Mitgliederversammlung Kreissportbund : Kreissportbund schließt Klub aus

Aus und vorbei. Billard-verein aus KSB ausgeschlossen.
Aus und vorbei. Billard-verein aus KSB ausgeschlossen.

Karteileiche Billard-Sportverein Perleberg nicht mehr im KSB

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13. März 2018, 21:31 Uhr

Der Ausschluss des Billard-Sportvereins Perleberg aus dem Kreissportbund, die Entlastung des Vorstandes, den Haushaltsplan für 2018, die Beibehaltung der Mitgliedsbeiträge sowie einige die Wortwahl betreffenden Änderungen in der Satzung – das alles beschloss die Mitgliederversammlung des Kreissportbundes (KSB) Prignitz auf ihrer Sitzung am Montagabend im Hotel Stadt Magdeburg in Perleberg.

„Kannst Du dich erinnern, dass es so etwas schon mal gab?“, fragte die KSB-Geschäftsführerin Birka Eschrich den Ehrenvorsitzenden Hans-Heinrich Schenk als es um das Thema Ausschluss eines Vereins ging. Konnte dieser nicht. So stellte die Geschäftsführerin den 30 an diesem Abend stimmberechtigten Mitgliedern den Sachverhalt vor.

Neben dem Billard-Sportverein Perleberg erging ein Ausschlussantrag auch an den Aero-Club Perleberg und die Sportliche Interessengemeinschaft (SIG) Stepenitz. „Die Vereine haben die Pflicht, die festgelegten Beiträge fristgerecht an den Landessportbund und den Kreissportbund zu entrichten zu entrichten. Das ist in diesen Fällen seit 2015 nicht mehr geschehen“, berichtete Birka Eschrich. Außerdem haben die Vereine über einen längeren Zeitraum keine Bestandserhebungsbögen mehr eingereicht.

Der Aero-Club und die SIG Stepenitz haben mittlerweile ihre finanziellen Außenstände bei den Bünden beglichen, so dass der KSB auf Empfehlung des LSB den Antrag auf Ausschluss erst einmal ruhen lässt. Nicht so beim Billard-Sportverein Perleberg, der laut der KSB-Geschäftsführerin auch postalisch nicht zu erreichen ist. Die Mitgliederversammlung entschied sich einstimmig (erforderlich ist in so einem Fall eine Zwei-Drittel-Mehrheit) für den Ausschluss.

Ansonsten verlief der Abend wenig aufregend. Der KSB umfasst aktuell 114 Vereine mit 9047 Mitgliedern. Zwei Vereine sind ausgetreten: Die DLRG (hat sich aufgelöst) und die Sonnenperle. Finanziell steht der KSB nach Aussage von Birka Eschrich, die den Bericht des Schatzmeisters wiedergab, gut dar. Zwar gab es 2017 einen Verlust von rund 3 600 Euro, doch wurde im Jahr davor ein Gewinn von rund 4 000 Euro erwirtschaftet. Nach den Berichten wurde der durch Krankheit ausgedünnte KSB-Vorstand – anwesend war neben Birka Eschrich sonst nur die Umweltbeauftragte Anke Krüger – einstimmig entlastet.

An einer Sportlerehrung wird der KSB – auch wenn sie erstmals nicht zusammen mit den Medien stattfand – in Zukunft festhalten wollen. Nur in anderer Form. „Der KSB-Vorstand wird weiterhin in ansprechender Art und Weise die Sportler ehren. Nur halt auf das Jahr verteilt. Entweder dort, wo der Auszuzeichnende gerade selbst aktiv ist oder auf einer Großveranstaltung“, erklärte Birka Eschrich das Vorhaben.

Apropos Vorhaben: Der Sportbund plant in diesem Jahr erstmals eine Kita-Olympiade im Landkreis. Bis Mitte April laufen noch die Abfragen bei den Kinder-Tagesstätten. Weiterhin strebt der KSB-Prignitz an, die Stelle des Jugendkoordinators wieder zu besetzen. Interessiert wäre Tino Gerloff, der zu Beginn des Jahres ein Praktikum beim KSB absolvierte. Derzeit wird die Finanzierung dieser Stelle geprüft.

Einen wichtigen Bestandteil nimmt wieder der Kinder- und Jugendsport ein. Im schuljahr 2017/18 gibt es bei den Kooperationsvereinbarungen Schule-Verein insgesamt 32 Maßnahmen durch 14 Vereine an 15 Schulen mit 429 Teilnehmern. Gefördert mit 16 000 Euro.

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