Vereinsleben : Jubiläum mit musikalischer Note

Reckenzins Keeper Torsten Kraft, hier im Spiel gegen Eldena, konnte sich beim Herrenturnier nicht über mangelnde Beschäftigung beklagen.
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Reckenzins Keeper Torsten Kraft, hier im Spiel gegen Eldena, konnte sich beim Herrenturnier nicht über mangelnde Beschäftigung beklagen.

Reckenziner SV feiert drei Tage lang den 110. Vereinsgeburtstag mit viel Sport und Unterhaltung

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03. August 2015, 09:25 Uhr

Wenn in Reckenzin gefeiert wird, dann richtig. Das war sicher schon im Jahre 1905 so. Und wenn der ortsansässige Sportverein nun 110 Jahre nach der Vereinsgründung auf die sprichwörtliche Pauke haut, gehen die Festivitäten schon mal über drei Tage. „Es war eine tolle Party. Wir sind rundum zufrieden. Das halbe Jahr Vorbereitung hat sich wirklich gelohnt“, zieht ein zufriedener RSV-Vereinschef Klaus-Dieter Walz sein Fazit vom Jubiläumsfest am vergangenen Wochenende. „Vor allem die Fußballer waren sehr engagiert, haben wochenlang auf dem Platz gearbeitet und auch während der Veranstaltung kräftig zugepackt. Das war schon beeindruckend.“

Bereits die Festveranstaltung am Freitagabend mit zahlreichen Gästen – unter anderem schauten Vertreter vom Kreissportbund, Fußballkreis und den Nachbarvereinen Dallmin und Karstädt vorbei – kam gut an. Hier wurde die aktualisierte Vereinschronik vorgestellt, verdiente Mitglieder ausgezeichnet (siehe Ehrentafel) und über die guten alten Zeiten bis spät in die Nacht hinein geplaudert.

Am Samstag rollten und flogen dann endlich auch die Bälle im Flachsbergstadion. Schon beim Kick zwischen den Ehemaligen von Traktor Pröttlin und den Reckenziner „Altinternationalen“ war der Ehrgeiz der Aktiven geweckt. „Es hat Spaß gemacht“, meinte Abwehrchef Klaus-Dieter Walz trotz der 2:4-Niederlage seiner Reckenziner.

Besser lief es für die C-Junioren der Spielgemeinschaft Karstädt/Reckenzin. Sie bezwangen die befreundeten Kicker vom Lichtenrader BC mit 6:4. Und auch auf den Volleyballplätzen ging es hoch her. Hier schmetterten und baggerten acht Freizeitteams um den Turniersieg.

Höhepunkt des Festprogramms war aus sportlicher Sicht ganz sicher das Herrenturnier mit vier Mannschaften am Nachmittag. Zwar mussten sich die Reckenziner nach drei Niederlagen gegen die höherklassig spielende Konkurrenz mit Rang vier begnügen, doch „wir stehen ja gerade einmal am Anfang der Vorbereitung. Spielerisch waren wir noch nicht da, wo wir hinwollen. Für uns waren die Spiele aber ein erster guter Test“, meinte Kenny Stibbe, Mannschaftsverantwortlicher des Kreisoberliga-Aufsteigers, der die Jubiläumsfestivitäten als „super Veranstaltung“ titulierte. Gegen den SSV Einheit Perleberg verlor der RSV zum Auftakt mit 0:1. Gegen den mecklenburgischen Landesligisten LSV Schwarz-Weiß Eldena lagen die Gastgeber schon mit 0:3 im Hintertreffen, ehe Kapitän Benny Jerichow und Tommy Schmidt das Ergebnis mit ihren Toren noch freundlicher gestalteten. Beim 0:3 im Spiel gegen Turniersieger Hansa Wittstock standen die Reckenziner auf verlorenem Posten.

Trotzdem ließen sie sich dadurch den Spaß auf der abendlichen Party im Festzelt nicht vermiesen. „Sehr schön fand ich den Auftritt von Sippel“, sprach Klaus-Dieter Walz vielen Musikliebhabern aus der Seele. Und das die Bandmitglieder Tobias Eckwerth und Moritz Schlestein nicht nur mit dem runden Leder umgehen können, sondern auch ihre Instrumente ganz gut beherrschen, dürfte spätestens nach ihrem einstündigen Auftritt auch der letzte Reckenziner mitbekommen haben.

Die lange Partynacht war sicher auch ein Grund, warum am Sonntag nur drei Freizeitteams ihre Kräfte beim Turnier messen wollten. Ausgeschlafener waren da die routinierten Fußballerinnen vom ESV Wittenberge, die die junge Auswahl Westmecklenburgs in einem Freundschaftsspiel mit 7:1 bezwangen. „Das Ergebnis täuscht ein wenig über den Verlauf hinweg, Es war ein offenes Spiel“, fand der RSV-Vereinsvorsitzende.

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