Motorsport : Immer am Limit unterwegs

Die Polk High-Youngster Jannik Gubbe…
1 von 2
Die Polk High-Youngster Jannik Gubbe…

Die jüngsten Fahrer des Polk High Stockcarteams Wootz trumpfen bei der Norddeutschen Meisterschaft auf

23-19063474_23-66107972_1416392403.JPG von
02. Juni 2017, 21:35 Uhr

Richtig gut drauf sind derzeit die beiden jüngsten Fahrer des Polk High Stockcarteams Wootz bei Lenzen. Bei der Norddeutschen Stockcar-Meisterschaft (NDM) 2017 führt Jannik Gubbe die Jugendklasse nach drei von fünf Läufen der Rennserie mit 92 Punkten an. Nach den Plätzen vier (2015) und drei (2016) in der Endabrechnung ist der Youngster drauf und dran, den großen Siegerpott in die Lenzerwische zu holen. Und auch Lennart Klein liegt mit 46 Zählern als Fünfter unter den 18 gelisteten Jugendfahrern aussichtsreich im Rennen.

„Viel besser kann es eigentlich nicht laufen. Jannik konnte seinen Punktevorsprung sogar noch ausbauen“, freut sich Polk High-Chef Norman Mewes über die gelungenen Aufritte zuletzt bei den Rennen in der Goldenstädt-Arena bei Schwerin. Zwar langte es für Gubbe nach drei Siegen und einem zweiten Platz mit 30 Punkten dort nur zu Rang zwei hinter Noah Herzberg (32), doch seinem Dauerrivalen Oliver Kapischke (22) vom Team Blue Wonder aus Hamburg nahm er acht Punkte ab. Klein wurde mit 14 Zählern Fünfter der Tageswertung.

Drängeln oder Rammen, wie beim Stockcar in den Klassen eins bis fünf ausdrücklich erlaubt, sind für die Nachwuchsfahrer tabu. Denn bei den Jugendrennen stehen Geschwindigkeit und Fahrkönnen im Vordergrund. Angriffe auf andere Fahrzeuge sind verboten und werden mit sofortiger Disqualifikation bestraft.

Für Jannik Gubbe (meist) kein Problem. Schon der Start in seine dritte NDM-Saison verlief für den 17-Jährigen, der auch als Offensivspieler der JSG Gellersen/Reppenstedt dem Fußball hinterher jagt, vielversprechend. Im schleswig-holsteinischen Gribbohm belegte er mit 32 Punkten Rang eins vor Kapischke (28). „Dort habe ich vier Läufe gewonnen und war zum ersten Mal Gesamterster“, blickt der Zimmermann-Azubi zurück. Am zweiten Rennwochenende im dänischen Scherrebek wurde Jannik mit seinem VW-Polo Zweiter, zwei Punkte hinter Kapischke (32). Vor allem die Duelle mit dem Hamburger, manchmal am Rande des Erlaubten geführt, gehören zu den Rennhöhepunkten in der Jugendklasse. „Wir können eigentlich ganz gut miteinander, aber nicht auf der Bahn“, meint Gubbe-Junior grinsend.

Das Draufgängertum, das dem derzeit wegen Elektronikproblemen an seinem Auto zwangsläufig pausierenden Vater René Gubbe nachgesagt wird, hat sich offensichtlich auf den Sohn übertragen. „Seit er laufen kann war Jannik immer mit dabei“, erzählt Gubbe-Senior, der 1998 seine ersten Stockcarrennen bestritt und mit seiner Familie vor Jahren von Wootz in die Nähe von Lüneburg zog. Doch wann immer es möglich ist, fahren René und Jannik an den Wochenenden die knapp 100 Kilometer in die Werkstatt der Polks nach Mödlich. Hier wird dann zusammen mit der Polk High-Crew getüftelt und geschraubt, um die Boliden noch einen Kick zu verbessern.

Quasi im Windschatten seines Teamkollegen fährt der Wootzer Lennart Klein eine gute Saison. Auch der 15-Jährige, der erst im August 2016 in Kohlenbek bei Wacken sein Debüt gab, hat das Rennfahrerblut mit in die Wiege gelegt bekommen. Einst kreiste auch Lennarts Vater Enrico um die Stockcar-Ovale der Region. „Lennart hat die Startnummer 529 von seinem Vater geerbt“, berichtet Mutter Carina, die Lennarts Bruder zum größten Fan ihres ältesten Sprößlings erklärt: „Er filmt jedes Rennen von ihm.“ Auch Norman Mewes ist die Entwicklung des jüngsten-Polk-Piloten nicht verborgen geblieben. „Mit der zunehmenden Erfahrung kommen auch bessere Ergebnisse zu Stande.“

Die nächste Chance auf NDM-Punkte haben Jannik Gubbe und Lennart Klein beim Lauf (19./20. August) in Kohlenbek (Schleswig-Holstein.  




zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen