsprüfungen mit 35 km, den 3. Gesamtrang.

Damit übertraf das Team das im Vorfeld selbst gesteckte Ziel von Platz fünf bis zehn. „Wir sind sehr zufrieden“, sagte dann auch Wolfgang Meierholz. Dabei war der Wittenberger anfangs überrascht von den Bedingungen beim – wie er es nennt – „Klassiker des Jahres“. Mussten sich die Teams wegen des frühen Termins bislang oft auf Schlamm, Glätte und Eis einstellen, war diesmal alles anders. Trockenheit. „Die Strecken waren an mehreren Stellen zerstört“, meinte Meierholz zu den 27,2 Kilometern auf Schotter und 10,8 Kilometern auf Asphalt.

Stört einen richtigen Rallyefahrer nicht. Meierholz (zwischen 1999 und 2009 vier mal Gesamtsieger) und Marco Schröder lieferten sich ein Duell mit den Franken Michael Dinkel und Michael Bayer sowie Raphael Ramonat aus Thüringen und Heinke Möhrpahl aus Hamburg (beide Teams auf einem Evo 7). Der starke Finne Jaakko Keskinen trat nicht in Wittenberg an.

Die dritte Prüfung der Rallye bei Braunsdorf war für alle Teams neu, sie erforderte gleichermaßen Mut und Können auf den schnellen Waldpassagen. „Da ging es mit bis zum 190 Stundenkilometer durch den Wald. Ich habe gestaunt, dass da nichts passiert ist“, schilderte Wolfgang Meierholz seine Eindrücke. Nach dieser Prüfung führte Ramonat mit 7,3 Sekunden Vorsprung auf Dinkel, während Meierholz 16,9 Sekunden zurück lag. „Wenn wir da so richtig mithalten wollten, dann müssten wir unseren Wagen noch nachrüsten“, erklärte der Wittenberger den Abstand zur von der Motorleistung her stärkeren Konkurrenz.

Dieser Rückstand war mehr als nur eine Vorentscheidung. Doch es sprang ein guter 3. Platz heraus. Die Ausfallquote bei der gut organisierten Rallye blieb niedrig: 56 der 73 gestarteten Teams passierten die Zielkontrolle direkt vor dem weltberühmten Luther-Haus.

„Ein dickes Lob gehört auch meinem Mechanikerteam aus Berlin um Andre Raupach. Sie haben einen guten Job gemacht, der Wagen war prima abgestimmt“, bedankte sich Wolfgang Meierholz bei seinen „Schraubern“, die ja oft genug die entscheidende Arbeit am Rallyefahrzeug leisten.


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erstellt am 03.Apr.2014 | 08:46 Uhr

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