Keine Medaille, aber toll gekämpft

Die jungen ESV-Ringerinnen mit ihren Trainern Peter Speck (2. v. l.) und Tino Gerloff.
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Die jungen ESV-Ringerinnen mit ihren Trainern Peter Speck (2. v. l.) und Tino Gerloff.

Wittenberger Ringer bei Mitteldeutschen und Norddeutschen Titelkämpfen / Franziska Bechmann mit Platz vier in Werdau

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02. März 2016, 23:07 Uhr

Gleich bei zwei Veranstaltungen waren die Ringer des ESV Wittenberge aktiv: Sie starteten bei den Offenen Mitteldeutschen Meisterschaften im weiblicher Ringkampf im sächsischen Werdau und bei den Offenen Norddeutschen Meisterschaften der Männer und A/B-Jugend in Schwerin.

In Werdau trafen sich 171 junge Mädchen und Frauen aus 42 Vereinen um ihre Besten zu ermitteln. Darunter mit Michelle Brendike, Franziska Bechmann und Alina Döring auch drei Ringerinnen des ESV Wittenberge. Für Michelle Brendike (Schülerinnen bis 27 kg) waren es die ersten Titelkämpfe. Dementsprechend nervös ging sie in den ersten Kampf gegen die spätere Siegerin Hilla Suttner (RSV Rotation Greiz). Die ESVerin versuchte alles, kämpfte sich dreimal aus gefährlichen Situationen und vermied somit eine Schulterniederlage. Doch am Ende musste sie die Überlegenheit von Suttner anerkennen und unterlag durch Technische Überlegenheit.

Gegen Bibiane Latzel (SV Preußen Berlin) übernahm Michelle Brendike sofort die Initiative. Sie brachte ihre Gegnerin mehrfach in die Bodenlage und zwang sie mit einem Halbnelson auf beide Schultern. Nach einer weiteren Niederlage gegen Julie Drechsel (RV Thalheim) unterlag die Wittenbergerin im Duell um Platz fünf trotz starker Gegenwehr gegen Mina Witt (SV Preußen Berlin).

Alina Döring (bis 31 kg) bezwang in ihrem Auftaktkampf Monique Ferrin (SV Luftfahrt Berlin) durch Schultersieg. Im abwechslungsreichen Duell mit Leonie Kames (RSV Hansa Frankfurt/Oder) wechselte die Führung ständig. Da Alina Döring kein Schultersieg gelang, kassierte sie am Ende eine Punktniederlage. Nach einer weiteren Niederlage gegen Melanie Lorenz (WSG Zauckerode) schied die Wittenbergerin unglücklich aus und belegte den 7. Platz. Nach Ansicht der Trainer muss die ESVerin lernen, ihre Gegnerinnen in der Brücke besser zu fixieren, um auf Schulter zu siegen, damit sie auch den Lohn für ihren Einsatz erhält, denn mit Ferrin hat sie ja die spätere Vizemeisterin besiegt.

Franziska Bechmann (bis 38 kg) belegte einen guten 4. Platz. Sie muss mit mehr Selbstbewusstsein in die Kämpfe auf der Matte gehen. Wie es geht, hat sie mehrfach in den Trainingsduellen bewiesen. Wenn auch die ESV-Ringerinnen diesmal ohne Medaille blieben, so stimmten doch Einsatzbereitschaft und Kampfeswille.

Bei den Norddeutschen Titelkämpfen in Schwerin starteten die ESV-Ringer Mikhail Libet und Christoph Speck bei den Männern bis 86 kg im Freien Ringkampf. Beide ESV-Ringer überzeugten. Christoph Speck gelang es, den Teilnehmer der Kadetten-EM 2015 und späterern Norddeutscher Meister Alexander Biederstädt (RV Lübtheen) nach einem schnellen 0:6-Rückstand mit einem Armdrehschwung zu überraschen und in die Brücke zu stellen. Doch Biederstädt befreite sich und gewann den Kampf durch Überlegenheit.

Im Duell gegeneinander schenkten sich die beiden Wittenberger Ringer nichts. Am Ende setzte sich Mikhael Libet gegen Christoph Speck nach Punkten durch. Beiden gelang es in ihren Kämpfen 20 bzw. 18 technische Punkte zu erzielen.
Damit belegten die beiden ESVer die Plätze fünf und sechs in diesem erlesenen Teilnehmerfeld. 

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