Handball : Mit blauem Auge davongekommen

Der Pritzwalker Johannes Rusch (l.) stört entschlossen und auch erfolgreich den Angriffsversuch des PHC-Spielers Patrick Cesla.
Der Pritzwalker Johannes Rusch (l.) stört entschlossen und auch erfolgreich den Angriffsversuch des PHC-Spielers Patrick Cesla.

Favorit PHC Wittenberge quält sich zum 25:24-Sieg bei starken Pritzwalkern

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11. März 2018, 22:37 Uhr

Der Tabellenführer wankte, aber er fiel nicht. Mit einer Energieleistung in den letzten fünf Minuten kamen die Handballer des PHC Wittenberge in der Landesliga Nord zum schmeichelhaften 25:24 (13:12)-Auswärtssieg beim HC Pritzwalk.

Während der gesamten 60 Minuten begegneten sich in der gut gefüllten Quandthalle zwei Teams auf Augenhöhe. Der Vorletzte zeigte sich sehr engagiert und gut eingestellt. Der Tabellenführer dagegen wirkte nicht richtig wach und fand schwer ins Spiel. Doch am Ende zogen die Wittenberger den Kopf noch einmal aus der Schlinge und nahmen beide Punkte mit Den Pritzwalkern blieb dagegen nur Beifall und Schulterklopfen.

„Respekt, Lob und Anerkennung bringen uns gar nichts. Wir brauchen Punkte und die hatten wir uns diesmal mehr als verdient. Ich bin stolz auf meine Mannschaft, aber absolut enttäuscht, dass wir uns nicht belohnt haben“, sagte dann auch HC-Coach Sebastian Wienke.

Sein Gegenüber sparte nicht mit Kritik am eigenem Team. „Alles in allem leider mal wieder eine enttäuschende Leistung von uns. Wir rennen nun bereits seit mehreren Wochen unserer Normalform hinterher. Wenig Lauf- und Einsatzbereitschaft, etliche Fehlwürfe und Fehler vermiesen uns jedes Mal ein besseres Ergebnis. Ich mache dies eindeutig an der schlechten Trainingsmoral fest. Wenn man kaum miteinander trainiert, kann auch kaum Ansprechendes im Spiel umgesetzt werden“, erklärte PHC-Spielertrainer Martin Hückel.

Dabei sah es gegen Ende der ersten Halbzeit so aus, als wenn der Favorit Oberwasser bekommen sollte. Denn er hatte zunächst aus einem 7:11 ein 11:11 gemacht und lag zur Pause mit einem Tor vorn. Doch die Gastgeber ließen nicht locker. Nach dem 12:14 legten sie einen 7:0-Lauf zum 19:14 hin. In dieser Phase verzweifelten die PHC-Angreifer am sehr gut aufgelegten HC-Torwart André Jähnigen. Und selbst fünf Minuten vor Schluss durften die Pritzwalker beim 23:21 noch vom Überraschungserfolg träumen. Dann aber wendeten Tobias Jüchert, Konrad Naumann, Markus Walter und Martin Giske (mit seinem insgesamt zehnten Tor) das Blatt.

„Ich fand die Leistung des PHC nicht schwach, sondern genauso konstant wie das letzte halbe Jahr. Ohne ihre brandenburgligaerfahrenen Führungsspieler Martin Giske, Patrick Cesla und Tobias Jüchert wäre diese Mannschaft derzeit nicht siegfähig. Aber ein Martin Giske – für mich diesmal der entscheidende Mann – kann Spiele auch allein zu Gunsten seiner Farben entscheiden. Ein Dank an alle Spieler und Zuschauer für ein spannendes, stimmungsreiches, aber immer faires Derby“, zog Wienke sein Fazit.

„Wir sind sprichwörtlich mit einem blauen Auge davon gekommen. Pritzwalk hat eine gute Leistung gezeigt und wohl an der oberen Leistungsgrenze gespielt. Wir hingegen leider deutlich darunter. Der Pritzwalker Torwart hat sich in einen wahren Rausch gespielt. Mindestens einen Punkt hätten sie verdient gehabt. Zum Schluss hat uns der Ehrgeiz und die Umstellung zur 5:1-Deckung den Erfolg gebracht. Zum Glück. Es muss sich trotzdem was ändern...“, sagte Martin Hückel.




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