Fussball : Krieschow eine Nummer zu groß

Veritas-Akteur Marvin Michitsch (2. v. l.) beim Slalomlauf durch die Krieschower Abwehr. Sein anschließender Schussversuch in dieser Szene war allerdings nicht von Erfolg gekrönt.
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Veritas-Akteur Marvin Michitsch (2. v. l.) beim Slalomlauf durch die Krieschower Abwehr. Sein anschließender Schussversuch in dieser Szene war allerdings nicht von Erfolg gekrönt.

Veritas Wittenberge/Breese verabschiedet sich beim 0:5 (0:1) gegen den Oberligisten mit Anstand aus dem Landespokal

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03. September 2017, 21:27 Uhr

Die zweite Runde im AOK-Landespokal bedeutete für die Fußballer des FSV Veritas Wittenberge/Breese die Endstation. Nach dem Überraschungserfolg gegen Einheit Bernau in der Runde zuvor unterlag die Elf diesmal vor 120 Zuschauern auf dem Sportplatz in Breese dem drei Klassen höher spielenden Oberligisten VfB Krieschow mit 0:5 (0:1). Allerdings verabschiedeten sich die ersatzgeschwächten Gastgeber erhobenen Hauptes aus dem Wettbewerb.

„Ich bin zufrieden. Wir haben gut verteidigt, aber im Angriff hatten wir zu wenig Durchschlagskraft. Sinan Dabirifard hatte es als einzige Spitze sehr schwer“, sagte Veritas-Trainer Christian Krause angesichts der fehlenden Offensivkräfte Hans Michael Haase (gesperrt), Tobias Bober und Alexander Helzel (beide verletzt). Zwar versuchten die im offensiven Mittelfeld aufgebotenen Benjamin Kampehl und Christian Münster ebenfalls Akzente im Spiel nach vorn zu setzen, doch gegen die Gäste-Abwehr gab es kaum ein Durchkommen. Zwei Distanzschüsse von Marvin Michitsch und Dabirifard waren die einzig halbwegs gefährlichen Aktionen in den ersten 45 Minuten.

Auf der Gegenseite tat sich auch der Favorit im Angriff schwer. Das lag vor allem an der aufopferungsvollen und vielbeinigen Veritas-Deckung, die die Zweikämpfe annahm und sich in jeden Schuss der Krieschower warf. Reichte das nicht, dann war Torwart Martin Marx zur Stelle. Er zeigte einige tolle Paraden.

In der 34. Minute war auch Marx machtlos. Mit Direktspiel über vier Stationen kombinierten sich die Gäste in und durch den Strafraum der Wittenberger und Torjäger Andy Hebler vollendete zum 0:1.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit fiel die schnelle Vorentscheidung. Die Platzherren hatten vorübergehend die Ordnung in der Abwehr verloren. Das nutzen erneut Hebler (49.) und Kevin Karow (53.) zum 0:2 und 0:3. „Da haben wir zehn Minuten hinten rumgeeiert“, brachte es der starke Innenverteidiger Sebastian Metschulat nach Abpfiff gegenüber den Fans auf den Punkt.

Dem Oberligisten war anzumerken, dass er endgültig den Sack zumachen wollte. Das gelang auch mit einem weiteren Doppelschlag. Martin Dahm (58.) aus Nahdistanz und Hebler (60.), der per Elfmeter seinen dritten Treffer erzielte, erhöhten auf 0:5. Und so mancher Zuschauer befürchtete angesichts der verbleibenden Spielzeit ein Debakel.

Doch die Gastgeber ließen keineswegs die Köpfe hängen. Sie kamen gegen jetzt einen Gang zurückschaltende Krieschower auch zu Chancen. Doch weder ein Freistoß, der über Freund und Feind, aber auch am Tor vorbeiflog, noch der Schuss von Christian Münster führten zum eigentlich verdienten Ehrentreffer.

„Wir haben uns gut verkauft. Ich hätte natürlich gern mitgespielt. Ein Spiel gegen einen Oberligisten ist schon etwas besonderes“, sagte der seit dem Test gegen Pritzwalk am Knie verletzte Alexander Helzel. Er und Tobias Bober (Sprunggelenk) werden Veritas wohl noch ein paar Wochen fehlen.  





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