Handball : Mehr als teuer verkauft

Christoph Böcker wird dem PHC nach seiner gegen Bad Liebenwerda erlittenen Schulterverletzung voraussichtlich längere Zeit nicht zur Verfügung stehen.
Christoph Böcker wird dem PHC nach seiner gegen Bad Liebenwerda erlittenen Schulterverletzung voraussichtlich längere Zeit nicht zur Verfügung stehen.

Wittenberger Handballer nach Sieg und Niederlage aus dem Landespokal ausgeschieden

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15. November 2015, 12:00 Uhr

Für die Handballer vom PHC Wittenberge ist der Traum vom Final Four leider geplatzt. Beim Landespokal-Viertelfinalturnier der Gruppe 4 in Premnitz zogen die personell stark ersatzgeschwächt angereisten Elbestädter durch den 22:14-Erfolg gegen den HC Bad Liebenwerda ins Endspiel ein. Hier unterlag der PHC dann der HSG RSV Teltow/Ruhlsdorf mit 20:25. Beide Partien gingen über 2x20 Minuten.

Trotz der verpassten Chance auf die Endrundenteilnahme im Brandenburger Landespokal überwog bei PHC-Trainer Marcin Feliks die Freude über das Auftreten seines Teams. „Ein ganz großes Lob an die Mannschaft. Sie hat im Vergleich zu den vorherigen Punktspielen wie ausgewechselt gespielt. Vor allem die Art und Weise, wie die zusammengewürfelte Truppe aufgetreten ist, hat mir sehr imponiert“, lobte der Wittenberger Coach. „Jeder hat für den anderen gekämpft. Wir waren ganz dicht dran. Schade, am Ende hat es nicht ganz gereicht.“

Schon die Vorzeichen für ein erfolgreiches Abschneiden der Wittenberger waren alles andere als rosig. Mit Tobias Jüchert, David Krabbe, Benjamin Görtler, Martin Giske, Chris Rosentreter und Benjamin Peter musste Feliks gleich auf sechs Stammkräfte verzichten. Zum Glück für den Coach stellte sich Martin Hückel trotz noch nicht überstandener Grippe zur Verfügung und Christian Walenciak reiste der Mannschaft nach der Arbeit mit dem Auto hinterher, um wenigstens beim zweiten Spiel dabei zu sein.

Mit Hannes Fieseler, André Walter und Sebastian Könning wurden so drei Spieler aus der zweiten PHC-Mannschaft ins (Pokal)Wasser geworfen. Und ob die Personallage noch nicht angespannt genug wäre, verletzte sich Christoph Böcker im ersten Spiel gegen Bad Liebenwerda nach einem Foul bereits in der vierten Minute so schwer an der Schulter, dass er ins Krankenhaus eingeliefert werden musste. Trotzdem zeigte der PHC eine starke Leistung, führte zur Pause mit 11:5 und baute den Vorsprung bis zum Abpfiff auf 22:14 aus.

Im entscheidenden Spiel gegen Teltow/ Ruhlsdorf zeigte vor allem André Walter sein großes Talent und war mit sechs Treffern bester Schütze seines Teams. „Er hat in beiden Spielen stark gespielt“, lobte Marcin Feliks, dessen Team zur Pause mit 9:12 zurück lag, den Youngster.

In der hektischen Schlussphase setzten die Wittenberger angesichts des fortwährenden 3-Tore-Rückstandes dann alles auf eine Karte und stellten auf Manndeckung um. Doch gerade in entscheidenden Situationen verloren die Schiedsrichter laut PHC-Coach „völlig den Faden.“ So war das Pokalaus besiegelt.

„Ich hoffe nun, dass die Jungs diese Leistung und das gezeigte Engagement auch in den nächsten Punktspielen abrufen werden“, sagt Marcin Feliks. Und zur Verletzung von Christoph Böcker meinte der Coach: „Wir müssen nun erst einmal den MRT-Befund abwarten. Ich befürchte aber, dass Christoph länger ausfallen wird.“

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