Laufen mit Schlösserblick

Der Schlösserlauf führt an den berühmten Sehenswürdigkeiten von Potsdam vorbei.
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Der Schlösserlauf führt an den berühmten Sehenswürdigkeiten von Potsdam vorbei.

Stadtsportbund Potsdam wirbt für seine Cityläufe mit einzigartiger Kulisse und einem Familienpaket / Wir verschenken Freistarts für unsere Leser

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28. Januar 2020, 17:56 Uhr

Der Berlin-Marathon mag mehr Besucher anziehen, aber eine der wohl schönsten Laufveranstaltungen findet im benachbarten Potsdam statt: der Schlösserlauf. Veranstalter ist der Sportbund Potsdam. Der organisiert noch zwei weitere Cityläufe. Geschäftsführerin Anne Pichler möchte diese landesweit bekannter machen, Läufer aus allen brandenburgischen Landkreisen einladen. Exklusiv für unsere Leser stellt sie Freistarts zur Verfügung. Redakteur Hanno Taufenbach spricht mit ihr über den Reiz des Laufens in Potsdam.

Frau Pichler, Sie haben unsere Zeitung direkt angesprochen. Warum wünschen Sie sich Läufer aus der Prignitz.

Anne Pichler: Unsere Veranstaltungen sind nicht nur für Potsdamer. Ganz bewusst wollen wir uns öffnen, Sportler aus allen Regionen Brandenburgs einladen, zu uns zu kommen. Ich weiß, dass die Prignitz gute Läufer hat.

Zum Laufen nach Potsdam. Finden Sie nicht, dass das etwas viel Aufwand ist?

Ganz und gar nicht. Wir haben sogar Stammgäste aus dem Ausland, zum Beispiel aus der Schweiz oder aus Großbritannien.

Berlin ist ein weltbekannter Marathon. Woher nehmen Sie das Selbstbewusstsein fürIhren Schlösserlauf?

Weil er durch drei Parks und vorbei an Schlössern führt, die man in der ganzen Welt kennt. Die große Distanz lässt keine Potsdamer Sehenswürdigkeit aus: Orangerieschloss, Cecilienhof, Neues Palais, Park Sanssouci... Es ist ein Sightseeinglauf. Wahrscheinlich müssten Sie etwas Vergleichbares lange suchen.

Warum ist es kein Marathon?

Anfangs war es einer, aber das Konzept ging nicht auf. Entweder hätten die Teilnehmer mehrfach die gleiche Runde laufen müssen oder wir hätten bei einer großen Schleife auf Schlösser verzichtet. Hinzu kommen die verschiedenen Belege. Mal wird über Asphalt gelaufen, dann wieder über Parkflächen. All das passt nicht zu einem professionellen Marathon. Außerdem setzen wir auf Familie.

Was verstehen Sie darunter?

Aus Ihrer Teilnahme können Sie ein echtes Familienwochenende machen. Die Halbmarathonstrecke und die Distanz über zehn Kilometer sind klar auf Freizeitsportler zugeschnitten. Bei uns geht es nicht um einen Rekord. Der Schlösserlauf ist ein Genusslauf. Zeitgleich bieten wir einen Kinderlauf mit Kinderbetreuung an.

Also ein Hobbylauf mit professioneller Durchführung?

Ja, darauf legen wir Wert. Sie können persönliche Sachen sicher aufbewahren, haben eine Umkleide und Duschen. Es gibt sechs Versorgungspunkte entlang der Strecke, bei hohen Temperaturen unterwegs Duschmöglichkeiten. Sie können sich kostenlos massieren lassen und Start/Ziel sind im Luftschiffhafen, auch das hat seinen eigenen Reiz. Nicht zu vergessen unsere T-Shirts, die jedes Jahr einen witzigen Spruch haben und längst Sammelkult sind.

Gibt es Siegprämien?

Nein, darauf verzichten wir bewusst. Profiläufer sind willkommen, aber wir setzen auf den Breitensport. Jeder Teilnehmer erhält eine Medaille, es gibt auch Sachpreise.

Wieviele Teilnehmer hat der Schlösserlauf?

Das sind stabil über 4000. Für rund 1000 weitere Läufer können wir die guten Bedingungen gewähren. Größer wollen wir nicht werden.

Sie sprachen von drei Läufen. Welches ist der nächst größere?

Das ist der rbb-Lauf über knapp 14 Kilometer. Keine klassische Distanz und vielleicht deshalb in der Szene nicht so bekannt. Aber ich persönlich mag diesen Lauf sehr. Start und Ziel sind auf der Glienicker Brücke. Wo einst Agenten ausgetauscht wurden, befindet sich die Ziellinie. Diese Besonderheit wissen jährlich rund 2000 Teilnehmer zu schätzen.

Die Strecke ist ähnlich attraktiv wie beim Schlösserlauf?

Das ist sie, auch wenn sie an weniger Sehenswürdigkeiten vorbei führt. Aber ein großer Teil von Potsdam und auch das Stadtschloss bekommen die Läufer zu sehen.

Zielgruppe ist ebenfalls die ganze Familie?

Ja, wir sprechen den klassischen Freizeitläufer jeder Altersgruppe an. Manche laufen sogar mit Kinderwagen. Es gibt auch eine Firmenwertung. Pro Unternehmen sind es fünf Starter, die vier besten Zeiten kommen in die Wertung. Es gibt für alle Teilnehmer Medaillen, die in jedem Jahr ein anderes Motiv von der Strecke zeigen. Auch sie sind begehrtes Sammelobjekt.

Es heißt, dass Olympiasieger wie die Biathletin Kati Wilhelm schon für diesen Lauf nach Potsdam kamen.

Ja, aber nicht zum Laufen, sondern prominente Sportler geben den Startschuss. Neben Kati Wilhelm war das auch schon Bobpilot und Olympiasieger Kevin Kuske. Den Namen für dieses Jahr verrate ich aber noch nicht.

Was macht den dritten Lauf attraktiv?

Ganz ehrlich? Die Startzeit. Es geht erst um 11 Uhr los – unser Lauf für Morgenmuffel. Es ist der Intersport-Olympia-Lauf über fünf oder zehn Kilometer. Die Strecke ist aber ebenfalls attraktiv, führt unter anderem über die Freundschaftsinsel. Mit rund 600 Teilnehmern unser kleinster Lauf.

Gibt es Rabatt bei der Startgebühr, wenn jemand an allen drei Läufen teilnimmt?

Das nicht, aber er hat die Chance auf Sonderpreise. Wir verlosen Wertscheine über je 200 Euro für Intersport und für die Alte Ölmühle bei Ihnen in Wittenberge. Darüber hinaus gibt es zwei Eintrittskarten für die BHeins-Party – bekannt für ihre guten Hits und die tolle Stimmung.

Laufen Sie persönlich auch mit?

Nein, die organisatorischen Aufgaben lassen das leide ´r nicht zu. Wenn, dann würde ich die zehn Kilometer laufen, aber glauben Sie mir: Mit Auf- und Abbau laufe ich mehr als viele der Aktiven.

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