Internationaler Profiboxabend : „Interesse am Boxen ist da“

Die Wittenberge Box-Legende Manfred Wittkowski (3. v. l.) und ehemalige Faustkämpfer der Elbestadt trafen sich beim Kampfabend in der OSZ-Halle auch mit Veranstalter Enrico Schütze (2. v. l.).
Die Wittenberge Box-Legende Manfred Wittkowski (3. v. l.) und ehemalige Faustkämpfer der Elbestadt trafen sich beim Kampfabend in der OSZ-Halle auch mit Veranstalter Enrico Schütze (2. v. l.).

Rund 300 Zuschauer beim Internationalen Profiabend in Wittenberge / Nicht jeder der zehn Kämpfe überzeugt

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28. Mai 2019, 22:59 Uhr

Geht es nach Veranstalter Enrico Schütze, ist die Premiere des Internationalen Profiboxabends am vergangenen Samstagabend in der Wittenberger OSZ-Sporthalle geglückt. „Die Veranstaltung war ein Beweis dafür, dass das Interesse am Boxen hier in Wittenberge da ist“, meinte der Promoter des veranstaltenden PSP Boxing Teams aus dem niedersächsischen Lüchow. „Die Leute waren positiv drauf und haben mir signalisiert, dass sie beim nächsten Mal gern wiederkommen wollen. Wir haben 200 Karten im Vorfeld verkauft. Am Ende waren es gut 300 Zuschauer. Das ist in Ordnung, ich bin zufrieden. Wir werden das auf alle Fälle noch einmal machen, vielleicht schon im Herbst.“

Dabei war der Termin für den Profiboxabend angesichts von Jugendweihen in Wittenberge und dem fast parallel stattfindenden DFB-Pokalendspiel „unglücklich gewählt“, wie von einigen Zuschauern zu hören war. Ansonsten hätten sich sicher noch viel mehr Prignitzer die Veranstaltung angesehen.

Zudem waren die antretenden Boxer nach Meinung einzelner hiesiger Experten nicht bekannt genug, um die doch zahlreich leergebliebenen Plätze in der Halle zu füllen. Einige bemängelten auch, dass der regionale Bezug fehlte, auch wenn die einheimischen Princess-Cheerleader als Nummerngirls fungierten und ihren Auftritt während der Kampfpause hatten.

Von den zehn internationalen Boxkämpfen des Abends gingen fünf nicht über die volle Distanz. Nachdem Schwergewichtler Sanel Papic gegen Bojan Teletina gleich das erste Duell durch technischen K.o. in der zweiten Runde gewann, machte es ihm Kurosh Nigkan im Mittelgewicht gleich und besiegte Paata Varduashvili ebenfalls durch TKO in Runde zwei. Allerdings zum Unmut der Zuschauer, denn die boxerische Qualität der beiden Duelle im Ring überzeugte keineswegs. Auch Enrico Schütze war mit den ersten beiden Kämpfen alles andere als glücklich. „Da hatte ich mir viel mehr erwartet. Mit den anderen acht Kämpfen war ich aber zufrieden.“

Auch die Hauptkämpfe waren vorzeitig beendet. So besiegte Mittelgewichtler Mario Jassmann (Internationaler Deutscher Meister) den Tschechen Vilem Farkac durch K.o. in der ersten Runde genau wie der kubanische Schwergewichtler Pero Lenier, der bei seinem Profidebüt Maksym Pedyura noch vor dem ersten Pausengang auf die Bretter schickte. Und auch der Hamburger Sebastiano Lo Zito (Deutscher Meister im Supermittelgewicht) wusste gegen den Bosnier Alexander Kuvac zu überzeugen und gewann durch TKO in der 3. Runde.



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