Sportpolitik : LSB hilft Vereinen in Not

Ein symbolisches Bild: Der einzelne Verein wird durch den Verband gestützt.
Ein symbolisches Bild: Der einzelne Verein wird durch den Verband gestützt.

Clubs können auf Formular finanzielle Probleme schildern

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30. März 2020, 20:42 Uhr

Sportvereine des Landes Brandenburg, die durch die Corona-Pandemie in Not geraten und in ihrer Existenz bedroht sind, können Unterstützung beantragen. Der Präsident des Landessportbundes Brandenburg (LSB), Wolfgang Neubert, hatte den Vereinen Hilfe in Aussicht gestellt.

Jetzt hat der LSB auf der Grundlage der ersten eingegangenen Vereinsanfragen ein einheitliches Formular entwickelt, mit dem sich in Not geratene Vereine ganz unkompliziert mit ihren Problemen an ihn wenden können. Damit kann sich der LSB einen konkreten Überblick verschaffen und so anschließend in Zusammenarbeit mit dem Brandenburger Ministerium für Bildung, Jugend und Sport bestmögliche Hilfeleistungen erarbeiten.

Auf dem Formblatt müssen die Vereine drei Fragen beantworten: Welche nachweisbaren und prüfbaren coronabedingten Einnahmeausfälle führen zur Notsituation? Welche coronabedingten unverschuldeten Kosten sind entstanden, die nicht abgewendet oder anderweitig abgedeckt werden können? Welche unabwendbaren Kosten sollen unterstützt werden?

Für den Bereich der Personalkosten gilt laut LSB-Mitteilung dabei: Für Angestellte ist Kurzarbeitergeld bei der Agentur für Arbeit zu beantragen. Selbstständige Honorarkräfte können eigenständig Anträge stellen. Übungsleiterkosten dürften wegen der Einstellung des Sportbetriebes nicht entstehen.

„Ich glaube, dass aus der Prignitz nur ein oder zwei Vereine davon Gebrauch machen werden. Zum Beispiel der SV Drehscheibe in Pritzwalk, der ein großes Kurssystem hat“, denkt Birka Eschrich, Geschäftsführerin des Kreissportbundes (KSB) Prignitz an den Pritzwalker Club mit seinen vielen Rehabilitations- und Präventionskursen. „Aber“, fügt sie hinzu, „ich kann die Vereine immer nur motivieren, diese Hilfen anzunehmen. Allerdings läuft bei den meisten Prignitzer Vereinen alles über das Ehrenamt. Einen Honorartrainer gibt es meines Wissens hier im Kreis nicht.“

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