Kreissportbund : Lücke im Haushalt gefährdet KSB-Stelle

Birka Eschrich mit dem Ehrenwimpel des Kreissportbundes Prignitz e.V.
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Birka Eschrich mit dem Ehrenwimpel des Kreissportbundes Prignitz e.V.

Aber Beiträge für Vereine bleiben unverändert

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09. März 2015, 11:57 Uhr

Es war schon ein illustrer Kreis, der der Einladung des Kreissportbundes (KSB) Prignitz zur Mitgliederversammlung 2015 nach Perleberg in das Hotel „Stadt Magdeburg“ gefolgt war. Lediglich 20 Vertreter von Vereinen und Verbänden – im KSB Prignitz sind 123 Vereine organisiert – erfuhren erfreuliche und weniger erfreuliche Dinge. Die wohl wichtigste Nachricht: Durch die bislang noch fehlende Zusage des im Haushaltsentwurf für 2015 vorgesehenen Lohnzusatzes ist die Stelle von KSB-Geschäftsführer Holger Lattorff gefährdet.

„Wir haben in der kommenden Woche Gespräche mit dem Landessportbund und dem Landkreis“, sagte die KSB-Vorsitzende Birka Eschrich. Dort sollen die Weichen gestellt werden, dass die rund 15 000 Euro doch noch auf der Habenseite in den Haushalt einfließen sollen. Einzelne Vereinsvertreter befürchteten, dass dann ihre Clubs zur Kasse gebeten werden. In Form einer Erhöhung der Mitgliedsbeiträge.

Dem erteilte Birka Eschrich eine klare Absage: „Es gibt keine Beitragserhöhung.“ Das wurde später dann von der Versammlung auch beschlossen. Somit sind die Beiträge seit 2005 nicht mehr angehoben worden. Doch zurück zum finanziellen Problem des KSB. Was passiert, wenn die Gelder nicht fließen? „Dann muss ich dem Geschäftsführer erstmal kündigen. Bis das Geld da ist“, antwortete Birka Eschrich.

Also hängt jetzt viel von den bevorstehenden Gesprächen ab. Bekommt der KSB den Lohnzusatz, ist der Haushalt für 2015 ausgeglichen. Falls nicht, entsteht abzüglich der KSB-Rücklagen von 5600 Euro eine Lücke im Plan von rund 10 000 Euro.

Zu den positiven Nachrichten: Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Zahl der im KSB organisierten Sportler um 148 von 8955 auf jetzt 9103 (Stand 1. Januar 2015) erhöht. Dabei haben noch nicht alle 123 Vereine ihre Bestandserhebungsbögen abgegeben. „Es waren vor allem der SchwimmClub Delphin Wittenberge und die Fußballabteilung von Eiche 05 Weisen, die Zuwachs zu verzeichnen hatten“, erklärte Birka Eschrich auf die Nachfrage, welche Clubs dafür verantwortlich seien.

Von den 9103 Mitgliedern sind 6927 über 18 Jahre alt. Das Durchschnittsalter des KSB-Mitglieds beträgt 48,5 Jahre. „Dem müssen wir Rechnung tragen, aber dabei den Nachwuchs nicht vernachlässigen“, sagte die Vorsitzende, die nach dem Bericht der Kassenprüfer mit ihrem Vorstand einstimmig entlastet wurde. Und um den Nachwuchs wird sich gekümmert: Die Aktionen Kooperation Schule – Verein sowie die Kreis-, Kinder- und Jugendspiele laufen gut.

Wieder aufgelegt wurde der Goldene Plan Brandenburg. Das berichtete Holger Lattorff. Allerdings mit dem Passus, dass bei einer bewilligten Maßnahme (Instandsetzung, Verschönerung) 25 Prozent der Gesamtkosten als Eigenbeteiligung beizusteuern sind. „Pro Kreis sind fünf Anträge möglich. Und bei uns waren es mit den Reitvereinen aus Eldenburg und Putlitz, dem Wassersportverein Wittenberge und den Pritzwalker Vereinen FHV und SV genau fünf“, sagte der Geschäftsführer. Diese Anträge werden derzeit im Finanzministerium geprüft.  

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