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Ringen : Krüger feiert Comeback mit Titel

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Aus der Redaktion des Prignitzers

ESV-Talent nach halbjähriger Verletzungspause gleich auf Rang eins

von
erstellt am 27.Jan.2017 | 21:42 Uhr

Mit drei Landesmeistertiteln und weiteren zahlreichen Medaillen feierten die Ringer des ESV Wittenberge 1888 bei den Offenen Landesmeisterschaften von Sachsen-Anhalt in Stendal einen gelungenen Saisoneinstand. In der Sporthalle an der Stadtseeallee ermittelten 170 Sportler auf vier Matten ihre Besten im Freien und Griechisch-Römischen Ringkampf.

Die in drei Altersklassen startenden sechs ESV-Sportler wurden gleich gefordert. Auch ihren Trainern Peter Speck und Ingo Riek wurde sofort die volle Aufmerksamkeit abverlangt: Die Anzeige der Kämpfe mit Hilfe digitaler Technik bereitete am Anfang leichte Probleme.

Der jüngste Wittenberger, Fabrice Krüger (C-Jugend -34 kg) startete ein halbes Jahr nach seiner Bänderverletzung im rechten Knie sein Comeback. Der ESV-Ringer bestätigte die Zuversicht des Trainerteams um Lutz Böhm und gewann gegen Noha Allendorf (Germania Artern) in der ersten Runde durch Schultersieg. In der mit zwölf Sportlern am stärksten besetzten Gewichtsklasse erreichte Fabrice Krüger nach Siegen gegen Franz Achtenberg (KAV Mansfelder Land/Schulter) und Zain Khalil (Dessau/10:4-Punktsieg) das Poolfinale.

Im Kampf um den Einzug in das große Finale gegen Paul Altmann (HTB Halle) stand es zur Pause 4:4. Die Unterbrechung nutzten die Wittenberger Trainer für taktische Anweisungen an ihren Schützling. Danach ergriff Fabrice Krüger wieder die Initiative und schulterte seinen Gegner. Im Finale gegen Konstantin Föllner (Roter Stern Sudenburg) zeigte der ESVer großen Kampfgeist, befreite sich gleich aus einer gefährlichen Situation. Zur Pause führte er mit einem Punkt. Im weiteren Verlauf schulterte der Wittenberger seinen Gegner und sicherte sich den Landesmeistertitel.

Maurice Krüger (C-Jugend - 42 kg) startete mit zwei Schultersiegen gegen Ivan Ogneruberov (SV Halle) und Marten Wulfänger (RSV Stendal 07). Im Poolfinale unterlag er dann Nils Kuchta (MSV 90) mit 7:9. Im Duell um Bronze gegen Berlin (RSV Merseburg) lag der ESVer zur Pause 5:8 zurück, steigerte sich danach und gewann beim Stand von 15:8 durch Schultersieg.


Von der Kampfrichterin zur Matten-Kämpferin


Nach einigen Einsätzen als Kampfrichterin und einem (zusammen mit Tino Gerloff und Christoph Speck) erfolgreich absolvierten Kampfrichterlehrgang in Lindow stand Alicia Speck ( Jugend bis 60 kg) diesmal wieder selbst auf der Matte. Nach anfänglicher Nervosität kämpfte sie sich bis in das Finale. Dort holte sich die ESVerin mit dem Schultersieg gegen Jasmin Rabenhold (RSV Merseburg) den Landestitel.

Ebenfalls in das Finale kämpfte sich Franziska Bechmann (Jugend -46 kg). Dort konnte sie trotz starker Gegenwehr die drohende Schulterniederlage gegen Joy Chantal Kießler (Germania Artern) nicht verhindern. Aber Silber ist auch ein schöner Lohn.

Bei den Männern gingen mit Abdula Baitayev (-65 kg) und Ummalt Zakriyev (-70 kg) zwei Wittenberger Ringer auf die Matte. Ummalt gewann alle Duelle, bestimmte auch den Finalkampf gegen Aziz Hassou (RSV Stendal 07) und legte diesen noch vor der Pause auf beide Schultern. Das bedeutete den dritten Landesmeistertitel für die ESV-Ringer.

Abdula steuerte noch eine Bronzemedaille bei. Er gewann in seiner Gewichtsklasse gegen Stefan Mildner (RSV Merseburg) und Elak Kaikharow (MSV 90) jeweils durch Schultersieg. Gegen seine anderen beiden Kontrahenten verlor er.

Im griechisch-römischen Stil starteten für den ESV zwei Sportler in der C-Jugend. Fabrice Krüger besiegte in einer Neuauflage des Freistil-Finalkampfes Konstantin Föllner erneut auf Schulter. Im Anschluss gelang dem Wittenberger beim 24:8 ein Erfolg durch technische Überlegenheit gegen Nadmi Berahmi (Germania Artern). Nach dem Schultersieg über Pascal Filla (Artern) stand Fabrice Krüger im Finale gegen seinen Namensvetter Marko Krüger (Artern). Der Arterner führte zur Pause 4:2. Danach versuchte Fabrice alles, aber der junge ACG-Ringer wusste stets eine Antwort. Der ESVer verlor 6:10 nach Punkten, krönte sein hervorragendes Comeback mit Silber.

Sein Bruder Maurice Krüger steuerte in dieser Stilart noch eine Bronzemedaille bei. Er schulterte Ivan Ognerubov sowie Dean Voigt (1.RC Dessau), verlor aber die anderen beiden Kämpfe.  

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