HANDBALL : Krimi ohne Happy-End

Lange Zeit hatten die Wittenberger um Konrad Naumann, Torhüter Robert Dehnert, Karl Giske und dem später verletzungsbedingt aussetzenden Martin Giske (v.l.) die Eberswalder gut im Griff.
Lange Zeit hatten die Wittenberger um Konrad Naumann, Torhüter Robert Dehnert, Karl Giske und dem später verletzungsbedingt aussetzenden Martin Giske (v.l.) die Eberswalder gut im Griff.

30:30 – Handballer vom PHC Wittenberge verpassen nach dramatischer Schlussphase den Heimsieg gegen den 1. SV Eberswalde

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17. Februar 2020, 03:13 Uhr

Kaum einen der Zuschauer hält es in der letzten Minute der Verbandsliga Nord-Partie zwischen den Handballern des PHC Wittenberge und des 1. SV Eberswalde am Samstag in der OSZ-Halle noch auf den Sitzen. Gerade hatte Tobias Jüchert nach einem Konter zum 30:28 für die Heimsieben getroffen. Doch die Gäste kommen fast postwendend zum Anschlusstreffer. Im Gegenzug ahnden die ihre Linie nicht konsequent durchziehenden Schiedsrichter ein Foulspiel an André Walter nicht. Alle Proteste helfen nicht und der Tabellenzweite nutzt die Chance zum Ausgleicht.

Acht Sekunden verbleiben nach Rücksprache der Schiris mit den Zeitnehmern noch auf der Uhr. Den folgenden Angriff des PHC unterbindet ein Eberswalder durch ein taktisches Foul. Die Folge: Rot für den Gästespieler und Siebenmeter für Wittenberge. Sebastian Könning, zuvor schon zweimal vom Punkt erfolgreich, schnappt sich den Ball und … der Torwart hält. Schlusspfiff. Während die Gäste und ihr Anhang den unverhofften Punkt bejubeln, lassen die Wittenberger die Köpfe hängen.

„Das ist natürlich ärgerlich. Wir haben den Sack einfach nicht zugemacht“, ärgert sich PHC-Trainer Steffen Tonello nach dem hochdramatischen 30:30 zwischen beiden Teams, während seine Spieler den untröstlichen Könning wieder aufbauen. „Ich habe es ja schon im Vorfeld gesagt: Eberswalde ist nicht unschlagbar“, so Tonello. Und sein Team um die fünffachen Torschützen André Walter und Christoph Böcker war dem Sieg gegen die Barnimer auch lange Zeit sehr nahe. Nach grundsolider erster Halbzeit (13:11) baute der PHC seine Führung im zweiten Abschnitt mehrfach und bis zehn Minuten vor der Schlusssirene auf vier Tore aus. Gestützt auf eine bis dahin gut zupackende Abwehr mit einem starken Robert Dehnert im Tor und zum Teil schön heraus gespielten Angriffen machten sie dem Favoriten das Leben mehr als schwer. Doch mit fortlaufender Spielzeit kam Eberswalde wieder näher.

„Wir waren da in einigen Aktionen zu nervös und nicht geduldig genug. Am Ende hat die Kraft auch bei einigen nachgelassen. Wir haben heute einen Punkt verschenkt“, sagt Steffen Tonello.

Trotz des Unentschieden bleiben die Prignitzer Tabellensechster, vergrößerten den Abstand zu den Abstiegsplätzen aber auf nunmehr sieben Zähler.

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