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Fussball-Landesklasse West : Metschulat rettet einen Zähler

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Veritas Wittenberge/Breese nach hektischer Schlussphase 3:3 (2:1) gegen den TSV Treuenbrietzen

von
erstellt am 02.Okt.2017 | 04:35 Uhr

In einem insgesamt enttäuschenden Spiel der Fußball-Landesklasse West trennten sich FSV Veritas Wittenberge/Breese und der TSV Treuenbrietzen mit 3:3 (2:1). Lediglich die Schlussphase mit erhitzten Gemütern auf und neben dem Feld, einer gelb-rote Karte und dem Ausgleich für den Gastgeber mit dem Schlusspfiff entschädigte die 130 Zuschauer im Ernst-Thälmann-Stadion ein wenig.

Nach einer unspektakulären Anfangsphase erlaubten sich die Wittenberger eine erste Schwäche. Ein TSV-Eckball fällt dem frei stehenden Philip Müller vor die Füße und der verwandelt zum 0:1 (16.). Jetzt zeigte die Heimelf eine Trotzreaktion. Sie erkannte die linke Abwehrseite der Treuenbrietzener als Schwachstelle und nutzte das. Marc Michitsch erlief ein Zuspiel – der TSV reklamierte abseits – und passte nach innen. Dort brauchte Sinan Dabirifard (26.) nur noch zum 1:1 einzuschieben. Neun Minuten später führte ein weiterer Angriff über rechts zu einer Ecke von links. Den ersten abgeblockten Versuch flankte Tobias Bober in Richtung Strafraum. Und der Ball segelte an allen vorbei zur 2:1-Pausenführung ins Netz.

Nach dem Wechsel vergab Veritas eine Doppelchance zum möglichen 3:1. Die Strafe folgte prompt. Erneut stimmte die Zuordnung bei einem TSV-Eckball nicht, ungehindert erzielte Martin Lüdicke (53.) das 2:2. Kurz darauf geht ein Gäste-Freistoß an die Latte, doch nur zwei Spieler aus Treuenbrietzen setzen nach und Pit Päpke köpft das 2:3 (59.).

Die Partie wurde hektischer. Veritas-Keeper Martin Marx bewahrte seine Elf in zwei Szenen vor dem 2:4. Auf der Gegenseite sprang einem TSV-Akteur der Ball im Strafraum an die Hand. Schiedsrichter Tobias Schröder (Pritzwalk) pfiff in dieser umstrittenen Szene nicht. Dann wurde Christoph Nitsche bei einem Vorstoß hart angegangen, fiel unglücklich auf das Knie und schied verletzt aus. Nach Spielende wurde er ins Krankenhaus gebracht. Veritas-Trainer Manuel Roeseler protestierte vehement (nicht nur er hatte ein Foulspiel an Nitsche gesehen), musste daraufhin den Innenraum verlassen.

Bei einem Zweikampf fühlte sich Erik Nähte von Marc Michitsch gefoult und setzte ungestüm nach. Sie gerieten aneinander. Schröder zeigte beiden die gelbe Karte, was für Michitsch gelb-rot bedeutete (87.). Hier wäre dem Unparteiischen ein wenig mehr Fingerspitzengefühl zu wünschen gewesen. Für ein halbwegs versöhnliches Ende sorgte der 3:3-Ausgleich von Sebastian Metschulat in der vierten von fünf Minuten Nachspielzeit.

„Im Prinzip sind wir selbst schuld, wenn wir drei Tore bei drei Standardsituationen kassieren. Du gerätst in Rückstand, kommst wieder, führst 2:1 und dann passt du zweimal in kurzer Zeit nicht auf“, ärgerte sich Veritas-Trainer Christian Krause. Auch er verstand die ein oder andere Schiedsrichter-Entscheidung gegen Spielende nicht, „aber das war nicht spielentscheidend“.

 



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