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Sport in der Prignitz

24. Oktober 2017 | 02:41 Uhr

Fussball : Landesverband schweigt

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

FLB äußert sich vorerst nicht zu Rechtsstreit mit Fehrbellin

von
erstellt am 30.Aug.2017 | 22:17 Uhr

Ob die vom SV 90 Fehrbellin gerichtlich erzwungene Eingliederung in die Fußball-Kreisoberliga Prignitz/Ruppin (wir berichteten) weiterhin vor den Zivilgerichten ausgetragen wird, ist bisher unklar. Der Fußball-Landesverband Brandenburg (FLB) wollte auf Nachfrage nicht mitteilen, ob er Rechtsmittel gegen eine entsprechende Einstweilige Verfügung einlegt.

Der FLB hatte sich am Montagabend zu einer turnusmäßigen Präsidiumssitzung getroffen. Die Chefs der Kreise waren – anders als es bei einer Vorstandssitzung wäre – nicht dabei. Da es sich um ein laufendes Verfahren handelt, wolle man sich dazu nicht äußern, sagte FLB-Geschäftsführer Michael Hillmann. Man stehe mit dem Fußballkreis in enger Abstimmung, erklärte Hillmann weiter. Vor einigen Tagen hatte Mike Schläger, der Chef des Fußballkreises Prignitz/Ruppin, gegenüber dem Ruppiner Anzeiger bereits Rechtsmittel angekündigt.

Der FLB war vom Amtsgericht Cottbus am Mittwoch vergangener Woche im Eilverfahren verpflichtet worden, den bisherigen Kreisligisten SV 90 Fehrbellin vorläufig – als dann 15. Mannschaft – in die Kreisoberliga, also in die neunthöchste Spielklasse, aufzunehmen. Fehrbellin war in der vergangenen Saison Dritter der Kreisliga Ost geworden, hatte nach Ansicht des Spielausschuss des Fußballkreises Prignitz/Ruppin allerdings auf einen Aufstieg verzichtet. Dies sieht der SV 90 anders und bekam vor dem Amtsgericht Cottbus zunächst Recht.

Ein daraufhin kurzfristig am Sonnabend um 1.02 Uhr angesetztes Kreisoberligaspiel in Walsleben – von der Einstweiligen Verfügung habe Fußballkreis-Vorsitzende Mike Schläger laut RA-Nachfrage erst am Freitagnachmittag Kenntnis erhaltent – sagte der SV 90 ebenso kurzfristig ab, weil seine Mannschaft in Prag weilte.

In der Kreisliga wäre der SV 90 spielfrei gewesen, wegen der Androhung eines sechsstelligen Zwangsgeldes für den Fall der Zuwiderhandlung sah sich der Fußballkreis aber auch zum schnellen Handeln gezwungen.  

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