Integration sportlich gelebt

Bei Laufwettbewerben wurde die neue Tartanbahn gleich sportlich einmgeweiht.
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Bei Laufwettbewerben wurde die neue Tartanbahn gleich sportlich einmgeweiht.

Sport, Spiel und Spaß – Landkreis und Lebenshilfe Prignitz luden zum Sportfest ins Thälmann-Stadion / 400 Teilnehmer am Start

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15. September 2018, 05:24 Uhr

„Schiri, ich war noch dran“, informierte ein Spieler der Stephanus-Werkstätten Kyritz den Unparteiischen, als der zuvor statt auf Eckball für Wittenberge auf Abstoß entschieden hatte. „Okay, dann ist Ecke, danke“, korrigierte der Schiedsrichter lächelnd seine Entscheidung und auch von den Gegnern der Lebenshilfe Wittenberge gab es spontanen Applaus dafür.

Diese Szene beim Fußball-Kleinfeldturnier war fast symbolisch für das, was sich gestern beim 5. Integrationssportfest des Landkreises und der Lebenshilfe Prignitz im Wittenberger Ernst-Thälmann-Stadion abspielte. Mehr als 400 Teilnehmer aus der gesamten Prignitz und darüber hinaus nahmen die angebotenen Disziplinen in Angriff. Geschicklichkeits- und Spaßwettbewerbe, Wurf-, Sprung- und Laufdisziplinen, Gymnastik oder Kegeln – das Programm war wieder vielfältig. Die Teilnehmer waren auch die ersten, die die zuvor von Vertretern aus Politik und Sport feierlich übergebene Tartanbahn einweihten.

„Ich bin so gut gelaufen und habe auch gekegelt. Beides war für mich sehr toll“, sagte die 14-jährige Celina Bäsche. „Ich hatte bei diesem Fest die Chance, verschiedene Sportarten wie Laufen und Weitsprung zu probieren, wobei ich Weitsprung besser finde“, gab Leon Schulz (12 Jahre) zu Protokoll.

Ebenfalls im Thälmann-Stadion dabei war die Diakonie. „Das Integrationsfest ist eine gute Gelegenheit für Sport und Bewegung. Wir haben Erwachsene mit Beeinträchtigungen aus Perleberg zu diesem Fest mitgenommen. Unser Ziel ist, dass die Leute Sport, Bewegung und natürlich Spaß haben“, meinte auch Uwe Sommer. Und Spaß hatten wohl alle aktiven und nichtaktiven Besucher.

„Die Teilnehmerzahlen sind seit Jahren konstant“, sagte Angelika Hahn, Gleichstellungs-, Ausländer- und Behindertenbeauftragte des Landkreises Prignitz. „Es ist immer wieder beeindruckend, wie Schüler mit und ohne Behinderung hier gemeinsam Sport treiben. Und diese Gemeinsamkeit steht ja auch im Vordergrund.“

Neben vielen Teilnehmern der Lebenshilfe waren auch Starter aus den Oberschulen Perleberg und Wittenberge, vom CJD Hoppenrade, der Albert-Schweitzer-Schule sowie den Förderschulen aus Perleberg und Pritzwalk der Einladung gefolgt. Alle Sportler erhielten als Anerkennung Urkunden oder Medaillen. Zuvor absolvierten sie die auf einem Laufzettel vermerkten Stationen.

Am Ende des Sportfestes kamen alle Laufzettel in eine große Tombolabox, gefüllt mit vielen Preisen. Einen Ehrenpreis in Form eines großen Wanderpokals erhielten die Kicker der Lebenshilfe Wittenberge. Die Männer um Mario Tews gewannen das Fußballturnier zum dritten Mal in Folge und brachten den Pokal damit endgültig in ihren Besitz.

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