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behindertensport : Integration trifft Fußball

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Behindertensportfest des Landkreises Prignitz und der Lebenshilfe feiert am 30. Juni Jubiläum

von
erstellt am 16.Jun.2017 | 21:30 Uhr

Das Integrationssportfest des Landkreises Prignitz und der Lebenshilfe Prignitz feiert ein Jubiläum. Am 30. Juni (Freitag) um 8.30 Uhr findet im Wittenberger Ernst-Thälmann-Stadion die 20. Auflage statt. Mit einem Programm, das sich mehr als sehen lassen kann.

In das Sportfest eingebettet ist diesmal der AOK-Fußballtag für Vielfalt und Toleranz des Fußball Landesverbandes Brandenburg (FLB). Der beinhaltet ein Kita-Turnier in einer Streetsocceranlage und Straßenfußballturniere auf dem Kleinfeld. „Wir kommen gern nach Wittenberge. Hier finden wir eine gute Integrationsstruktur“, sagte Christian Löhr vom FLB. Angelika Hahn, Behindertenbeauftragte des Landkreises Prignitz freut sich auf das Zusammenspiel von Sportfest und Fußballturnier. „Und vielleicht findet einer unserer Sportler gefallen am Fußball und macht einfach mit“, erklärte sie.

Das würde auch die prominenten Gäste freuen. FLB-Präsident Siegfried Kirschen wird die Veranstaltung besuchen wie auch Wolfgang Neubert, Präsident des Landessportbundes. Und als besonderer Gast kommt Jimmy Hartwig. Der ehemalige Fußballprofi ist Integrationsbeauftragter des Deutsche Fußballbundes.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen aber auch bei der 20. Auflage die Sportler aus der Prignitz. „An die Premiere am 29. August 1998 erinnere ich mich nicht so gern, weil sie nicht so gut war. Wir machen mal ein Sportfest, hieß es damals“, erzählte Angelika Hahn von den Anfängen. Aber rund 180 Aktive sorgten dann dafür, dass die – wie sie damals genannt wurde – Behindertenolympiade ihre Fortsetzung fand.

Und heute als Sportfest nicht mehr wegzudenken ist. Disziplinen wie Kegeln, Kugelstoßen, Schlagballweitwurf, Weitsprung, Schlussweitsprung, 50m-Schlängellauf, Rollstuhlslalom, Zielwerfen, Torwandschießen und 60m-Lauf sind sehr beliebt. Beim Reiten, Volleyball, Steppaerobic, Tauziehen, Tischtennis und Taststrecken steht mehr die Freude an der Bewegung im Vordergrund. Nicht das blanke Ergebnis. Auch in diesem Jahr wird es keine Listen geben. Aber jeder Teilnehmer, der auch nur eine Disziplin bewältigt hat, kommt mit seinem Laufzettel in die Tombola. Keiner geht leer aus.

Sportfest und Fußballturniere – Der Andrang dürfte groß sein. „Wir müssen uns schon auf viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer einstellen“, berichtete Angelika Hahn. Sie rechnet mit mehr als den in den vergangenen Jahren 400 bis 450 Aktiven.

Wie groß die Bedeutung der Integration von Behinderten ist, das teilte Angelika Hahn anhand von Zahlen mit. In der Prignitz gab es 15 243 registrierte Menschen mit Behinderungen (Stand Ende Dezember 2016). Davon 10 683 mit einem Behinderungs- oder Schwerbeschädigtengrad von mehr als 50 Prozent. Die Bevölkerungszahl der Prignitz lag Ende 2015 bei rund 77 000. Die Behindertenbeauftragte lieferte auch die Zahlen für Perleberg (2 459 Behinderte/mehr als 50 Prozent: 1 783), Pritzwalk (2 105/1 413) und Wittenberge (3 866/ 2 820) mit.  

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