zur Navigation springen

Fussball : Ingolstadt sticht Real Madrid aus

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Vergleich zweier Fußball-Feriencamps in der Prignitz aus Sicht eines zwölfjährigen Perleberger Nachwuchskickers

von
erstellt am 09.Aug.2014 | 09:34 Uhr

Sport und Spaß in den Ferien – Mit dieser Kombination locken viele Institutionen die Kinder in der schulfreien Zeit. In mehreren Sportarten. In der Prignitz geben sich die Soccercamps, die Fußballferienfreizeiten, die Klinke in die Hand. Ob das Camp des SV Freizeitpark Wittenberge mit Ganztagsbetreuung oder die Fußballschulen von Audi Schanzer in Perleberg oder – dieses Jahr erstmals in Pritzwalk – von Real Madrid, das Angebot ist groß. Maximilian Schulz hat zwei aufeinanderfolgende Camps – in Perleberg und Pritzwalk – absolviert und schilderte gegenüber dem „Prignitzer“ seine Eindrücke.

„Es war anstrengend, ich bin kaputt“, sagt Maximilian Schulz nach zehn Tagen Fußballschule, unterbrochen von einem Wochenende. Für den bald 13-jährigen Prignitzer war es das insgesamt dritte Audi-Schanzer Camp und das erste von Real Madrid. Vom Ablauf her ähneln sich beide Maßnahmen. Die sieben- bis 14-jährigen Kicker trainieren tagsüber unter Anleitung, übernachten zu Hause.

Anders sieht es in der Vorgehensweise aus. „Bei Real war es noch strenger als bei Audi-Schanzer. Da war die Disziplin ganz anders“, erzählt der Torwart der C-Junioren des SSV Einheit Perleberg. Was nicht heißt, dass der Nachwuchs den Trainern der Ingolstädter auf der Nase herumtanzte. „Da gab es ein Handy-Verbot“, ergänzt Max. Für heranwachsende Jugendliche eine ganz schön harte Prüfung.

Auf dem Programm standen in beiden Camps Technik-, Koordinations- und Torschussübungen sowie Turniere. Ein Training für Torhüter gab es nicht. Dafür wurden die Campteilnehmer eingekleidet. Mit Trikots des FC Ingolstadt und von Real Madrid.

Unterschiede gab es bei den Trainern. „Beim Schanzer-Camp waren zwei ganz coole Trainer dabei, bei Real waren es insgesamt mehr Trainer“, berichtet Max. Das lag bestimmt an der Zielrichtung. Die Fußballschule der „königlichen“ aus Madrid setzt voll auf Leistung. In den Camps werden Talente gesichtet, die dann zu einem deutschlandweiten Finale fahren. Die besten Kicker dort haben die Chance, bei der Real-Jugend in Spanien mitzutrainieren.

Auf sein persönliches Fazit angesprochen, gibt der Einheit-Schlussmann eine klare Antwort: „Beim Audi-Camp waren die Trainer freundlich und cool drauf. Wir haben viel gespielt, Turniere ausgetragen. Bei Real konnten die Trainer die Übungen sehr gut vormachen. Zwei von denen haben schon mit Jerome Boateng zusammengespielt. Aber insgesamt war es dort sehr streng. Und es sind doch Ferien und da wollen wir Spaß am Fußball haben“, erzählt Maximilian Schulz, der sich schon vorstellen kann, „irgendwann mal bei Einheit in der ersten Mannschaft im Tor zu stehen.“

Aber zunächst beginnt bald die Saison in der Landesklasse der C-Junioren. Mit der ein oder anderen neuen Übung im Training. „Wenn uns was in den Camps sehr gut gefallen hat, zeigen wir das dann unseren Vereinstrainern“, berichtet Max. Der sich aber jetzt erst mal erholt. Mit Vater Stephan in südlichen Gefilden.


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen