Fussball : „Lassen uns nicht verrückt machen“

Einer der wenigen Glücksmomente für die Veritas-Fußballer in der Hinrunde: Die Mannschaft warf nach einem dramatischen Spiel den Brandenburgligisten Einheit Bernau mit 4:3 nach Verlängerung aus dem Landespokal.
Einer der wenigen Glücksmomente für die Veritas-Fußballer in der Hinrunde: Die Mannschaft warf nach einem dramatischen Spiel den Brandenburgligisten Einheit Bernau mit 4:3 nach Verlängerung aus dem Landespokal.

Kicker von Veritas Wittenberge/Breese setzen auf bessere zweite Halbserie

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02. Februar 2018, 21:19 Uhr

Es kann nur besser werden. Treffender als diese fünf Worte kann nichts und niemand die verkorkste Hinrunde der Fußballer des FSV Veritas Wittenberge/ Breese in der Landesklasse West beschreiben. Mit vier Spielen im Rückstand und dem momentanen Tabellenplatz 14 gehen die Prignitzer um das Trainergespann Christian Krause/Manuel Roeseler als Kellerkind in die zweite Halbserie.

Die Probleme begannen schon vor der Saison. Kein Neuzugang fand den Weg nach Wittenberge. Versucht haben es Trainer und Verantwortliche. Die Liste der angesprochenen Akteure ist lang. Doch die Versuche blieben ohne Erfolg. „Es ist heutzutage schwer. Viele Spieler sind heimatverbunden, damit schwer loszueisen. Außerdem haben wir hier nicht das günstigste Einzugsgebiet“, umschreibt Trainer Christian Krause die Schwierigkeiten bei der Suche nach Verstärkungen.

Dann wurde der ohnehin kleine Kader auch noch vom Verletzungspech gebeutelt. Dazu kamen berufliche Verpflichtungen, die das Mitwirken des ein oder anderen Spielers verhinderten. Nur Sebastian Metschulat absolvierte alle elf Partien in der Liga. Marvin Michitsch und Christoph Nitsche kamen nur auf sechs Einsätze, Alexander Helzel auf fünf.

Die unbefriedigende personelle Situation und die noch ausstehenden Nachholspiele sollen aber nicht allein als Entschuldigung für den Tabellenplatz herhalten. „Es war enttäuschend, was wir gebracht haben“, sagt Christian Krause. Und auf Nachfrage liefert er auch gleich einen für ihn entscheidenden Grund: „Wenn wir 0:1 oder 0:2 zurücklagen, dann haben wir komplett aufgemacht. Anstatt unseren Stiefel weiterzuspielen. Das wird auch in der Landesklasse bestraft. Da müssen wir den Hebel ansetzen“.

Es gab in der Hinrunde aber auch positive Momente. So der dramatische 4:3-Erfolg nach Verlängerung im Landespokal gegen den Brandenburgligisten Einheit Bernau. Oder der abgezockte 3:1-Heimsieg gegen den starken Neuling Golm. Und nicht zuletzt das 2:0 gegen Angstgegner Union Neuruppin.

Deshalb ist dem Trainer auch nicht Angst und Bange. „Ich weiß, was die Mannschaft kann. Was sie für ein Potenzial hat. Wir lassen uns nicht verrückt machen, müssen aus den ersten beiden Nacholspielen sechs Punkte holen. Im Moment stehen wir auf Platz 14, doch gewinnen wir alle vier Nachholspiele, dann sind wir plötzlich unter den ersten sechs Mannschaften“, erklärt Christian Krause. Diese Mission kann die Elf bereits am kommenden Wochenende – wenn es die Platzverhältnisse zulassen – starten. Dann steht die Nachholpartie gegen Lok Seddin an. Eine Woche später geht es dann (ebenfalls im Ernst-Thälmann-Stadion) gegen den Teltower FV.

Dann kommt vielleicht auch ein Neuzugang zum Einsatz. In der Winterpause wechselte mit Jan Mensch ein – laut Krause – groß gewachsener und beidfüßiger Offensivspieler vom Kreisligisten SV Jahn Lanz zum FSV Veritas. Den brauchen die Wittenberger auch. Denn Angreifer Hans Hasse fällt mit einem Innenbandriss wohl bis zu acht Wochen aus… es kann nur besser werden.

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