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Eisenbahnerturnier : Mario Neumitz dominiert

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Rekordteilnehmerzahl beim Eisenbahnerturnier fordert die Turnierleitung / 118 Aktive spielen in vier Klassen um den Sieg

Insgesamt 118 Teilnehmer gingen beim 46. Eisenbahner-Tischtennisturnier des ESV Wittenberge an den Start. Ein neuer Rekord – Da kann die Turnierleitung schon mal ins Wanken kommen. Wenn dann noch technische Probleme dazu stoßen und erst der dritte spontan herbeigeschaffte Drucker Abhilfe schafft, ist eine solche Verspätung erklärbar.

Dennoch gab ESV-Abteilungsleiter Jan Sawallisch bei der Siegerehrung um 21.30 Uhr zu Protokoll, „dass wir beim kommenden Turnier möglicherweise eine Begrenzung einführen müssen.“ Bis zu diesem Zeitpunkt sahen Aktive und Zuschauer in der OSZ-Halle zwölf Stunden zum Teil spektakuläre Ballwechsel.

In der allgemeinen Klassen sorgten die Prignitzer in der Vorrunde für viele positive Überraschungen. So wurde der ESVer Ruben Lau gar Gruppensieger vor guten Berliner und Potsdamer Spielern. Lau war es auch, der die Prignitzer Fahnen am längsten hochhielt und erst im Achtelfinale an Andreas Schulze (Neustadt) scheiterte.

Die spektakulärsten Partien bot das Halbfinale. Hier sorgte der neue „Serientäter“ Mario Neumitz (TSV Tangermünde) mit einem überraschend klaren 3:0 über Steven Grzybek (TSV Chemie Premnitz) für den erneuten Finaleinzug. Im anderen Semifinale spielten sich der Potsdamer Maik Herwig und der Nauener Steven Jark in einen wahren Rausch. Topspin gegen Topspin, beide weit vom Tisch entfernt, da kamen die Zuschauer nicht aus dem Staunen heraus. Am Ende siegte der offensivstärkere Jark knapp mit 3:2.

Das Spiel um Platz drei wurde ebenfalls eine knappe Angelegenheit. Grzybek konnte dem Biss von Herwig nicht genug entgegensetzen und so holte sich der Potsdamer mit einem 3:1 den Platz auf dem Treppchen. Das Finale war eine klare Angelegenheit. Neumitz beherrschte den Nauener Jark, dessen Kraftverlust nach dem Halbfinale spürbar war, nach Belieben und sicherte sich mit 3:0 verdient den Titel.

„Es war seltsam. Eigentlich hatte ich heute gar keine Lust zu spielen, aber manchmal spielt man dann auch etwas lockerer. Der Einzug ins Finale ist unter den Umständen eine tolle Sache und ich bin voll zufrieden“, sagte Steven Jark zu seinem Abschneiden.

Im überschaubaren Feld der Jugend tummelten sich nur acht Teilnehmer, darunter mit Jose-Lucas Kersten auch nur ein Wittenberger, der am Ende auf dem sechsten Rang landete. Der Titel wurde bei Spielgleichheit durch einen Satz Unterschied gewonnen und ging an Max Zickert (Neustadt). Zweiter wurde Nico Piontek vor seinem Bruder Rayko (beide Premnitz).

Auch bei den Senioren über 40 blieb eine Prignitzer Überraschung aus. Die Favoriten dominierten das Turnier. Im Halbfinale standen sich Sebastian Gatzke und Rico Jost (beide VfL Schwerin) sowie Klaus Birkner (SV Hohenmölsen) und Tilo Jastram (TSG Ludwigslust) gegenüber. Die Favoriten Jost und Birkner setzten sich durch und zeigten den Zuschauern ein sehr attraktives Finale. Mit 3:2 sicherte sich Jost knapp den Titel, während im Spiel um Platz 3 Gatzke gegen den Ludwigsluster Jastram die Oberhand behielt.

Die Konkurrenz derSenioren über 55 hatten es in diesem Jahr in sich. Viele Favoriten scheiterten vorzeitig, den Prignitzer Mitfavoriten Klaus Wendekamm (ESV Wittenberge) erwischte es schon im Achtelfinale beim 2:3 gegen Jörg Meier (SSV Gardelegen). Das Halbfinale bestritten der Rostocker Klaus Kluth und der nimmersatte Titeljäger Ullrich Kraft (Hagenower SV). Der Hagenower setzte gekonnt seine Noppe ein, ließ die Rückhandschüsse von Kluth gar nicht erst zur Entfaltung kommen und siegte 3:0. Auch im anderen Halbfinale gab es deutliches 3:0 von Wolfgang Umbescheidt gegen den Gardelegener Meier. Kluth sicherte sich den Bronzerang.

Das ansehnliche Finale bot viel Spannung, aber wieder einmal setzte sich der sympathische Hagenower Kraft durch. Den Ehrenpokal für den ältesten Teilnehmer erhielt der Rostocker Hans-Joachim Blümel, der mit 82 Jahren gerade rechtzeitig von der Senioreneuropameisterschaft zum ESV-Turnier kam.

Die Veranstalter erhielten viel Lob. „Das Turnier hat Spaß gemacht, daher kommen wir auf jeden Fall wieder. Mein Sohn bekam noch einen Pokal als jüngster Teilnehmer und durfte spontan bei dem Turnier mitmachen. Das gibt es bei anderen Veranstaltern nicht“, erklärte zum Beispiel Ives Stemme vom TSV Chemie Premnitz.

Das werden die Wittenberger mit Freude zur Kenntnis genommen haben. Aber irgendwann sind die Grenzen erreicht. Das machte auch Jan Sawallisch noch einmal deutlich: „Die Teilnehmerzahl ist einfach zu hoch gewesen, das ging organisatorisch über unsere Grenzen hinaus. Alle Tische waren zu jeder Zeit belegt, dennoch waren die Wartezeiten immens und das Turnier erst um 2130 Uhr vorbei. Wir müssen uns Maßnahmen, zum Beispiel unterschiedliche Startzeiten, Ausdehnung des Turniers auf zwei Tage, oder verschiedene Startzeiten der Altersklassen oder eine Teilnehmerbegrenzung, überlegen und dann handeln. So geht es nicht noch einmal.“

 

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