Handball : Kampfgeist mit Punkt belohnt

Solides Abwehrtrio: Wittenberges Stephan Neutmann und Martin Hückel (v.r.) sowie Martin Giske (l.).
Solides Abwehrtrio: Wittenberges Stephan Neutmann und Martin Hückel (v.r.) sowie Martin Giske (l.).

Brandenburgliga-Handballer vom PHC Wittenberge erkämpfen 29:29 beim SSV Falkensee

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11. Januar 2016, 17:20 Uhr

Mit einer wahren Energieleistung haben sich die Handballer vom PHC Wittenberge am Sonntag im letzten Hinrundenspiel der Brandenburgliga beim Tabellennachbarn SSV Falkensee einen wichtigen Punkt im Kampf um den Klassenerhalt gesichert. Martin Hückel traf für die Gäste in der Schlusssekunde zum 29:29 (13:16)-Endstand.

„Es war von der ersten bis zur letzten Minute ein spannendes Spiel zwischen zwei gleichstarken Mannschaften. Meine Jungs wussten um die Wichtigkeit des Spiel, haben in der teils überharten Partie bis zum Umfallen gekämpft“, lobte PHC-Coach Marcin Feliks sein ersatzgeschwächt angereistes Team. „Es war ein Spiel mit Höhen und Tiefen. Die Punkteteilung war am Ende verdient.“

In der Tat lieferten sich beide Mannschaft ein Spiel, dass „zu einer blutigen Angelegenheit“, wie Marcin Feliks das teilweise überharte und unsportliche Verhalten auf der Platte einschätzte, auf Augenhöhe. Die Gäste unterstützt von 50 Anhängern, begannen engagiert. Erst beim Stand von 7:6 ging der SSV erstmals in Front. Bis zum 13:13 blieb der PHC dran, kassierte aber kurz vor der Halbzeitpause noch drei Gegentore.

Nach dem Seitenwechsel erwischten die Elbestädter den besseren Start. Vor allem der nach seiner langen Verletzung immer besser in Schwung kommende Martin Giske erwies sich als treffsicherer Schütze und brachte den PHC nicht von ungefähr in der 37. Minute mit 18:17 in Front. Nach dem 23:20 durch Martin Hückel (44.) lagen die Gäste sogar mit drei Treffern vorn.

In den letzten zehn Spielminuten nahm das Spiel dann an Dramatik noch zu. Nach einer aus Sicht des PHC-Trainers „völlig überzogenen“ Zwei-Minuten-Strafe für Youngster André Walter – auch Tobias Jüchert und Patrick Cesla mussten kurz darauf auf die Bank – nutzten die Gastgeber die nummerische Überzahl aus und gingen ihrerseits mit 29:27 in Front. „Da haben wir schon um etwas Zählbares gezittert“, gab der PHC-Coach zu. „Aber die Mannschaft hat das dann clever gelöst.“ Denn sein Team zeigte Nehmerqualitäten. Nach dem Anschlusstreffer waren noch 20 Sekunden zu spielen. Den Versuch der „Falken“ entschärfte der gut aufgelegte Keeper Stephan Neutmann. Den folgenden schnellen Angriff stoppten die Gastgeber mit einem rüden Foul. Freiwurf an der Neunmeterlinie. Mit der letzten Aktion des Spiels hämmerte Martin Hückel das Spielgerät in den Winkel. 29:29 – Abpfiff.

„Wenn die Einstellung bei den Spielern passt, kommen auch die Punkte“, lobte Marcin Feliks noch einmal die kämpferisch starke Partie seiner Männer. Ein Lob hatte der Wittenberger Trainer auch für die Fans seiner Mannschaft übrig. „Danke noch einmal an unsere Fans. Normal ist das nicht, dass 50 Leute sich auf einen Sonntagnachmittag in den Zug setzen, nur um uns zu unterstützen.“

PHC Wittenberge: Stephan Neutmann, Steffen Tonello, René Jahns – Martin Hückel (6), Mathias Richter (4), Christian Walenciak (1), Martin Giske (7), Chris Rosentreter, Tobias Jüchert (5), Irek Kaczmarczyk (2), André Walter (3), Benjamin Peter, Patrick Cesla (1).

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