Fussball : In der Defensive drückt der Schuh

Geht es nach Trainer Manuel Roeseler, soll die Abwehrarbeit schon bei den Offensivspielern beginnen. Sowie in dieser Szene von den Veritas-Akteuren Christoph Poorten (r.) und Ibi Touray gegen den Pritzwalker Luiz Adriano Ferreira da Conceicao (M.) praktiziert.
Geht es nach Trainer Manuel Roeseler, soll die Abwehrarbeit schon bei den Offensivspielern beginnen. Sowie in dieser Szene von den Veritas-Akteuren Christoph Poorten (r.) und Ibi Touray gegen den Pritzwalker Luiz Adriano Ferreira da Conceicao (M.) praktiziert.

FSV Veritas Wittenberge/Breese muss Anzahl der Gegentreffer reduzieren / Auftakt in die Rückrunde der Landesklasse West mit drei Auswärtsspielen

23-11368052_23-66107971_1416392404.JPG von
15. Februar 2020, 03:52 Uhr

Mit dem heutigen Testspiel beim Osterburger FC (11.30 Uhr) beschließt der FSV Veritas Wittenberge/Breese die Vorbereitungsphase auf die Rückrunde in der Fußball-Landesklasse West. Die beginnt für die Wittenberger am kommenden Wochenende beim ESV Lok Seddin mit dem ersten von drei Auswärtsspielen in Folge. Im Gespräch mit dem „Prignitzer“ blickte Veritas-Trainer Manuel Roeseler auf die Hinrunde zurück und sprach über die Ziele in der zweiten Halbserie.

Vier Siege, drei Unentschieden, sieben Niederlagen. Mit 15 Punkten und 31:36 Toren belegt Veritas derzeit Tabellenrang 10. Aber eben mit nur drei Zählern Vorsprung auf einen möglichen Abstiegsplatz. Die Lage ist ernst.

„Das ist nicht das, was wir uns vorgenommen haben. Der zehnte Platz ist nicht unser Hauptziel, das sind nicht unsere Erwartungen“, sagte Manuel Roeseler, der zumindest mit dem Abschluss der ersten Halbserie – dem 3:2-Sieg beim Tabellendritten in Nauen – zufrieden war. Blenden lässt er sich davon keinesfalls. Und macht weiter mit der Analyse. „Die 31 Tore, die wir erzielt haben, sind schon okay. Aber 36 Gegentore sind schon brutal. Das ist defensiv zu viel. Kriegst du die nochmal und kommt es blöd, dann steigst du mit 72 Gegentoren ab. Wir haben das mit der Mannschaft ausgewertet“, erzählte der Coach.

Das Hauptaugenmerk liegt also fortan auf der Defensive. Wie das funktionieren soll, da haben sich Manuel Roeseler und seine Spieler schon Gedanken gemacht. „Die Abwehrarbeit beginnt schon vorn. Das müssen wir in die Köpfe reinbekommen. Den Gegner weit vom Tor weghalten und nicht wie beim 0:2 gegen Teltow zum Toreschießen einladen. Wir werden uns auch angewöhnen müssen, von der Raumdeckung wegzukommen und zur Manndeckung überzugehen. Das hat die Mannschaft in Nauen gut umgesetzt“, teilte der Trainer („Wir machen unsere besten Spiele wohl auswärts.“) mit.

Liegen den Wittenbergern wirklich mehr die Auftritte in der Fremde, dann dürfte ihnen vor dem Rückrundenstart nicht bange sein. Denn der führt sie zunächst zu Lok Seddin. „Sicher keine Übermannschaft“, sagte Roeseler über das Team auf Rang 13, das aber in der Hinrunde mit 2:1 beide Punkte aus der Prignitz entführte. Danach geht es für Veritas zu den Potsdamer Kickers und dann zum Tabellenzweiten Grün-Weiß Golm. „Die Kickers scheinen uns zu liegen. Golm ist eine schwierige, aber nicht unlösbare Aufgabe“, lautete die Einschätzung des Coaches.

Der mit einem vorerst unveränderten Kader in die zweite Halbserie startet. Trainer und Mannschaft wissen, dass es gegen den Abstieg geht. Dennoch soll der ganz große Druck vermieden werden. „Wir müssen von Spiel zu Spiel denken. Wenn es schlecht läuft wie in der Hinrunde dann kann es sein, dass wir bis zum letzten Spieltag gegen den Abstieg kämpfen. Das wollen wir eigentlich nicht“, erklärte Manuel Roeseler.

Dabei maßgeblich helfen könnten seiner Meinung nach zwei Dinge: Der Kader bleibt von Verletzungen der Spieler verschont und die Mannschaft findet zur Konstanz, so dass sie ihr auch mal eine Serie von fünf Siegen in Folge gelingt.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen