Kreissportbund : Kontinuität wird großgeschrieben

Dem Kreissportbund Prignitz und den darin organisierten Vereinen ist es gelungen, dem Sport in der Prignitz und in der Gesellschaft seinen Stellenwert zu sichern. Auch durch Großveranstaltungen – wie dem Volleyballsommer des SV Empor/Grün-Rot.
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Dem Kreissportbund Prignitz und den darin organisierten Vereinen ist es gelungen, dem Sport in der Prignitz und in der Gesellschaft seinen Stellenwert zu sichern. Auch durch Großveranstaltungen – wie dem Volleyballsommer des SV Empor/Grün-Rot.

Kreissportbund Prignitz feiert Jubiläum. In 25 Jahren nur jeweils je drei Vorsitzende und Geschäftsführer am Ruder

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30. Januar 2019, 23:24 Uhr

Seit einem Vierteljahrhundert zieht der Kreissportbund (KSB) Prignitz im Hintergrund die Fäden für den Vereins- und Breitensport im Landkreis. Die offizielle Festveranstaltung zum 25-jährigen Geburtstag wurde am Sonntag im Hotel Deutscher Kaiser in Perleberg mit vielen Gästen aus Sport, Wirtschaft und Politik und natürlich mit den Vertretern der Vereine gefeiert. Bei den Laudatien ging der Blick zurück auf das Erreichte.

Der KSB in seiner jetzigen Form, hervorgegangen aus den Kreissportbünden Perleberg und Pritzwalk, besteht seit dem 8. Januar 1994. „Manchmal war der Weg steinig. Gerade nach der Wende brachten immer wieder Veränderungen neue Herausforderungen für den Sport mit sich“, erinnerte KSB-Geschäftsführerin Birka Eschrich an die Anfänge. „Trotz vielfältiger Probleme ist es dem Kreissportbund und den darin organisierten Vereinen aber gelungen, dem Sport in der Prignitz und in der Gesellschaft seinen Stellenwert zu sichern. Es ist uns in der Vergangenheit auch gelungen, eine Vielzahl von Sportstätten zu sanieren und einige Neubauten zu realisieren“, so Eschrich, die sich vor allem bei den vielen, in den Vereinen ehrenamtlich tätigen Sportlern und Funktionären bedankte, weiter.

Bei den Mitgliederzahlen verzeichnete der KSB in den vergangenen 25 Jahren immer wieder ein Auf und Ab. Zum Start waren rund 6 300 Mitglieder aus 51 Vereinen im KSB organisiert. Viele von den einstigen Vorsitzenden der Vereine und Fachverbände stehen noch heute an deren Spitze, wie Eschrich, die explizit den Volleyballer Reiner Schwarz oder Ringer Artur Scherff nannte, freudig mitteilte. Im Jahr 2000/2001 waren es dann sogar über 10 000 Mitglieder. „Aber seit drei, vier Jahren hat sich unsere Mitgliederzahl bei 8 000 in 112 bis 114 Vereinen eingependelt“, berichtete Birka Eschrich.

Der heutige KSB-Vorsitzende Christian Kube hob hervor, dass allein in den letzten zwei Jahren rund 100 000 Euro an Fördergeldern an die Vereine ausgeschüttet wurden. „Dafür möchte ich noch mal Dank sagen an den Landkreis und an den Landessportbund. Das ist nicht selbstverständlich, dass man solche Unterstützung bekommt“, meinte Kube. Zudem wurden in seiner bisher zweijährigen Amtszeit 50 000 Euro in das Projekt Kooperation Sport/Schule abgegeben. Klar, dass diese Zahlen mit Applaus bedacht wurden.

Immer wieder fiel auch der Name Hans-Heinrich Schenk. Der ehemalige Sportlehrer, Trainer oder Kreisturnrat konnte aus gesundheitlichen Gründen nicht an der Festveranstaltung teilnehmen, war aber einer der Mitbegründer des 1990 ins Leben gerufenen KSB Perleberg und dem späteren KSB Prignitz, deren Vorsitz er bis 2004 auch ausübte. Als Kreistagsabgeordneter setzte sich Schenk auch dafür ein, dass die Förderrichtlinie des Landkreises Prignitz, die den Vereinen und Verbänden finanzielle Unterstützung sichert, noch heute Bestand hat. „Er hat die Sportgeschichte in der Prignitz maßgeblich mitgeprägt“, zollte Birka Eschrich einst ihrem Vorgänger, der heute Ehrenvorsitzender des Prignitzer Kreissportbundes ist, ihre Anerkennung. „Ja mit Heiner war das so eine Art Seelenverwandter“, erzählte der Vorsitzende des KSB Lüchow-Dannenberg, Hans-Jürgen Bosselmann, der dem KSB Prignitz seit dessen Anfängen mit Rat und Tat zur Seite steht.

Überhaupt wurde Kontinuität in der Führungsetage des KSB großgeschrieben. Nach Schenk übernahm Birka Eschrich den Staffelstab, den sie nach zwölf Jahren an der Spitze 2016 an Christian Kube übergab. Auch beim Posten des Geschäftsführers setzte man auf Beständigkeit. Auf Gerald Noppe folgte 1997 Holger Lattorff. Nach dessen Verabschiedung in den Ruhestand wechselte Birka Eschrich 2016 an den Schreibtisch in der KSB-Geschäftsstelle in Wittenberge. Seit dem vergangenen Jahr steht ihr mit Tino Gerloff ein weiterer, geförderter Mitarbeiter zur Seite, der sich als Jugendsportkoordinator um die Belange des Nachwuchses kümmert.

Doch trotz des Erreichten wollte sich die Führungsetage des KSB nicht auf die eigenen Schultern klopfen. „Leider ist es uns auch immer noch nicht gelungen, die Vereine und Verbände in dem Maß zu erreichen, wie wir uns das vorstellen. Unsere jährlichen Stützpunktberatungen könnten besser besucht werden. Hier gibt es die neusten und wichtigsten Informationen zur allen Fragen des Sports wie Förderung oder Qualifizierung.“ Außerdem sei es immer schwieriger geworden, geeignete Fachleute für die Ausbildung von Kindern und Jugendlichen in den Vereinen zu finden. Daran gilt es weiter zu arbeiten.

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