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Leichtathletik : Leidensfähigkeit bewiesen

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Zahlreiche Prignitzer Läufer beim 44. Rennsteiglauf mit Top-Resultaten / Yvonne Loock und Jörg Schulze im Spitzenfeld platziert

Zur 44. Auflage des GutsMuths-Rennsteiglaufes kamen 16 412 Läuferinnen und Läufer aus 26 Nationen in den Thüringer Wald. Das bedeutete neuen Teilnehmerrekord für Europas größten Crosslauf und den Kult-Lauf des Ostens der Republik. Damit nicht genug, wurde die Marathon-Strecke kürzlich zum wiederholten Mal zum „Beliebtesten Marathon Europas“ gewählt.

Auch zahlreiche Prignitzer waren in diesem Jahr wieder am Start. Ein sensationelles Debüt gab die Perlebergerin Yvonne Loock auf der Halbmarathon-Strecke. In 1:37:15 h erreichte sie im Frauenfeld Platz 15 von 2.258 Starterinnen. In Ihrer Altersklasse W35 bedeutete dies Platz drei von hier 247 Teilnehmerinnen. Für Melanie Gragert blieb die Uhr bei 1:50:38 h (14. Platz/gesamt: 121) stehen. Ebenfalls stark präsentierte sich Manfred Krakow von der LG Henneberg Perleberg. Er lief den Halbmarathon in 1:40:50 h und erreichte im Männerfeld Platz 480 von hier 4.490 Läufern. In seiner Altersklasse M60 Platz acht von 278 Teilnehmern. Mit 2:12:29 h erzielte Christine Behrens (W60), die als 17 ihrer Altersklasse und auf Gesamtrang 878 lief, eine neue persönliche Bestzeit.

Die Marathonstrecke wurde in diesem Jahr von 43,5 Kilometer auf die klassische Distanz von 42,2 Kilometer verkürzt, um sie Bestzeiten fähig zu machen. Mit den flachen Stadtmarathons war die Strecke natürlich nicht zu vergleichen. „Bei 1613 Metern Höhendifferenz muss man schon knapp 20 Minuten drauflegen“, so Jörg Schulze vom Lauftreff Bentwischer Wald, der sich seit Wochen ganz gezielt auf den Marathon vorbereitet hatte. Mit neuer persönlicher Rennsteiglauf-Bestzeit von 3:11:56 Stunden erreichte der Wittenberger aus dem Ortsteil Lindenberg im Gesamtfeld der Männer Platz 49 von 2.401 Läufern. In seiner Altersklasse M50 war es am Ende Platz fünf von hier 474 Startern. Holger Herms (4:18:21 h) belegte hier den 181. Rang und Gesamtplatz 976.

Ebenfalls den Marathon absolvierte der Pritzwalker Ernst Wehrstedt. Der 82-Jährige kam nach 5:03:03 Stunden ins Ziel. Eine Wahnsinns-Leistung und wie gewohnt Platz eins in der Altersklasse M80 von hier immerhin noch drei Läufern. Schnellster Prignitzer auf dem Super-Marathon über 72,7 Kilometer war Martin Weimüller vom Pritzwalker Lauftreff 04. Er lief die Strecke in diesem Jahr in 7:13:45 Stunden. Platz 175 von hier 1.721 Läufern und in seiner Altersklasse M40 Platz 33 von 190 Startern waren der Lohn.

Die vielen weiteren guten Resultate der Prignitzer Teilnehmerinnen und Teilnehmern, auch auf den Walking und Wanderstrecken, kann man auf der Seite des Rennsteiglaufes (www.rennsteiglauf.de/wettkampf/ergebnisse) nachlesen.

Um am Rennsteig zu bestehen, müssen die Läuferinnen und Läufer auf der Halbmarathon- und Marathonstrecke Zähigkeit und Leidensfähigkeit mitbringen. Denn das Höhenprofil ist anspruchsvoll, die Strecken schwierig und das Wetter oft unberechenbar.

Das Wetter war in diesem Jahr optimal, für die Marathonis vielleicht ein bisschen zu warm. Die Strecken waren wieder super vorbereitet. Mehr als 70 000 Zuschauer an den Strecken und im Zielgebiet feuerten die Läuferschar zum Teil frenetisch an. Spätestens im Ziel in Schmiedefeld bedeutete dies für die Läuferinnen und Läufer Gänsehaut pur.

Für viele Teilnehmer war die große Läuferparty am Abend in Schmiedefeld der Höhepunkt. Hier feierten viele tausend Läufer und Läuferinnen bei ausgelassener Stimmung ihre tollen Resultate, natürlich bei Rennsteiglied und Schneewalzer.

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erstellt am 24.Mai.2016 | 23:23 Uhr

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