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Fussball : Landesmeister gibt Gastspiel

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

E-Junioren des FSV Veritas Wittenberge/Breese spielen in der neuen Saison bei den D-Junioren unter SSV Einheit Perleberg

von
erstellt am 02.Aug.2014 | 08:56 Uhr

Hinter den Nachwuchsfußballern der E-Junioren des FSV Veritas Wittenberge/Breese liegt eine sehr erfolgreiche Saison. Aber die Zukunft dieser hoffnungsvollen Talente war in Gefahr. Sie wechseln aus Altersgründen zu den D-Junioren. Dort gab es aber kein Startrecht für den Verein auf Landesebene, es drohte die Teilnahme am Kreisspielbetrieb. Die Lösung: Das Veritas-Team übernimmt das Startrecht der Landesliga-D-Junioren des SSV Einheit Perleberg.

„Die erste Mannschaft ist Landesmeister geworden, die zweite Mannschaft Kreismeister und Pokalsieger. Fünf Spieler aus dem Team sind mit der Kreisauswahl Zweiter im Land geworden und drei der Spieler haben mit der Territorialauswahl sogar Platz eins belegt“, zählt Veritas-Trainer Wolfgang Franek stolz die Erfolge der elfjährigen Nachwuchskicker, die zweimal in der Woche trainieren (die DFB-Stützpunktspieler dreimal) auf.

Seit fast sechs Jahren betreut Franek das Team um die Leistungsträger Robin und Oliver Blum, Hannes Kirbach, Mika Dzikus, Len Koch und Gino Storbeck. „Mit 65 Jahren wollte ich eigentlich gar keine Mannschaft mehr trainieren. Aber dann bin ich über die Fußballplätze gefahren und habe zum Beispiel in Weisen ein paar vier- oder fünfjährige Jungen gesehen, dann ein paar, die in Lanz gespielt haben und so fing das an“, berichtet der heute 72-jährige Coach von seinem Rücktritt vom Rücktritt.

Zum Glück für die jungen Kicker und für den Nachwuchsfußball. Doch Wolfgang Franek, der oft mit seinem eigenen Auto die Stützpunktspieler montags nach Perleberg fährt, ist bescheiden. „Diese Erfolge, dass ist doch heute nur möglich, wenn alle mitziehen. Deshalb ein dickes Dankeschön an die Co-Trainer Bernd Günther sowie Stefan Schwarzenstein und an die Eltern, die uns ganz toll unterstützen“, lobt er das Umfeld.

Aber auch sein Team. „Eine tolle Truppe. Auf dem Feld gibt es kein Disziplinproblem und auch sonst ist das Verhältnis zwischen erster und zweiter Mannschaft intakt“, beschreibt er seine Schützlinge. Dazu gehören neben den bereits erwähnten Spielern noch Torwart Jannis Peukert, Tobi Wonde, Hans Lüdke, Marcel Kübeck, Moritz Franke, Jannis Niemann, Adrian Schwarzenstein, Dustin Rumpf und Marten Walter. Einer ist nicht mehr dabei und wird von allen schmerzlich vermisst: Viel zu früh verstab Torwart Tobias Hensel im Frühjahr auf tragische Art und Weise.

Nach dieser Saison standen Team und Verantwortlich aber vor einem Problem. Sie rückten altersmäßig zu den D-Junioren auf. Dort gab es bislang kein Veritas-Team auf Landesebene. Die D-Junioren-Aufstiegspartien gegen Mannschaften, deren Spieler zwei Jahre älter sind, hätten keinen Sinn gemacht. Also stand für die Saison 2014/15 der Start in der Kreisliga im Raum. „Das wäre doch für die Talente nicht leistungsfördernd gewesen“, sagt Franek

Der Blick ging nach Perleberg. Viele der jungen Kicker der dortigen D-Junioren-Landesliga-Mannschaft rücken zu den C-Junioren auf. Der verbleibende Rest hätte es schwer gehabt. Es gab Gespräche mit dem SSV Einheit. Und beide Vereine einigten sich. Zum Wohl der jungen Kicker.„Wir übernehmen den Platz von Einheit Perleberg in der Landesliga der D-Junioren und starten dort künftig unter Einheit Perleberg. Die Veritas-Jungen bekommen alle ein Gastspielgenehmigung vom Verband für die kommende Saison. Auch unsere zweite Mannschaft spielt als Einheit II in der Kreisliga der D-Junioren“, erklärt der künftige „Perleberger“ Trainer Wolfgang Franek.

Und er ist glücklich über diese Einigung. „Wir wollen doch alles tun, damit sich diese Jungs zu talentierten Spielern entwickeln“, sagt er. Die Spiele der Perleberger D-Junioren werden alle in Wittenberge ausgetragen, auch trainiert wird in der Elbestadt. „Veritas trägt die gesamten Kosten, die dabei entstehen. Auch die für die Gastspielgenehmigung und andere Gebühren beim Landesverband“, fügt Franek hinzu.

Und so soll dann auch das zweite Jahr bei den D-Junioren als Einheit Perleberg gespielt werden. Danach geht es in die nächsthöhere Altersstufe. Zu den C-Junioren. Angst, dass einer der Spieler nicht zurückkehrt, hat der Coach nicht. „Wir haben extra eine Elternsversammlung abgehalten. Alle, Spieler und Eltern, haben gesagt, wir kommen nach zwei Jahren zurück“, meint Franek dazu.

Denn der Trainer, der seit 1975 Jugendmannschaften betreut, hat mit diesen, seinen jetzigen D-Junioren noch ein großes Ziel: „In zwei Jahren möchte ich mit ihnen bei den C-Junioren auf Großfeld spielen.“ Doch zunächst feiern die jungen Kicker ihre Erfolge als E-Junioren. Mit einem gemeinsamen Wochenende in Boltenhagen an der Ostsee.

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