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Handball : Keeper „Leo“ war der Sieggarant

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Aus der Redaktion des Prignitzers

René Jahns glänzte beim 35:29 (17:16)-Heimsieg des PHC Wittenberge gegen Aufsteiger SV Jahn Bad Freienwalde

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erstellt am 16.Jan.2017 | 07:00 Uhr

Die Handballer von Brandenburgligist PHC Wittenberge sind erfolgreich ins neue Jahr gestartet. Im letzten Punktspiel der Hinserie gewannen die Elbestädter das Prestigeduell gegen Aufsteiger SV Jahn Bad Freienwalde am Samstag in der vollbesetzten OSZ-Halle – auch die Gäste hatten zahlreiche Fans mitgebracht – klar mit 35:29 (17:16). Mit nun 9:13 Punkten belegt der PHC weiter Tabellenplatz neun, Bad Freienwalde (10:12) bleibt Siebter.

„Die zwei Punkte waren ganz wichtig“, sagte Martin Hückel, der nach seiner Verletzung wieder auf der PHC-Bank saß, aber noch geschont wurde, nach den 60 aufregenden Spielminuten. Den Schlüssel zum letztendlich hochverdienten Sieg sah der 27-Jährige in der Leistungssteigerung seines Teams in der zweiten Halbzeit. „Da haben wie viel weniger Fehler gemacht. Der entscheidende Mann war aber Leo (Torhüter René Jahns – Anm. d. Aut.). Er war ein starker Rückhalt.“ Fand auch Trainer Marcin Feliks. „Er war der Schlüsselspieler für den Sieg und hat ganz hervorragend gehalten.“

In der Tat hatte der 36-Jährige Keeper, der erst nach 22 Spielminuten für Stephan Neutmann zwischen die Pfosten gerückt war, einen absoluten Sahnetag erwischt und den mehrfach allein auf ihn zustürmenden Gästespielern mit seinen Paraden den Schneid abgekauft. Gleich 16 abgewehrte Bälle standen am Ende in seiner Bilanz. Doch nicht nur Jahns, sondern auch die gute Wurfeffektivität und die Umstellung auf zwei Kreisläufer und waren Schlüssel zum Heimerfolg. „Die Variante zweiter Kreis hat den Gästen das Genick gebrochen“, freute sich der PHC-Coach über den gelungene Taktikschachzug.

In der Anfangsphase wirkten die Gastgeber allerdings sehr nervös, kamen gegen die offensive Deckung der Jahn-Sieben kaum zu Toren aus dem Rückraum. Die Kurstädter hingegen nutzten die Unkonzentriertheiten und schlossen ihre Konter oft erfolgreich ab. Beim Stand von 10:13 (22.) aus Sicht des PHC nahm Marcin Feliks eine Auszeit, die Früchte tragen sollte. Linksaußen Christoph Böcker und Bastian Prieß am Kreis trafen nun nach Belieben und Chris Rosentreter verdiente sich als sicherer Siebenmeterschütze ebenfalls Bestnoten. Nach dem Ausgleich ging der PHC mit 17:14 in Front, musste durch unnötige Ballverluste noch zwei Gegentreffer zum 17:16-Halbzeitstand hinnehmen.

Trotz der Fanfreundschaft zwischen beiden Vereinen schenkte man sich auf der Platte auch nach der Pause herzlich wenig. Und da Irek Kaczmarczyk als Ideengeber die treffsicheren Prieß, Böcker und später auch David Krabbe, Christian Walenciak und Co. weiter schön in Szene setzte und Jahns weiter stark hielt, zog der PHC über die Stationen 21:17 (39.) und 27:21 (46.) auf 33:27 (55.) davon. Die Kurstädter versuchten in der Schlussphase zwar mit einer Manndeckung die „Maschinerie“ der Gastgeber zu stoppen, aber ohne großen Erfolg.

Auch wenn das Spiel nicht unfair war, verhängten die jungen Schiedsrichter Alexander Kittel und Lars Erik Scharfe (OSG Fredersdorf/MTV Altlandsberg) insgesamt 17 Zeitstrafen und zwei Rote Karten für die Gäste. „Die Schiedsrichter wollten von Beginn an die Härte aus dem Spiel nehmen und haben über 60 Minuten konsequent ihre Linie durchgezogen“, lobte Feliks das Gespann, auch wenn die Gäste dies sicher anders sahen.

Den am Ende sicheren Erfolg seines Teams wollte der PHC-Trainer aber nicht überbewerten. „Wir haben zwar einen Punkt mehr als zum gleichen Zeitpunkt in der Vorsaison geholt, aber für uns geht es nach wie vor um den Klassenerhalt. Wir sollten das Positive mit in die nächsten drei Heimspiele mitnehmen. Und mit der nötigen Disziplin sind auch da Punkte drin.“

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