Kegeln in Seedorf : Krimi zum Saisonfinale

Der Seedorfer Kapitän Frank Wilke (r.) und der ehemalige SVLer Dirk Sperling lieferten sich ein packendes Duell. Mit dem besseren Ende für Sperling.
Der Seedorfer Kapitän Frank Wilke (r.) und der ehemalige SVLer Dirk Sperling lieferten sich ein packendes Duell. Mit dem besseren Ende für Sperling.

Seedorfer Bundesligakegler bezwingen Vizemeister Fehrbellin im Brandenburg-Derby knapp. SVL beendet Spielzeit auf Rang 6

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26. März 2018, 21:30 Uhr

Mit zwei Heimerfolgen haben die Kegler vom SVL Seedorf 1919 die Punktspielsaison 2017/18 in der 1. Bundesliga Bohle beendet. Am Samstag besiegten die Männer vom Löcknitzstrand den Absteiger KSC Ilsenburg klar mit 5483:5331 Holz (3:0 Spielpunkte/57:21 Einzelwertungspunkte).

Nichts für schwache Nerven war am Sonntag das prestigeträchtige Brandenburg-Duell mit dem SV 90 Fehrbellin. Nach hochdramatischem Verlauf entschieden die Gastgeber die Partie letztlich knapp mit 5478:5470 (2:1 / 42:36) für sich. Damit blieben die Seedorfer daheim unbesiegt und beendeten die Spielserie auf Rang sechs (36:30 Punkte). Deutscher Meister wurde zum achten Mal in Folge die SG ETV/Phönix Kiel (50:16) vor Fehrbellin (49:17) und den Rivalen Hannover (41:25).

„Die Partie gegen Fehrbellin hat alles geboten, was das Keglerherz begehrt. Auch die zahlreichen Zuschauer waren von dem hochspannenden Spiel restlos begeistert. Am Ende haben wir natürlich auch etwas glücklich gewonnen“, jubelte SVL-Kapitän Frank Wilke nach dem Derbysieg und fügte hinzu: „Das war absolute Werbung für unseren Sport.“

Die 90er, tags zuvor 3:0-Sieger in Schwerin, wollten beim Saison-Halali ihre letzte Meisterschaftschance unbedingt wahren und legten – eines Titelanwärters angemessen – stark los. Dirk Sperling, Gesamtsieger der Bundesliga-Einzelwertung, gewann nicht nur das Duell gegen Frank Wilke (916), sondern spielte mit 927 Holz auch ein Ergebnis, das an diesem Tag nicht mehr übertroffen wurde. Das zweite Duell im ersten Durchgang entschied Seedorfs Hans Fulczynski (917) gegen Daniel Neumann (911) für sich.

Mit dem Rucksack von einem Fünf-Holz-Rückstand gingen Mathias Metzdorf und Rainer Pagels auf die Bahn. Und die Männer vom Löcknitzstrand wehrten sich. Metzdorf demonstrierte erneut seine starke Form, egalisierte mit 927 Holz die Bestmarke von Sperling und entschied das Duell gegen Nico Witter (903) klar für sich. Weniger rund lief es für Seedorfs Rainer Pagels, für den Sebastian Rönning nach dem 60. Wurf eingewechselt wurde. „Sebastian hat dann gut gespielt und konnte den Rückstand in Grenzen halten“, lobte Wilke. Aber auch 90er Dietmar Stoof hatte nicht seinen besten Tag erwischt und wurde gegen Benjamin Münchow ausgetauscht. Beide kamen auf 900 Holz. Vor dem Schlussblock führte Seedorf mit 15 Holz.

Hier setzte sich das Wechselbad der Gefühle fort. „20 Wurf vor Schluss lag Fehrbellin mit acht Holz vorn“, erinnert Wilke an die Dramatik auf der letzten Bahn. Doch mit großem Kampfgeist und dem Glück des Tüchtigen brachten Norbert Witzel (916) und Max Jannasch (906) gegen Fehrbellins Sebastian Krause (916) und Alexander Wolski (913) den knappen, aber umso mehr von den Seedorfer Anhängern umjubelten Sieg nach Hause, während sich bei den Rhinstädtern, trotz des starken Auftritts, große Enttäuschung breit machte.

Ihre Pflichtaufgabe gegen die Ilsenburger, die das Hinspiel noch 2:1 für sich entschieden hatten, hatten die Seedorfer schon Samstag erfüllt. Metzdorf (939), Fulczynski (897), Pagels (912), Rönning (901), Marcus Derlig (906) und Witzel (928) ließen sich von keinem Spieler aus dem Harz überflügeln und machten den klarsten Saisonsieg perfekt.

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