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Sportpolitik : Lattorff-Nachfolge bald entschieden

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

KSB-Vorstand will sich noch im April auf einen neuen Geschäftsführer einigen

von
erstellt am 13.Apr.2016 | 22:52 Uhr

Recht harmonisch ging es bei der Mitgliederversammlung des Kreissportbundes (KSB) Prignitz zu. „Das lag wohl auch daran, dass wir keine Wahlen hatten und auch keine Beitragserhöhungen anstanden“, glaubt Holger Lattorff, Geschäftsführer des KSB. Zudem sei die Anzahl der Teilnehmer „überschaubar gewesen“. Denn nur 24 Vertreter aus Prignitzer Vereinen und Verbänden wollten sich im Perleberger „Hotel stadt Magdeburg“ die Berichte des Vorstandes und weitere Infos zu Gemüte führen. Dabei sind laut der KSB-Vorsitzenden Birka Eschrich derzeit 9103 Mitglieder in 122 Prignitzer Vereinen organisiert.

Eschrich stellte in ihrem Bericht fest, dass die Mitgliederstärke beim KSB konstant geblieben ist. Allerdings sei der Anteil der Kinder und Jugendlichen weiter rückläufig. 25 Vereine seien aus Sicht des Landessportbundes nicht förderwürdig, weil sie keinen aktuellen Freistellungsbescheid eingereicht oder die Bestandserhebung nicht abgegeben haben. Für diese Vereine bedeutet dies, dass eine kreisliche Förderung ausgeschlossen ist.

Den 2015 in der Prignitz durchgeführten Sportveranstaltungen attestierte der KSB dagegen ein hohes Niveau. Vor allem bei den Kreis-, Kinder- und Jugendspielen. „Hierbei wurde in 16 Sportarten um Medaillen und Plätze gekämpft. Trotzdem bleibt es nach wie vor im überwiegenden Maße ein Wettkampf der Vereine. Noch immer ist es uns nicht gelungen, die Schulen zur Teilnahme zu motivieren“, sieht Birka Eschrich noch Steigerungspotenzial.

Zufrieden war man mit der Aus-, Fort- und Weiterbildungen der Übungsleiter. „Die Ausbildung der Übungsleiter Breitensport hat an Qualität gewonnen. 2015 wurden 14 neue Übungsleiter ausgebildet. An der regelmäßigen Schulung zur Lizenzverlängerung haben 13 Übungsleiter teilgenommen“, berichtet die KSB-Vorsitzende.

Noch bedeckt hielt sich der KSB bei der Frage, wer im Oktober die Nachfolge des in den Ruhestand gehenden KSB-Geschäftsführers Holger Lattorff antreten wird. „Auf unsere Stellenausschreibung haben wir in dem von uns selbst definiertem Zeitraum 28 Bewerbungen erhalten. Mit den Kandidaten der engeren Wahl haben wir auch schon Kontakt gehabt“, berichtet Birka Eschrich von persönlichen Gesprächen. „Der Vorstand wird Ende des Monats eine Entscheidung treffen“, sagt Holger Lattorff, ohne Namen der beiden aussichtsreichsten Bewerber zu nennen.

Auf Interesse stößt bei den Vereinen immer das Thema Fördergelder. Auch hierüber informiert Birka Eschrich: „Der Goldene Plan Ländlicher Raum ermöglichte es uns im letzten Jahr fünf Maßnahmen auf die Prioritätenliste zu setzten. Vorhaben des Pritzwalker Sportverein und der Pritzwalker Fußball und Hockeysportverein sind derzeit in der aktuellen Bearbeitung. Dazu sind noch weitere fünf Nachrücker auf der Liste. Die Gesamtsumme der Förderung beläuft sich auf 382 000 Euro.“

Eine weitere positive Perspektive für die Förderung von Sportanlagen bietet seit kurzem KIP – Kommunales Investitionsprogramm des Landes Brandenburg. Mit 15 Millionen Euro unterstützt die Landesregierung bis 2019 den Bau oder die Sanierung von vereinseigenen oder gepachteten Freizeit- und Sportanlagen in Brandenburgs Kommunen, die sich außerhalb der Fördergebietskulisse „Ländlicher Raum 2014-2020“ befinden. Damit richtet sich das Programm an Vereine im städtischen bzw. berlinnahen Raum. Bis 2019 stehen jährlich etwa 3,75 Millionen Euro zur Verfügung. Die Mittel werden in Form von Zuschüssen (75 Prozent Landesförderung/25 Prozent Eigenmittel) eingesetzt.

Für den KSB Prignitz bedeutet dies 105 000 € für die Stadt Wittenberge und 55 000 € für die Stadt Perleberg. Die Anträge von Vereinen werden über den Landessportbund bewilligt. Vereine müssen ihre Voranträge allerdings zunächst an den zuständigen Kreis- oder Stadtsportbund richten. Dieser erstellt anschließend eine Prioritätenliste, aus der der LSB die Förderprojekte auswählt. Geplant sind zwei Förderetappen.

In den Aussprachen auf der Sitzung in Perleberg wurde angeregt, dass die Mitgliederversammlung des KSB zukünftig nicht mehr auf einem Freitag stattfinden soll, da viele sich dann schon auf das Wochenende oder Wettkämpfe vorbereiten. Vorgeschlagen wurde, zu den Zusammenkünften auch Vertreter der Parteien einzuladen, um mit ihnen über Sorgen und Probleme in den Vereinen und Verbänden direkt zu sprechen.  






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